Die vielleicht schnellste Versteckte-Kamera-Show der Welt auf Pro7?

ProSieben läuft manchmal ideentechnisch auf der letzten Rille, möchte man meinen und nicht anders ist eigentlich das Vorhaben mit der versteckten Kamera zu erklären.

Schon tagsüber foltert ProSieben seine Zuschauer mit “Two and a half Men”, “How I Met Your Mother” oder “The Big Bang Theory” und bestätigt eigentlich hier schon das völlige Desinteresse am Kunden. Die wenigen Highlights in Form von Blockbustern oder funktionierenden TV-Shows kann man fast an einer Hand abzählen und so wird auch die neue Variante einer Show mit Streichen an und mit Promis sicherlich kein Höhepunkt der deutschen Fernsehunterhaltung werden.

Irgendwo in einem Raum müsste es doch bei ProSiebenSat1 ein Meeting so gegen 11 Uhr am Montag geben, wo sp brainstormmäßig darum gebeten wird, die besten Ideen mal an so eine Tafel zu bringen oder in einen Eimer zu schmeißen. Dann spricht man darüber und entscheidet über ein Konzept, so stellt man sich in etwa die Aktivitäten dieser vielen Menschen vor, die mal “irgendwas mit Medien” studiert haben und nun in Verantwortung stehen, für ihre Fans und vor allem Werbekunden eine Sendung zu zimmern für Samstagabend. In 150 Minuten Länge inklusive Werbung, wie das auch im Artikel von DWDL unten steht.

Und dann kommt so etwas heraus. Wer also noch nicht komplett zu Amazon, Netflix & Co abgewandert ist, bekommt nun also das wahnsinnig “neue” Konzept diverser Streiche dargeboten. Aber natürlich wird das nicht einfach so angeboten, nicht weniger als die vielleicht schnellste Versteckte-Kamera-Show der WELT wird angekündigt – darunter geht es wohl nicht. Man darf also gespannt seine digitalen Videorekorder programmieren, um sich von der Qualität zu einem Zeitpunkt seiner Wahl zu überzeugen. Ein Samstagabend könnte dafür zu schade sein. Vielleicht an einem Vormittag – als Ersatz, wenn man dem ganzen Seriengedöns so wirklich gar nichts mehr abgewinnen kann. Spätestens aber, wenn man dann wieder abgibt an die Werbung, wird sich das Tempo spürbar verlangsamen und der mögliche Schwung ist wieder verloren, muss man doch noch seine ganzen Gewinnmöglichkeiten feilbieten.

Quelle: ProSieben bringt Versteckte-Kamera-Show an den Start – DWDL.de

DSDS geht auch 2020 weiter!

Eigentlich ist es ja keine Überraschung, denn geworben wurde schon in der aktuellen DSDS-Staffel für die Castings – aber jetzt vermeldet es Quotenmeter auch, dass DSDS in das nächste Jahr gehen wird.

Das Konzept wird sicherlich wieder etwas der Zeit angepasst werden, aber insgesamt erfreut sich auch die DSDS Staffel 2019 aus Quotensicht großer Beliebtheit und daran dürfte auch der gesunde Mix bei der Jury-Zusammensetzung eine Rolle spielen.

Quelle: Quotenmeter

Starker ZDF-Montag mit “Iris” und “Gegen die Angst”

So etwas passiert nicht oft im öffentlich-rechtlichen Langweiler-Fernsehen, da fesselt das “Zweite” den Zuschauer tatsächlich den ganzen Abend am TV und weiß sogar zu unterhalten. Stressfrei ohne Werbung, nur der Inhalt bot packende Spannung.

Begonnen hatte der ZDF-Abend um 20.15 Uhr mit dem Film “Gegen die Angst“, sehr gut und real wurde sich an ähnlichen Fällen abgearbeitet und starke Schauspieler sorgten für 90 Minuten informative, spannende Unterhaltung. Staatsanwältin Judith Schrader, gespielt von Nadja Uhl war authentisch in ihrem Kampf gegen die Clan-Kriminalítät und die Gegenseite mit Judith Engel als Anwältin, Atheer Adel als Chef oder Sabrina Amali als Kronzeugin und Polizeikollegin Leyla wirkten in ihren Rollen sehr gut besetzt.

Danach ging es gleich weiter mit einer SPIEGEL-Reportage im ZDF, die sich genau des Themas annahm und vermutlich auch daher noch einige Zuschauer an den TV-Geräten ließ. Kurz und knackig eine halbe Stunde mit Bezug zu einigen Szenen aus dem Film “Gegen die Angst” und Interviews zu Clan-Strukturen, ohne das aber zu plakativ zu glorifizieren oder anders zu bewerten. Um 22.15 Uhr wurde man wieder in die komplett wirklich Welt mit den heute-Nachrichten geführt und manchmal wünscht man sich hier so frische Sprecherinnen wie man es gewohnt ist auf n-tv.

Das ZDF zeigte am Abend den Krimi «Gegen die Angst» und markierte damit 6,00 Millionen Zuschauer, darunter 0,80 Millionen Junge. Der Gesamtmarktanteil lag bei starken 19,0 Prozent. Die zum Spielfilm passende Dokumentation «Die Macht der Clans» behielt im Anschluss noch 5,32 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher, was für den Mainzer Sender einen Marktanteil von konstanten 19,1 Prozent bedeutete. Das «heute journal» schaffte es zum Abschluss der besten Sendezeit die Reichweite nicht zu halten und verbuchte 3,21 Millionen Interessierte, darunter 0,59 Millionen 14- bis 49-Jährige. Der Marktanteil fiel auf 13,8 Prozent. Quelle: Quotenmeter Primetime-Check Montag, 25. März 2019

Der TV-Abend im ZDF ohne Fernbedienung wurde abgerundet mit einer Fernseh-Premiere und dem Erotik-Thriller “Iris – Rendezvous mit dem Tod”, der nicht nur die Frau des erfolgreichen Bankers Antoine Doriot fesselte, sondern auch alle Fans dieses Genres und der spannenden Abendunterhaltung. Ein spannender Film mit gelungenen Darstellern und Wendungen, die die Zuschauer manchmal in die Irre führten. So war man wirklich bis 0.15 Uhr, also vier Stunden, bestens unterhalten angefangen von dem Film “Gegen die Angst” über Infotainment und zum Abschluss einem Erotikthriller.

Gut gemacht, ZDF und Danke für den Montagabend!

Quelle: Iris – Rendezvous mit dem Tod – Thriller | klack.de

Headis Team-WM Flop bei Pro7

War schon der einzelne Wettbewerb bei “Schlag den Raab” wenig spannend bis einigermaßen unterhaltsam, wollte Pro7 scheinbar aus allen möglichen Disziplinen dort eine eigene Show machen. Ein Flop mit Ansage, wenn man als Zuschauer in sich hineinhorcht und der Sender die Perspektive wechseln würde.

Aber der Sender ProSieben wechselt nicht die Perspektive, sondern setzt wie immer auf das altbackene Konzept mit den immer gleichen Fehlern. Elton ist ab und zu ganz witzig, wenn er ins Gesamtkonzept passt und bei “Schlag den Star” gerade noch so erträglich, weil die beiden kämpfenden Promis im Vordergrund stehen.

Dann lädt man da halt irgendwelche Leute ein, die sich so einen Sendemüll selbst niemals anschauen würden – die meisten tingeln halt von der Talkshow zur nächsten Bühne oder dem nächsten “Promi-Special” mit irgendwas. Es ist einfach belanglos und egal, wie man das Kind nun nennt, hat die Headis Team WM wenig mit einer Weltmeisterschaft zu tun – aber wen interessiert das schon? Genau keinen bzw. gerade einmal ein bisschen über 900.000 wollten sich deutschlandweit langweilen lassen.

Da tut es ganz gut, sich solche Sendungen aufzunehmen und den Samstagabend mit sinnvolleren Dingen zu beschäftigen. Ein Blockbuster am Sonnabend ist gefühlt also nicht zumutbar für die Zuschauer, stattdessen sendet man immer die gleiche Soße.

Langweiliger Moderator, der vermitlich immer vor den Werbepausen irgendwas mit “100.000 Euro” und “anrufen” brav auswendig gelernt aufsagt und dazwischen halt die Wettbewerbe. Drei Stunden lang. Was wie eine Strafe klingt, kann doch nicht ernsthaft der Anspruch eines ehemals großen Senders wie Pro7 sein?

Mich jedenfalls wundert die miese Einschaltquote nicht, weder der Titel, noche die Protagonsten für diese Show haben mich vom Hocker gerissen und dazu gedrängt, die Fernbedienung auf ProSieben zu schalten. Vielleicht schaue ich die Show mal an einem Vormittag nebenbei während der Hausarbeit oder wenn ich mal nicht schlafen kann. Selbst die Headis-Teilnehmer hatten wohl am Samstagabend etwas besseres vor, denn die Show wurde vorher aufgezeichnet und wird dann eben als Highlight am Wochende versendet. Ein Dienstagabend hätte es wohl auch getan von 20.15 Uhr bis 22.15 Uhr – aber es musste ja die große Bühne sein. Ein Flop mit Ansage.

 

Quelle: “Die 1. Headis Team-WM”: Bei Stefan Raabs seltsame Ping-Pong-Show floppt Elton – FOCUS Online