TV-Tipps für Dienstag 1. Dezember 2015

Für alle sportbegeisterten beginnt der Dienstag schon sehr früh in der Nacht von Montag auf eben den zweiten Werktag der Woche wartet SPORT1 US mit dem Spiel Cleveland gegen Baltimore auf und im weiteren Verlauf des Tages kann man ab 14:00 Uhr nach dem Ausschlafen Snooker auf Eurosport 2 schauen. Abends ab 19:00 Uhr auf gleichem Sender gibt es etwas Abwechslung vom ständigen Fußball mit Basketball Europacup: Hier spielt Hapoel Jerusalem gegen Galatasaray Istanbul, das könnte sicherlich sehr emotional und spannend werden!

Gregor Gysi ist am Dienstag das Highlight im ZDF

Dienstags ruhen sich die Sender immer aus, in der ARD kommt nichts besonderes und im ZDF wäre höchstens um 20:15 Uhr “Wie gerecht sind unsere Steuern?“ interessant. Auch RTL hat keine Highlights am Dienstag mit CSI und ähnlichem quält man sich durch den Abend, Prosieben versteckt sich auch hinter Serien und bei Sat1 sieht es ähnlich aus. Wer um 22:45 Uhr noch wach ist, könnte “Pelzig hält sich” im ZDF mit unter anderem Gregor Gysi anschauen. Leider ist dieser Höhepunkt etwas spät, aber immerhin etwas.

TV-Tipps für Montag 30. November 2015

Der Montag ist ja traditionell kein so richtig guter Tag zum Fernsehen, man muss erst mal in die Woche kommen und manchmal auch das Wochenende verarbeiten. Trotzdem lohnt sich mal einen Blick auf den 30. September – denn hier gibt es ab 16:50 Uhr Fußball aus Russland auf Sportdigital mit der Begegnung Dynamo Moskau gegen Lokomotive Moskau, dieses Derby hat also durchaus einen unterhaltsamen Charakter und vielleicht lohnt sich ja das Einschalten. Wenn man schon beim Fußball ist, kann man auch dabei bleiben. Denn ab 20:15 Uhr zeigt sky und SPORT1 die zweite Bundesliga mit dem Spiel Karlsruher SC gegen Leipzig und wer dann noch nicht genug hat, der schaltet wieder zurück auf Sportdigital zum Spiel ab 22:00 Uhr Sporting Braga gegen Benfica Lissabon aus Portugal. In der Nacht kommt auf SPORT1 US noch das NFL-Spiel Cleveland gegen Baltimore.

Frauke Petry und Dunja Halali bei Hart aber fair

Vorher kann man aber auch zur Prime Time nach der Tagesschau das achtziger Jahre Special auf RTL gucken von wer wird Millionär und danach schnell umschalten in die ARD, wo Frank Plasberg in seiner Talkshow der Frage nachgeht, woher der rechte Hass kommt. Gäste sind unter anderem die AFD-Politikerin Frauke Petry und Dunja Halali. Diese beiden Frauen bilden die jeweiligen gegen Pole und das sollte für vernünftige Diskussionen sorgen. Passend dazu holt das ZDF um 22:15 Uhr den Planeten der Affen – Prevolution aus der Schublade. Das könnte also ein möglicher TV-Fahrplan für Montag, den 30. November sein mit Fußball, politischer Diskussion und einem Spielfilm.

Show: Mich täuscht keiner im ZDF

Wie so oft habe ich mir auch diesmal die Premiere der Show “Mich täuscht keiner” im ZDF angeschaut und mein Fazit schon vorweg: Kann man sich mal angucken so innerhalb der Woche, wenn nichts anderes vernünftiges läuft oder man keine Lust hat auf Fernsehen aus der Konserve. Bei dieser Show geht es darum, seine sieben Sinne beisammen zu haben – denn die prominenten Kandidaten werden immer wieder aufs Neue getestet, was sie sehen, fühlen, riechen, schmecken oder hören. So müssen sie sich unter anderem als Zeuge an eine zuletzt gezeigte Szene, die im Studio entstanden ist, beweisen und schildern was sie gesehen haben bzw. entscheiden welche Farbe zum Beispiel die Schrift auf dem Schild hatte.

Diese Art der Fernsehunterhaltung funktioniert ja nach einem relativ einfachen Prinzip und gibt es auch schon auf anderen Kanälen, interessantes und wissenswertes wird verknüpft und im Rahmen von einem Quiz von einem Moderator, hier Dirk Steffens, präsentiert. Die prominenten Kandidaten müssen sich dann für A, B, C oder D entscheiden. Dies gelang eigentlich auch ganz gut und so plätscherten die 90 Minuten ganz unterhaltsam so hinunter, Katrin Mueller-Hohenstein setzte ihre Sinne am besten ein bzw. ließ sich am wenigsten hinters Licht führen. So gesehen kann man diese Schau mit neuen Fragen und Aufgaben beliebig oft wiederholen, Promis gibt es genügend und so dürfte es auch nicht schwer sein, weitere Kandidaten zu finden.

Für mich persönlich war es jetzt kein Highlight, wo ich begeistert lachend oder staunend aus dem Stuhl gefallen bin – aber immerhin habe ich nicht genervt die Aufnahme schnell Vorlauf einlassen oder ausgemacht, so würde ich also bei mangelnden Alternativen auch in mich täuscht keiner im ZDF einschalten. Das eine oder andere kann man ja zu Hause sogar mitmachen und so wird man auch animiert, vielleicht selber Ideen oder Strategien zum Verbessern der eigenen Sinne zu entwickeln und sich weiter über dieses Thema zu informieren.

Ab geht es mit Llambi und dem Reisechecker

Die neue Show mit Joachim Llambi “Die Reisechecker” versprach dann doch recht unterhaltsam zu sein bei den vorher gezeigten Ausschnitten und neugierig wie ich immer bin stürzte ich mich in das Vergnügen, ohne genau zu wissen was einen hier erwartet. Allerdings kann man schon aufgrund des Titels mutmaßen, dass es um die Sorgen und Probleme auf Reisen und im Tourismus gehen würde. Verona Poth kam in einem zauberhaft glänzenden Kleid und ebenso glänzenden Haaren in metallic blau. Sie präsentierte “Katalügen” und bot Aufklärung darin, was Katalogsprache wirklich bedeutet. Hat sie neue Brüste?

“Darf ich du sagen” fragt Joachim Llambi einen herbeigerufenen Camper, der ihm beim stündlichen Zeltaufbau helfen sollte, um dann hinzuzufügen “sie dürfen auch Herr Llambi sagen”. Auch die Challenge zwischen Camping und Hotel war ganz witzig, sogar Kaya Yanar kam ganz lustig rüber und hatte ein paar lockere Sprüche drauf “die Marke haben wir abgerissen von der Dose”, sagte er und zeigte die Raviolidose ohne dem in Maggi-Form abgerissenen Zeichen.

Reportage über Taschendiebstahl in Rom

Auch die Reportage über Rob Arno und den Gefahren des Taschendiebstahls war ebenfalls unterhaltsam und Christine deckte diesen Part wunderbar ab. Rucksäcke und unbeaufsichtigte Gepäckstücke sind natürlich eine wahre Goldgrube für fiktive, wo die beiden in Rom unterwegs waren. Beliebt sind natürlich gerade Touristen, weil sie immer mit dem Handy unterwegs sind, in Gedanken woanders und mit dem Gepäck beide Hände arbeiten lassen müssen. Spannend war natürlich auch, als sie mit dem alten Stadtplan-Trick ein Handy vom Tisch klauen konnte und so auch dieses Talent unter Beweis stellte. Dabei fällt Meyer eigentlich auch schon wieder eine kleine Abfindung ein, die ich vielleicht mal zum Patent anmelden könnte.

Eigentlich ist ja Joachim Llambi mit dem markanten Doppel-” L” am Beginn seines Namens eher als Juror bei Tanz-Shows bekannt, aber als Moderator einer Ratgeber Sendung macht er eigentlich keine so schlechte Figur – er selbst würde sich wohl natürlich in seinem angeborenen Selbstbewusstsein eine zehn geben. Um kurz nach 21 Uhr war dann auch ungewohnter Weise das erste Mal Werbung und so war schon die erste kurzweilige Dreiviertelstunde umgegangen und man war doch eigentlich ganz gespannt auf den zweiten Teil. Vielleicht kommen ja noch ein paar mehr richtige Urlaubsbilder mit blauen Himmel und Palmen, um auch im November ein wenig Urlaubsfeeling während der Sendung “Die Reise-Checker” zu bekommen?

Als Hotelmanager gute Bewertungen abstauben

Die Geissens dann wurden selbst in der Werbung schnell auf leise gestellt, wenn man bei der Verivox-Werbung nicht schnell genug Weg schaltet, bleibt einem die unvermeidbare Stimme der Frau nicht verborgen und das muss ja nun wirklich sein. Daran merkt man dann doch immer wieder, dass man bei RTL gelandet ist. Nach der Werbung gab es ein paar witzig gemeinte Filmchen, die zum Thema Reisen in irgendeiner Form passen könnten bzw. zu Beziehungsproblemen vor und nach einer großen Fahrt. Dazu noch ein versteckter Kamera gefilmtes Treffen zwischen einem “Hotelmanager” und einem professionellen Schreiber für Hotelbewertungen. Hierbei konnte man erfahren, dass alles nur eine Frage des Preises ist um entsprechend positive Kommentare zu einem Hotel zu bekommen.

Dann kam noch Angela und erzählte von ihrem Ägypten-Urlaub, um 21:30 Uhr gab es wieder Verbrauchertipps. Die Erlebnisse von der RTL-Angela im Flughafen mit den entstehenden Zusatzkosten und der Rennerei haben mir auch ganz gut gefallen, auf wenn man vieles schon kannte. Trotzdem ist auch dieser Beitrag gelungen, wie es ihr auch gelungen ist, die zusätzlichen Kosten zu senken. Denn die Fluggesellschaften locken immer mit günstigen Angeboten, um dann später für jede einzelne Extraleistung wieder Geld zu verdienen. Angela hatte genauso wie die Verona und die Christine ein wunderschönes Outfit an, das fiel in diesem Fall wirklich positiv auf und die Männer mit Kaya und Joachim hielten sich nur in den Farben gedeckt in dunkel. Eigentlich waren alle Gäste und der Moderator in einem auffällig dunklen Outfit unterwegs, vielleicht haben ja die Gäste in der nächsten Sendung mal passenderweise ein Hawaii-Hemd an?

Mit Mirja Boes ins Duell – ein kleiner Höhepunkt

Mirja Boes trat dann noch im Duell gegen Joachim Llambi an, wer in Paris am wenigsten Geld ausgibt und die bevorstehenden Aufgaben trotzdem erfüllt. Während Mirja mit “Meinfernbus” in die Stadt der Liebe fährt, bevorzugt der Moderator die Anreise mit dem Zug und beide filmen ihre Erlebnisse und die entstehenden Kosten auf Reisen in vergnüglicher Weise. Für 0,50 € holt der alte Geizhals einen Plastik-Eiffelturm und beschämt sicherlich dadurch den Beschenkten, während die Boes immer noch mit dem grünen Omnibus auf großer Fahrt ist. Dafür hat sie als Trophäe für 0,0 € einen wohl noch kleineren Eiffelturm bekommen von einem Straßenhändler. Der Bulle war natürlich die Pointe, als sich beide in der gleichen Absteige wieder fanden. Wurde nur noch getoppt von dem Gesicht, nach der Freude des Herunterhandelns für ein zu kaufendes Produkt und dann findet sie eine Ecke weiter die Baskenmütze noch mal ein paar Euro günstiger. Herrlich.

Diese Challenge hat am Ende Mirja gewonnen, aber den Zuschauer dürfte das eigentlich egal sein. Denn alle durften sich als Gewinner fühlen, die dieser Show beigewohnt oder zugeschaut haben – letztendlich ging es um ein relativ leichtes Thema Urlaub, damit verbindet jeder positive Emotionen und vielleicht war es deswegen auch etwas einfacher für Joachim Llambi, denn Material genug dürfte es auch bei eventuell folgenden Shows geben. Da ja schon alle einmal irgendwelche Erfahrungen auf Reisen gemacht haben – hier ist also noch einiges möglich. Die Show “Die Reisechecker” ist also für mich eine gelungene Abend Unterhaltung gewesen, die leicht war und trotzdem auch zum Nachdenken anregte bindest es wurde das ganze Potpourri aus positivem und negativem geboten und durch die Gäste kam auch eine gewisse Frische auf.

Wild Island auf Pro7 – der Zuschauer wird es Überleben

Das Konzept ist ja ähnlich wie auch andere dieser Art: eine Gruppe von vierzehn Männern und Frauen wird in diesem Falle auf einer einsamen Insel ausgesetzt und muss alleine ihr Überleben sichern, dieses direkt wird seit dem Sonntag, 8. November 2015 auf Prosieben gezeigt und unter der Woche ab 22:10 Uhr. Ich schaue nun sehr gerne Sendungen, in denen normale Menschen besonderen Situationen ausgesetzt sind und daher habe ich natürlich auch ein gewisses Interesse an Wild Island auf Prosieben entwickelt.

Die einzelnen Charaktere werden sich wie so oft in solchen Reality-TV-Konzepten mit der Zeit entwickeln und jeder findet in der Gruppe seiner Rolle, kann diese weiter ausbauen unter den Augen der Kameras. Diese werden übrigens von drei ausgebildeten Kameraleuten mitgeführt, die ebenfalls teils dieses Projektes sind und daher gibt es hier kein professionelles Team, welches nur filmen auf der Insel ist. Dennoch kann man davon ausgehen, dass auch im Hintergrund für Gesundheit und Sicherheit gesorgt wurde.

Natürlich gibt es auch bei dieser Form des Zusammenlebens ab und zu mal zwischenmenschliche Konflikte oder emotionale Momente, die hier aufgefangen werden und in zusammengeschnittener Form dem Zuschauer innerhalb einer knappen Stunde inklusive Werbung präsentiert wird. Die Zeit wird zeigen, welche Kandidaten am längsten durchhalten oder am interessantesten sind und bei denen sich das einschalten lohnt. Unterschiede zu anderen Sendungen gibt es eigentlich auch, das hat wenig mit Big Brother zu tun oder dem Dschungelcamp – auch wenn unter Umständen die Szenerie oder die Thematik daran erinnern könnte.

Aber hier kamen nicht irgendwelche prominenten Leute rum, schaukeln sich auf der Hängematte ihrer Eier oder zeigen zwischendurch mal Busenblitzer – sondern es sind unbekannte Gesichter, die sich dieser Herausforderung stellen und wer alle Dialoge führen. Außerdem gibt es hier nicht so eine große Langeweile und nur eine Aufgabe als Tageshöhepunkt, sondern jede Minute, jede Stunde gilt es sich der Situation zu stellen und etwas zu tun für das Überleben der Gruppe und sich selbst.

Die ersten beiden Sendungen waren noch nicht so mitreißend, zeigten aber schon einen gewissen Einblick, wo der Weg hingehen wird. Ich denke mal, als Unterhaltungssendung am Abend kann man sich das durchaus mal anschauen. Mit der Zeit werden sich Sympathien und Antipathien nicht nur innerhalb der Gruppe bilden, sondern reflektieren das auch auf die Fangemeinde zu Hause. Dazu gehören sicherlich auch im Jahr 2015 die sozialen Netzwerke, die man zu diesem Zwecke nutzen oder verfolgen kann. Ganz so tief möchte ich aber bei dieser Sache nicht eintauchen, mir reicht die eine Stunde am Abend Wild Island auf Pro7 und ist sehr gruppendynamische Prozesse mit teils starken Persönlichkeiten und anderen, die sich eher defensiv verhalten.

Die Show ist in Teilen authentisch, hat auch schon mit Johannes den ersten Teilnehmer verloren durch eine Verletzung. Dadurch, dass er Arzt mit Führungsqualitäten war, ist dies als Verlust zu werten und man wird sehen, wie sich Gruppe und Geschehen weiter entwickeln. Nun müssen sie ja auch an die Nahrung denken, dies war einer der Kritikpunkte von Tierschützern – weil sie ja zum Zwecke des Überlebens auch Tiere erst töten und dann essen. Aber dies kommt wohl auch in anderen Lebensbereichen täglich vor, sodass hier noch Potenzial für Proteste ist.

Die Aktion von Ralf Kabelka war unnötig

Man kann immer denken und sagen was man will, das Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht und auch Gegendemonstrationen sind erlaubt. Um Recht und Gesetz durchzusetzen, bekommt die Polizei als staatliche Gewalt die Möglichkeit, entsprechend einzugreifen oder die beiden Parteien zu trennen. Ich mag auch nicht alles, wofür oder wogegen demonstriert wird, aber ich respektiere und akzeptiere, dass es Menschen gibt mit Interessen oder politischen Forderungen – dies alles können Sie auf Demos äußern und so war ich ja auch vor einiger Zeit auf einer Demo gegen TTIP. Ich hätte mich aber sicherlich auch nicht gefreut, wenn auf einmal jemand als Clown kostümiert mein Anliegen lächerlich macht und dies auch noch in aller Öffentlichkeit gesendet wird.

Gemeint ist die Aktion von Ralf Kabelka, als er auf der AfD-Demonstration die Teilnehmer provozierte, um damit vermutlich bei der heute-Show zu glänzen. Hierzu habe ich schon in dem Artikel zum TV-Experiment plötzlich Krieg erläutert, dass ich so ein Verhalten nicht gut heiße. Aus einer sicheren Deckung heraus von oben herab mit ungleichen Mitteln schießen gegen Leute, die wirklich einfach nur demonstrieren gegen die Politik von Angela Merkel. Dabei ist mir wichtig, dieses Anliegen nicht zu bewerten und jede Demonstration braucht vermutlich auch eine Gegendemonstration und sinnvollerweise könnte man sich aufgrund beider gehörter Meinungen ein besseres ein besseres Bild der Sachlage, somit ein eigenes Urteil bilden.

Zudem war das Verhalten von Ralf Kabelka absolut albern (“das ist eine Karnevalsveranstaltung hier”) und spiegelt vielleicht nur die Interessen niederer Instinkte und der des ZDF wieder, ob das allerdings auch den Nerv der Zuschauer trifft und sie sich auf einer der nächsten Sendungen davon unterhalten fühlen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Ob überhaupt dieses eher peinliche Getue dieses Protagonisten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gezeigt wird, werden wir sehen. Das Video existiert auf YouTube.

Zweifel könnte auch wieder etwas an den Bildern manipuliert werden, wie es schon oft getan worden ist und somit Dinge aus dem Zusammenhang gerissen werden bzw. wurden. Dann muss sich das Team von der heute Show wieder entschuldigen oder eine Gegendarstellung senden. Aber eigentlich sollte sich ein Satire-Magazin oder eine Sendung mit diesem Ziel souveräner Verhalten oder ausgeglichenen austeilen in alle Richtungen. Das entspricht aber wohl nicht dem Auftrag bzw. der vorgegebenen Richtung und so wird man weiter Beiträge dieser Art sehen – auch wenn Ralf Kabelka hier eine eher unrühmliche Rolle spielt. Noch einmal zu oben: man soll einfach nicht grundlos Menschen in der Öffentlichkeit provozieren, nur der Quote willen oder um sich selbst in einem guten Lichte zu zeigen!

Aufgabe des ZDF oder der Fernsehsender im allgemeinen sollte eine gewisse Neutralität sein und man darf dem Zuschauer zutrauen, dass er in der Lage ist, sich ein eigenes Bild über bestimmte Situationen in der Politik oder in anderen Bereichen zu machen. Was aber derzeit getan wird, ist immer die gleiche Richtung, ein Denken wird vorgegeben und wer anders denkt, der denkt falsch. Die Satire in der heute Show hat schon länger nachgelassen, auch wenn es immer wieder zwischendurch auch lichte Momente gibt.