Leben und gehen lassen in Newtopia

Bei dem aktuellen Livestream von Newtopia haben sich ja einige beschwert, dass der Stream abgeschaltet worden ist bzw. man keine neuen Informationen mehr erhalten hat. Auf der einen Seite verständlich, aber auf der anderen Seite ist der übertragende Sender auch für die interne Kommunikation zuständig und der Zuschauer darf natürlich gerne das ganze Geschehen im Haus verfolgen – jedoch haben andere Dinge Priorität. Es scheint ja nun so zu sein, dass es diverse Schwierigkeiten bei der Meinungsfindung und dem Nominieren für bestimmte Personen zu geben scheint.

Hier muss jetzt sicherlich intern von Seiten der Produktion aktiv eingegriffen werden, um auch den Protagonisten mitzuteilen, welche Folgen eine Nicht-Nominierung hat. Und das gilt nicht nur für die Kandidaten selber, sondern auch für das ganze Projekt, für die ganze Sendung und für die Zukunft. Es könnte auch durchaus sein, dass den Bewohnern jegliche Sympathie für die Zuschauer verloren gegangen ist. Anders kann man so manche Äußerung, was man von den eigenen Fans hält, nicht verstehen. Andererseits haben sie in gewisser Form auch nicht die Aufgabe, nur den Zuschauern zu gefallen und daher eine Rolle zu spielen.

Man sieht schon daran, wenn das Spiel mit der Realität verknüpft wird und die Diskussionen sich nicht nur um das nächste Essen oder ähnliche Belanglosigkeiten drehen, wird die ganze Geschichte um Newtopia wieder etwas spannender und die Zuschauerzahlen könnten auch steigen. Daher bleibe ich bei meiner Anregung, dass die Produktion vielmehr aktiver in das Geschehen eingreifen sollte in Form von gestellten Aufgaben, Events die zu organisieren sind und auch Fans ins Haus bringen, Diskussionen mit der Pflicht zur Teilnahme und beispielsweise Musikdarbietungen. Hierfür ist eine große Bühne verfügbar, die Kandidaten sollen und werden zu Statisten – nicht aber etwa degradiert, sondern sie spielen in diesem Augenblick nur eine Nebenrolle. Danach aber treten sie wieder in den Mittelpunkt und so ist dies eine Möglichkeit, um die ganze Realityshow etwas authentischer zu gestalten. Der Sender Sat1 und auch die involvierte Bild-Zeitung machen meiner Meinung nach viel zu wenig aus diesem Potenzial.

Man muss aber auch sagen, die Kandidaten selbst rufen auch nicht wirklich ihre beste Leistung ab, jeder werkelt so vor sich hin und das wirkt manchmal als eine Art Alibi – so wie wenn der Chef auf Arbeit vorbeikommt und man tut so, als hätte man permanent etwas zu tun. Das lenkt einerseits natürlich wunderbar ab von Problemen, andererseits kann das nicht die Lösung sein, sich in eine Aufgabe zu stürzen und wenn die zu Ende ist sich gleich der nächsten zu widmen. Die interne Kommunikation ist einfach für den Zuschauer viel spannender zu beobachten und daher sind diese Dinge als Pflicht auszurufen, danach kann man sich wieder gehen lassen und sich der eigenen Dinge widmen.

Zurück noch einmal zu dem Live-Stream: hierbei handelt es sich ja lediglich um ein Angebot, den Pionieren beim Leben im Rahmen des Projektes zuzuschauen und wenn es zwingende Gründe für eine Abschaltung gibt, dann bin ich auch dafür diese anzuwenden und den Newtopia-Fan notfalls auszuschließen. Der Erfolg im Ganzen hat oberste Priorität und wenn darunter ein paar Abos leiden, dann muss man das so hinnehmen oder man entschädigt die Leute in irgendeiner Art und Weise. Es wurden schon auf beiden Seiten einige Fehler gemacht, es ist Zeit für Qualität und für ein fertiges Produkt, was den Menschen am Fernsehschirm um 19:00 Uhr auf den Sender geschickt wird. So gewinnt man wieder Vertrauen zurück und spielt nicht mit den Gefühlen.

Eine gewisse Neugier ist natürlich verständlich, wird auch von dem ganzen Team wahrscheinlich in dieser Form sogar gefördert durch auffordern an Diskussionen auf Facebook oder Twitter – trotzdem muss man wie gesagt Prioritäten setzen und manchmal eine Art Mannschaftsbesprechung machen. Hierbleibt auch normalerweise alles in der Kabine beim Fußball und so sollte es hier bei diesem Projekt ebenfalls sein. Ich wurde auch manchmal interessieren, was der Trainer in einer hitzigen Diskussion während der Halbzeit sagt, aber das bleibt eben in den vier Wänden und hat dadurch auch eine gewisse Magie. Diesem Zauber muss auch Newtopia behalten bzw. wieder neu bekommen und darum ist vielleicht auch eine Mitgliederbereinigung keine so schlechte Idee.

Denn bei den bisherigen 15 Bewohnern haben sich doch schon starke Denkmuster und Strukturen festgefahren, diese scheinen kaum mehr zu durchbrechen zu sein. Daher ist es nicht nur für die Zuschauer und für den Sender Sat1 gut, wenn hier eine gewisse Fluktuation Einzug hält und man immer wieder neue Personen kennen lernt und einbinden kann. Durch diese Möglichkeit kann man vielleicht auch etwas sanfteren Druck auf die Bewohner ausüben, ohne gleich mit Ausschluss oder Beendigung des ganzen Projektes zu drohen oder als Konsequenz auch wirklich durchzuführen.

Spannend wäre auch, wenn man genau die gleiche Anzahl von Bewohnern, die jetzt drin sind einfach noch mal zusätzlich ins Haus holt und so für ordentlich Stimmung sorgen könnte. Dadurch hätten die Zuschauer die Möglichkeit, komplett das ganze alte Team bis auf vielleicht zwei oder drei vernünftige in die Wüste zu schicken, der Rest fängt einfach wieder bei Null an und kann vielleicht aus den Fehlern lernen. Aber jetzt haben wir ein starres Gerüst, aus dem keiner mehr rausgeht. Die Macher haben ja wirklich eigentlich das Heft des Handelns in der Hand und sollten dies auch nutzen.

Der Zuschauer will im Grunde immer unterhalten werden und nicht gelangweilt mit immer den gleichen Konflikten oder Personen, die nach einer gewissen Zeit anfangen zu nerven. Die Regeln sind in jedem Falle in aller Form einzuhalten, notfalls muss offensiv eine prominente Person in das Haus und den Bewohnern das eindringlich mitteilen. Ansonsten bin ich immer noch nach gut drei Monaten sehr zufrieden und ich fühle mich gut unterhalten. Irgendetwas passiert immer in dem Haus, wenn nicht etwas angeschoben durch ein bisschen Skripted Reality dann eben durch das Leben, wie es eben stattfindet.

Wall Street – Geld schläft nicht auf Pro7

Vor allem wegen der Werbeunterbrechungen merkt man, dass auch bei Prosieben das Geld nicht schläft. Im Film “Wall Street – Geld schläft nicht” auf Pro7 spielt Michael Douglas im zweiten Teil den skrupellosen Finanzjongleur Gordon Gekko, der aber über 20 Jahre nach dem ersten Teil und inmitten der ganzen Finanzkrisen dieser Welt fast schon wie ein kleiner Taschendieb wirkt, während er damals ein großes Tier war. Wie aber so oft, ist der zweite Teil für mich nicht so gelungen wie der erste, hier geht es wieder auch um Nebenkriegsschauplätze wie seine Tochter oder die Zeit nach seiner Haft. Da kommt es ihm zugute, dass der Verlobte seiner Tochter ebenfalls eine Rolle in der Wall Street spielt.


Fortan probiert er, ihn in seine Geschichte zu involvieren und so beginnt ein Spiel um Macht, Rache, Geld und Intrigen. So ganz vom Hocker gehauen hat mich “Wall Street – Geld schläft nicht” auf Pro7 nicht wirklich, die erste Hälfte zieht sich etwas in die Länge und baut kaum Spannung auf. Die zweite Hälfte nimmt dann etwas Fahrt auf und die Story bekommt etwas mehr Fülle. Wenn man also mit größeren Erwartungen ob des ersten Wall Street-Teils an den Film rangeht, könnte man durchaus enttäuscht werden und wenn man den ersten Teil nicht gesehen hat, dann bleibt ein relativ normaler Film über die Börse und seine Psychologie hängen. Aber ich habe ihn doch bis zum Ende geschaut und habe mich einigermaßen gut unterhalten gefühlt, nicht zuletzt wegen Michael Douglas und anderen lohnt es sich, mal reinzuschauen.

Tatort Berlin „Das Muli“ mit Nina Rubin war super

In seltenen Ausnahmefällen kommt das doch mal vor, dass ich einen Krimi schauen möchte und in diesem Fall einen Tatort vom Sonntag – allerdings habe ich den an einem Mittwoch geschaut. Diesmal war es ein Tatort aus Berlin mit Nina Rubin, der mir sogar sehr gut unterhalten hat. Besonders haben mir die Kommissarin und ihr Kollege Robert Karow gefallen, die Meret Becker hat die Hauptrolle wirklich sehr gut gespielt. Einige Szenen aus dieser Tatort-Folge wurden in dem fertigen Hotel am unfertigen BER-Flughafen gedreht, zumindest als Filmkulisse scheint der BER und seine verlassenen Bauten also gut genug zu sein.

BER_Hotel_Steigenberger

Der Titel dieser Folge heißt “das Muli” und spielt in der Drogenszene, die Charaktere wurden hierfür sehr gut ausgewählt und die Story war gut. Mulis sind Personen, die als Drogenkurier den Stoff in Kondome stecken und schlucken, danach diese in ihrem Magen über die Grenze schmuggeln. Robert Karow wird von Mark Waschke gespielt und zeigt auch verschiedene Seiten seiner Rolle auf. Fortan wird das Tempo des Films erhöht, weil ab sofort die Jagd auf den aus dem Gefängnis geflohenen Ronny und seine Freundin Jo eröffnet ist. Ein Wettlauf mit der Zeit, ob sie zuerst von den Gangstern oder dem Kommissaren-Pärchen Netz gehen. Ein sehr charismatisches und mir bis dato unbekanntes Gesicht war Kida Ramadan in der Rolle des Mehmet Erdem, der das gut und authentisch dargestellt hat.

Generell bin ich aber gar nicht so ein großer Tatort-Fan, aber die Meret Becker ist spitze und hat das Herz auf dem rechten Fleck. Mit ihrem Kollegen hat sie genügend Reibungspunkte, so das hier in verschiedenen Gebieten wenig Langeweile aufkommt. So also werde ich auch den nächsten Tatort aus Berlin wieder etwas genauer ins Auge fassen und entweder um 20:15 Uhr sonntags in die ARD schalten oder es wie in diesem Falle als Aufnahme genießen.

Kung Fu Panda 2 – Doppelt Bärenstark auf RTL

Es wurde mal wieder Zeit, einen vernünftigen Animationsfilm im Fernsehen zu schauen und so bot sich die Aufnahme des Films Kung Fu Panda 2 – Doppelt Bärenstark auf RTL an. Insgesamt war bei der Wiederholung an einem Sonntag um kurz vor 3:30 Uhr erfreulich wenig Werbung und so vergingen die Filmminuten relativ schnell. Die story ist im Grunde auch schnell erzählt: der Kung Fu Panda kämpft in China gegen einen Bösewicht und seine ganzen tierischen Freunde sind auf wieder mit dabei. Die Animationen sind natürlich für einen Film aus dem Jahr 2011 und dem aktuellen Stand der Technik sehr gut gelungen und so plätschert der Film vor sich hin.

In der Vergangenheit habe ich aber auch schon lustigere Produktionen gesehen, manchmal liegt das an den Autoren und manchmal an den Figuren. Zum Glück sind viele Tiere schneller und beweglicher als der Panda Po und so bietet dieser Film zumindest jede Menge Action zur Mitte hin. Wer also generell solche Animationsfilme als gute Unterhaltung wertet, der dürfte hier bei Kung Fu Panda 2 – Doppelt Bärenstark auf RTL gut aufgehoben zu sein wie der erste Teil ist, kann ich leider zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, da ich bisher nur den zweiten Teil vom Kung Fu Panda gesehen habe. Unten sind mal ein paar Filmausschnitte, um einen Eindruck von der Machart zu bekommen und so ist es wohl wie bei vielen anderen Dingen Geschmackssache, ob einem diese Art des Humors gefällt oder nicht. Ich würde auf jeden Fall nach anschauen des zweiten Teils mir noch den ersten Teil antun, um mir noch ein besseres Urteil bilden zu können. Generell allerdings ist mein Anspruch bei Animationsfilmen eher gering, sodass ich mich über eine eventuell verlorene Zeit nicht ärgere. Kung Fu Panda ist mal tollpatschig, mal flink wie ein Wiesel und ein andermal wieder eben einfach so behäbig wie ein Pandabär.

 


Nach dem Newtopia-Gau muss sich einiges ändern

Super-Gau, das kann man nur beenden oder das ab jetzt als offenes Projekt weiterführen, in dem das Gescriptete mit in Newtopia übernommen wird und das auch als das deklariert wird. Nachhelfen ist ja nicht überraschend und war auch klar – aber das in der Nacht ist einfach unprofessionell. Was war passiert? In dem 360-Livestream gab es nach Abschaltung der anderen Kameras ein Meeting mit Leuten von der Produktion, nachdem es zu unklar halten gekommen war wegen einiger Bewohner, die für interne Besprechungen mehrfach aus der Scheune gegangen waren.

Der Livestream, der natürlich eigentlich nicht zu sehen sein sollte, offenbarte natürlich das, was viele eh schon wussten: nämlich das sat1 ordentlich schraubt und dreht an den ganzen Geschichten und somit das ganze Projekt ad absurdum führt durch ständiges rein reden und um für mehr Unterhaltung zu sorgen. So wirkten schon in der Vergangenheit viele Dinge mehr als fragwürdig, zum Beispiel auch der Personalcoach im Sport den Hans da gemimt hat für Hunderte von Euro. Im Normalfall würde man probieren eine Gruppe aufzubauen für den Sport mit mehreren Personen und nicht eine einzelne Person. Auch bestimmte Beziehungen, die sich entweder anbahnen sollen oder wie zu lesen ist schon vor dem ganzen Projekt bestanden haben, machen die ganze Sache mit Newtopia unglaubwürdig.

Ich finde es völlig o. k., wenn man in bestimmten Dingen etwas nachhilft und so war mir auch klar, dass das Geld niemals ausgehen wird. Denn ganz Newtopia soll ja ein Jahr lang laufen ursprünglich und notfalls hätte man eine große Aktion gestartet, damit wieder Geld rein kommt. Auch die umliegenden Bewohner wurden schon im Vorfeld umfangreich informiert über das Projekt und viele wurden gebeten doch auch wirklich mal einen Besuch zu planen damit da etwas Leben in die Bude kommt. Eventuell hat man nicht mit einer gewissen Bequemlichkeit gerechnet, denn im Grunde passiert außer ein bisschen Gemüse anbauen, passte arbeiten und eben im Rahmen des kleinen Bauernhofes nicht wirklich viel. Man hätte erwarten können, dass in den ersten drei Monaten viel mehr Signale gesendet werden, die das wirtschaftliche Überleben sichern und nicht dass sie das Geld zu Anfang für Unmassen an Essen und Trinken ausgeben. Das aber nur am Rande.

Wie gesagt durch die oben genannte Aktionen und dem unfreiwilligen Film im Stream setzt natürlich bei dem letzten Rest ein gewisser Vertrauensverlust ein und diejenigen die es eh schon immer gewusst haben, fühlen sich nur noch bestätigt und alle anderen übrig gebliebenen nehmen das unter Umständen einfach so hin wie es jetzt ist: Newtopia ist ähnlich wie andere Projekte oder angebliche Reality eben alles andere als das und so wirft dieser Vorfall einen bösen Riegel auf das Fernsehen an sich und die ach so tolle Medienwelt. Schon ist automatisch wieder der Bogen gespannt zur Lügenpresse, weil alle möglichen Medien -ob im TV oder in der schreibenden Presse- sich dieser Arbeitsweise bedienen und meinen, über den Geschmack und die Befindlichkeiten anderer Leute entscheiden zu können oder sogar müssen. Nichts davon stimmt und alles ehrliche bzw. authentische wird von den Zuschauern automatisch er angenommen als dieses gekünstelte und an der Wahrheit vorbei gesendete.

Newtopia kann und wird es eigentlich unter diesen Bedingungen nur weiter geben, wenn man ab sofort die Sendung wochentags ab 19:00 Uhr als eine Art offene Realität zeigt, vielleicht sogar auch die Teams hinter der Kamera umso Neues vertrauen oder eine andere Atmosphäre zu schaffen. So kann man viel besser den Dialog führen zwischen den Zuschauern und den Protagonisten. Man weiß jetzt auch gar nicht – diese Personen, sind das vielleicht auch alles reine Schauspieler und keiner ist echt? Wie viele Gespräche gab es mit den Bewohnern zwischen den ganzen Livestream hinter den Kulissen? Ich persönlich habe nur die Sendung immer um 19:00 Uhr gesehen, weil der Rest hat mich wenig interessiert und außerdem hat man auch noch ein Privatleben. So wichtig war und ist Newtopia dann doch nicht, aber man sieht wie die Sender lügen und betrügen für die Quote, für die Aufmerksamkeit und um ihren eigenen Stellenwert zu erhöhen. So wird dies auf jeden Fall ein negatives Schlaglicht werfen auf die Reduktionsfirma und alle, die damit zusammenhängen hinter dem Prosieben und sat1 Projekt.

Meine Berührungspunkte mit Shows dieser Art fingen eigentlich auf Premiere an, die sich vor vielen vielen Jahren dazu entschlossen haben, eine WG mit den Kameras zu begleiten und somit “das wahre Leben” zu zeigen. In der gleichnamigen Sendung wurden aber damals noch dafür geeignete Personen in ihrem realen Leben gefilmt und auch die persönlichen Diskussionen zu Problemen wurden viel umfangreicher mit den erarbeiteten Lösungen präsentiert. So konnte man täglich aus diesen lernen und war voller Spannung auf die nächsten Schwierigkeiten und wie sie denn umgangen oder gelöst worden. Aber dies war zu Zeiten, als die Wichtigkeit vom Fernsehen nicht ganz so groß war und man noch entsprechenden Mut hatte, so etwas abseits vom Quotendruck zu filmen. Die folgenden Dinge wie Big Brother mit seinen vielen Facetten waren im Grunde nur ein Klatsch von dem ersten, was ich gesehen hatte. Wobei die erste Folge von Big Brother noch am authentischen war und danach konnte man beobachten wie Qualität und Echtheit immer mehr Abnahmen. Gecastete Kandidaten-Zombies, die jeweils für eine Interessengruppe standen oder eine repräsentierten, lebten irgendwo zusammen und sollten sich in ihren Kreisen beweisen.


Dann sollen sie es lieber ehrlich machen wie in den ganzen Skripted Reality-Shows am Mittag oder am frühen Abend, zu denen ich nicht viel sagen kann weil ich es nicht gucke. Man liest und hört nur ab und zu davon, wie andere darüber sprechen und weiß auch, dass hier Schauspieler normale Menschen spielen sollen in Situationen, die man eventuell kommen kann. Das läuft meistens zu Zeiten, in denen man entweder schläft oder arbeitet und ist deswegen für mich und eigentlich auch für viele andere nicht interessant. Newtopia war deswegen auch etwas interessanter wegen den Sendeplatz um 19:00 Uhr in sat1 und jetzt wird zu beobachten sein, wie sich Sender und Produktion durch diese schwere Vertrauenskrise verhalten und wie die Reaktionen auch von der Bild, die ja auch in diesem Projekt mit drin steckt im wahrsten Sinne des Wortes, ausfallen werden.


Eine Lehre auf jeden Fall gibt es hier: weiterhin sollte man vielen Dingen im Fernsehen und in den Zeitungen oder natürlich auch in zahlreichen Portalen generell erst einmal keinen Glauben schenken und sie einfach schreiben lassen, man sieht ja an den oben genannten Fällen, dass viele Halbwahrheiten als komplette verkauft wird oder wenn eine story nicht ausreichend ist, wird einfach eine daraus gestrickt. Peinlich ist dieser Vorfall und es bleibt ein sehr negativer Beigeschmack, auch wenn man schon beim zuschauen merkte, dass hier im Hintergrund massiv nachgeholfen wurde. Sollte es wieder mal eines Beweises bedurft haben, dass die Medien es nicht ganz so genau nehmen mit der verkauften Realität, dann war dies sicherlich der offizielle in Form des gesendeten Livestream und den Besprechungen über das weitere Vorgehen in der Scheune bei Newtopia. Alles in Allem also KEINE wirklich guten Bedingungen für die “Neue”, Kate, Karos Nachfolgerin

 

SAT.1 sagt Entschuldigung! Heute in der Nacht war eine Mitarbeiterin der “Newtopia”-Produktionsfirma Talpa Germany…

Posted by Newtopia on Montag, 13. April 2015

Best of…! Deutschlands schnellste Rankingshow auf RTL

Nun hat es mich durch Zufall auch mal erwischt und ich habe zwischendurch nach einem Film an einem Sonntag Best of…! Deutschlands schnellste Rankingshow geschaut – das ist so eine Mischung aus Ups die Pannenshow und anderen ganz witzigen Clips aus dem Internet oder von irgendwelchen Agenturen. Das Ganze geht in etwa eine Stunde und scheint sich über mehrere Teile zu ziehen, so gesehen also eine ganz nette Abwechslung mal – aber wenn man vor dem Computer ist und auf entsprechenden Seiten verkehrt, dann wird man dort auch bestens bedient. Trotzdem ist der Versuch, Internet-Clips vernünftig ins Fernsehen zu transferieren, meiner bescheidenen Meinung nach durchaus geglückt, weil dieser ganze Mix sehr abwechslungsreich und unterhaltsam rüber kommt ohne einen speziellen Anspruch auf Ernsthaftigkeit. So wie damals RTL Samstag Nacht – Kentucky schreit ficken wurde dadurch zum geflügelten Wort wo jeder lachen musste 😀

Dabei scheint es sich also laut TV SPIELFILM – TV Programm mit Live TV
um so etwas wie eine Magazin-Sendung zu handeln mit etwas Ratgeber-Charme, die von einer jungen Blondine zwischendurch moderiert wird. Der Name wird geheim gehalten – auf zahlreichen Portalen, die sich mit der Sendung verfassen, stand “ohne Moderation” und auch nach der Werbepause wurde der Name der hübschen blonden nicht eingeblendet. Insgesamt sind die ganzen Schnipsel, die am Ende ca. eine Stunde Sendezeit füllen sollen, bunt zusammengewürfelt mit einigen Tipps und Tricks für den Alltag oder eben lustige Clips. Wohin also die Show Best of…! Deutschlands schnellste Rankingshow mit dem Zuschauer hin will, bleibt offen und genauso geheimnisvoll wie der Name der Moderatorin. Trotzdem wurde ich um diese Uhrzeit am Sonntagabend nicht durch zu viel Werbung weg gescheucht und habe mich zum Ende der Woche einigermaßen unterhalten gefühlt. Wer jedoch sowieso generell viel RTL schaut oder Fan diverser Clip-Seiten im Internet ist, wird hier nicht viel Neues sehen. Für zu viel Kritik besteht allerdings auch deswegen kein Anlass, weil es ja im Grunde nur eine wilde Sammlung von Dingen ist, die es eh schon mehrere Millionen Mal im Internet geklickt gibt und man daher nicht wirklich viel falsch machen kann.

Mittlerweile ist der Name dann auch durchgesickert und wie TVdigital mitteilt “Seit März moderiert Finger-Erben zudem “Best of! Deutschlands schnellste Ranking-Show“. Die einstündige Sendereihe läuft samstags um 17.45 Uhr.” heißt die Moderatorin also Angela Finger-Erben. Ich hätte das schon fast wieder verdrängt aufgrund anderer Dinge, aber die Google-Suche spült diesen Artikel immer wieder hoch und so sah ich mich genötigt, noch einmal die Recherche-Maschine anzuschmeissen. Ich wünsche der hübschen Blondine weiter alles Gute und viel Erfolg auf ihren Wegen!

Fast & Furious Five – Teil 5 auf RTL

Die erste richtige Action kommt eigentlich erst ab 21:30 Uhr bei dem Film Fast & Furious Five auf RTL, der aber schon um 20:15 Uhr begonnen hat. Das ganze gestaltet sich doch als ziemlich Zähl und wer bei dem Titel wie sonst auch immer viele schnelle Autos und eine gute Story erwartet hat, könnte zumindest im fünften Teil etwas enttäuscht werden. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mir mal wieder einen Film direkt im Fernsehen anschaue und nicht als Aufnahme, um später die Werbung im schnellen Vorlauf zu überbrücken. Daher wird man immer wieder aus der spärlichen Handlung geworfen und der Film verliert an seinem Reiz.


In diesem Teil wollen sie also wieder mal an das liebe Geld eines Drogenbosses und dazu muss in irgendeiner Form in ein Polizeirevier eingedrungen werden, möglichst natürlich ohne dass sowohl die eine als auch die andere Seite in Form der Gesetzgeber davon Wind bekommt. So müssen also von allen Seiten Beteiligten herangezogen werden, die sich in ihrem jeweiligen Fachgebiet auskennen und sich gegenseitig bei dem Coup unterstützen.

Der Film lebt dann auch von Vin Diesel und Paul Walker sowie dieser gewissen Art von Action, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist und so ist wohl Fast & Furious Five in erster Linie für die Fans der ersten Teile gemacht und die anderen wissen schon, was sie erwartet oder warum sie auch schon die ersten Teile nicht alle geschaut haben. Mir persönlich war es im Vergleich zu anderen Filmen, die nicht diesen großen Anspruch haben zu wenig an rasantem Tempo und selbst um einen Film neben her plätschern zu lassen, war es im Grunde enttäuschend. Waren meine Erwartungen schon nicht allzu hoch, aber selbst diese wurden nicht erfüllt.

Erst in der zweiten Hälfte des Films wird es ein bisschen schneller, bunter, und die Szenen haben dann schon eher den Charakter, den man erwartet. Die lange Vorlaufzeit aber, um in die Geschichte rein zukommen und die der Film braucht, ist viel zu lang und so bleibt mein Fazit, dass es ein Film von Fans für Fans dieses Genres bleibt und ich wohl nie einer dieser Reihe werde.

Im Land der Raketenwürmer auf ZDF

Zum Glück habe ich mir vorher nicht ein paar Flaschen kühles Bier extra im Kühlschrank kalt gestellt, um dann zusammen mit einer Schale Chips mich auf den Film Im Land der Raketenwürmer im ZDF zu freuen. Denn dann wäre ich unter Umständen etwas enttäuscht gewesen, denn dieser Film kann sich meiner Ansicht nach nicht entschließen, ob er eher lustig sein soll oder ob es sich um ein anderes Genre halten soll. Die Handlung spielt halt irgendwo in einer Wüste, in der Seismographen plötzlich ausschlagen ob der Aktivitäten unter dem Sand. In diesem Zusammenhang sieht man dann, wie diese Raketenwürmer sich unter dem Sand wühlen und vermutlich irgendwann die Welt beherrschen wollen. Ich weiß es eigentlich nicht so genau, jedenfalls müssen diese mutierten Tiere natürlich ausgerottet werden und so steht der Kampf gegen diese Raketenwürmer im Mittelpunkt.

Im Grunde genommen ist das ein schwelgen in Erinnerungen alter Klassiker wie Godzilla oder ähnlichem Monstern, denen man hier Zeit einräumt. Wirkliche Spannung oder wirklicher Horror kommen natürlich nicht auf und daher ist das wie gesagt mal ganz lustig anzuschauen – aber ernsthaft sich mit der Handlung oder einem wo auch immer versteckten tieferen Sinn zu beschäftigen halte ich hier für Zeitverschwendung. Der Film lief auch eher neben her, darum ärgere ich mich auch nicht so sehr und hab ihn jetzt halt auch mal gesehen. Wer ihn aber nicht gesehen hat, hat auch wirklich nichts verpasst – zwischendrin ein bisschen Glibber und Explosionen durch das Dynamit auf der Jagd nach dem Feind. Das übliche halt etwas hübsch verpackt, für Nostalgiker sicherlich gut geeignet. Kann jetzt aber wieder für die nächsten Jahre zurück in die Schublade, ich werde mir jedenfalls Im Land der Raketenwürmer kein zweites Mal anschauen.

The Fast and the Furious: Tokyo Drift auf VOX

Ja was soll ich sagen – auch dieser Film aus der schon bekannten Reihe erfüllt voll und ganz die Erwartungen, die man an einen Film hat, der sich quasi ausschließlich mit illegalen Autorennen beschäftigt. Heiße Öfen, schnelle Autos mit starken Typen und eine bunte Mischung aus röhrenden Motoren und japanischer Lebenslust. Besonders die Autos stehen natürlich im Vordergrund und hier sind einige wirklich abgefahrene Kisten auf der Piste, sodass das Zuschauen bei The Fast and the Furious: Tokyo Drift auf VOX wirklich Spaß gemacht hat – die Werbung hielt sich sogar auch dezent im Hintergrund und viel kaum auf. Ich glaube die erste Werbung war erst nach 35 Minuten oder so und wurde dann schnell vorgespiegelt weiter geht’s dann im Film bei dem der Schüler nach einem schweren Unfall nach Tokio geschickt wird, aber auch dort relativ fix Zugang zum Autotuning und dem entsprechenden Klientel dort finden konnte.


Natürlich gibt es hier auch einen König seiner Disziplin und so möchte Sean den dort wohl der legendären Drift King auf der Strecke schlagen, das ist so in etwa die einfach gehaltene Handlung und ehrlich gesagt: Mehr braucht es auch nicht für diesen Film, den die Action spricht hier für sich. The Fast and the Furious: Tokyo Drift auf VOX ist ein schneller Film, in dem praktisch keine Langeweile aufkommt und so unterhält der recht ordentlich. Lukas Black spielt die Hauptrolle in diesem Action-Triller aus dem Jahr 2006. Aber nun hat er auch 2015 den Weg in mein Wohnzimmer gefunden und ich kann den Film auf jeden Fall weiter empfehlen.