Opa, ledig, jung mit Steffen Groth – ARD

In dieser netten Komödie werden zwar in erster Linie Alexander Hörbe und Golo Euler als Schauspieler genannt, für mich hat aber die Hauptrolle Steffen Groth als Werner gespielt und gehört daher in der Liste der Darsteller ganz nach oben. Aber wie dem auch sei, war diese Beziehungskomödie auf jeden Fall ein Treffer – Opa Werner geht mit Enkelin auf den Spielplatz und bei näherem Kennenlernen einer anderen singel-Mutter verselbstständigt sich der Eindruck, er sei der Vater von Zora und fortan nimmt er sich dieser Rolle an und spielt für Mutter Kathie den Papa. Mit fortschreitender Filmdauer und einigen Verflechtungen durch seine Tätigkeit als freischaffender Künstler kommt dann doch irgendwann raus, dass es Werner ganz gut in den Kram passte, auf Zora aufzupassen. Irgendwann flog der Zauber natürlich auf, aber das tat dem Film Spaß keinen Abbruch.

Ich mag Fernsehfilme, die mit einer gewissen Leichtigkeit schöne Geschichten erzählen, die zwar lustig sind – dennoch aber nicht als Klamauk enden. Darum ist die Komödie” Opa, ledig, jung” mit Steffen Groth in der ARD ein gutes Beispiel dafür. Zudem war es mal wieder einer der Filme, die in Berlin gedreht worden sind und hat dadurch naturgemäß einen gewissen Wiedererkennungswert. Nike Fuhrmann als Kathie und auch ganz besonders Julia Hartmann als eben Julia boten sehr gute darstellerische Leistungen und rundeten mit ihrer Authentizität die Komödie durchaus ab.

Luke! Die Woche und Ich auf SAT1

Luke Mockridge hatte gleich zum Auftakt Chantal Janzen zu Gast und somit sicherlich viele Fans der schönen Holländerin, die auch wegen ihr eingeschaltet haben. Nach dem Luke nun schon in sämtlichen Formaten die Werbetrommel rührte und unter anderem bei Stefan Raab oder auf Kabel1 beim Spiel der Wolfsburger am Donnerstag Präsenz zeigte, schaute ich mir die Auftakt-Sendung dann auch mal an. Vorfahrt hatte trotzdem die heute Show um 22:30 Uhr und so nahm ich mit der Aufnahme zu etwas späterer Stunde vorlieb.

Luke! Die Woche und ich auf sat1 ist im Grunde ein bunter Mix aus Einspielungen, Interviews, nach gespielten Szenen oder Straßen-Komik mit entsprechend lustigen Situationen. Die neue holländische Wunderwaffe Chantal Janzen kam dann auch zwischendurch immer mal wieder vor und bot diverse Sidekicks mit Luke an in singender Form, was man durchaus als sehr angenehm empfinden konnte. Luke Mockridge kommt der aus der Standup-Szene und trat im Schatten von Stefan Raab bei seinem Aufenthalt am Big Apple positiv in Erscheinung, ist mitunter noch relativ frech und unverbraucht, hat seine Sache in der ersten Sendung am Freitag, den 13. gut gemacht.

Das Filmchen, in dem Luke mit seinem Mini-Panzer Holland annektieren wollte, war ganz o. k. für den Anfang – aber es muss ja auch noch Möglichkeiten geben, sich zu steigern. Potenzial dazu hat auf jeden Fall Lukes Ausflug in ein SM Studio, der natürlich jäh durch die längst fällige Werbung unterbrochen wurde. Immer wenn es spannend wird. Aber die Unterbrechung ist ja auch eine Art von Folter und so können die Zuschauer mit Luke Mockridge fühlen, der vor der Session noch mal Duschen geschickt wird. Schadenfreude wird geweckt als Luke die Peitsche spürt, aber er trotzdem noch weiter die Domina provoziert (Stichwort “nicht für ernst nimmt”).

Luke: “Vielleicht bin ich gar kein Sklave – sondern Manuel Neuer”, das war der gelungene Spruch des Tages und die Art seines Humors. Das Format ist im Grunde eine Mischung aus Joko und Klaas, Street Comedy und TV total. Wer das alles mag, wird auch Luke! Die Woche und ich auf sat1 freitags um 22:30 Uhr mögen. Die Interviews im Einkaufscenter als unbeholfene Reporter waren auch lustig, die mitleidigen Blicke waren spitze. Alles in allem wenig Holzhammer und wie beim Liebeslied für Caro spielt er auch gekonnt mit seinem Charme. Ich habe mich also gut unterhalten gefühlt und kann diese knappe Stunde sowohl weiter empfehlen als auch für mich am Freitagabend einplanen bzw. programmieren.

Final Destination 4 auf Pro 7

Der vierte Teil war mein persönlicher Einstieg in diese Serie und ich war von Beginn an fasziniert von der Detailfreude sowie der Selbstironie, die sich mit und trotz aller Härte in den Bildern durch den ganzen Film zieht. Da, wo andere Filme aufhören, fängt Final Destination erst so richtig an. Im Angesicht der nahenden Katastrophe wird alles genau seziert und in großen Wäldern gezeigt, wie sich die schlimmen Unfälle entwickeln. Diese neue Art der Erzählweise bekommt dieser Film eine ganz besondere Würze und allen den vierten Teil habe ich bestimmt schon drei- oder viermal gesehen.

Die Bilder schlagen einem teilweise so richtig in die Magengrube, wenn zum Beispiel ein Zaunpfahl auf einen Menschen trifft und alle der Reihe nach ihren vorgesehenen Film Tod sterben. Trotzdem schafft es Final Destination immer wieder, die Zuschauer mitzunehmen und zuerst den Schrecken zu zeigen und erst später die Entwicklung. Grund dafür ist der Teenie, der schon vorher in seinem geistigen Auge die Katastrophe kommen sieht und sich dann darauf einzustellen versucht. Nie zuvor habe ich einen Film gleicher Qualität, tiefe und Handlung gesehen – es bleibt beim Zuschauen auch wenig Zeit, durch zu atmen weil der Film von einem Schocker zum nächsten Schocker eilt. Die Filmsequenzen sind teilweise so krass real, dass es schon fast wieder komisch wirkt.

Zuerst der Unfall beim Autorennen, dann die folgenschwere Kettenreaktion ausgelöst durch einen Windhauch vor der Haustür des Wachmannes, der der Freundin des späteren Opfers beim vorherigen Unfall nicht mehr helfen konnte. Die Großaufnahmen im Kosmetik-Salon mit dem Friseur-Stuhl, dem Ventilator und der Büchse waren auch wirklich nicht von schlechten Eltern. So entstehen der wirklich manchmal schreckliche Szenarien. Wie dann der Film auch mit der Neugier oder der Spannung des Zuschauers spielt, ist teilweise unerträglich – natürlich mit einem Augenzwinkern! Denn manchmal wird nur etwas zurückgehalten, damit es später mit noch größerer Wucht auf andere einwirkt.


Perfide wird es natürlich, weil einer der Jugendlichen die Reihenfolge mit ins Spiel bringt und sie nun probieren, das Schicksal zu beeinflussen. Jeder in der Gruppe weiß mittlerweile in etwa, wann er “an der Reihe ist” und dementsprechend stellt man sich auch darauf ein – oder eben auch nicht und muss mit den Konsequenzen leben bzw. nicht mehr leben. Wieso mir persönlich diese ganze Film-Reihe von Final Destination komplett durch die Lappen gegangen ist, kann ich mir nicht erklären. Aber ich denke, der vierte Teil hat großen Appetit gemacht auf mehr bzw. die ersten drei Teile. So ein Film in 3-D-Technik ist bestimmt einerseits ein Vergnügen, andererseits vielleicht auch schon wieder etwas zu nah am Geschehen dran. Manchmal weiß man aber kann nicht, um an seinen Freunden zuerst helfen soll wenn derjenige die Warnung “Hüte dich vor Wasser” erhält.

Also, Final Destination 4 hält einen von Anfang bis zur absolut letzten Sekunde in Atem und ist schnell, brutal, ironisch, komisch und spannend zugleich. Wer Fan dieses Genres ist, wird diesen Film lieben bzw. hat ihn schon lange vor mir im Kino oder im Abendprogramm gesehen. Wenn man natürlich einen sehr guten HD-Fernseher hat, dann wirken diese ganzen Szenarien noch mal ein Stückchen realistischer und die kleinen Schrauben oder winzigen Tropfen sind auf einmal bedrohlich. Ich glaube nun, es ist angekommen, dass ich von dem Film begeistert bin und in für Fans empfehle. Gleichzeitig kann er auch als Warnung wirken vor allen möglichen Unfallursachen und dass man immer auf alle Dinge achten sollte.

James Bond – Im Angesicht des Todes im ZDF

Gleich zu Beginn fühlt man sich wieder in frühere Zeiten der achtziger Jahre zurückversetzt, wenn Duran Duran den Titelsong “Dance into the fire” mit A View To A Kill präsentiert. Zuvor war James Bond in Sibirien für einen schnellen Auftrag und hat sich fünf Tage lang mit einer Assistentin auf der Rückfahrt vergnügt. James Bond 007 wird schon wieder freudig erwartet von Miss Moneypenny und nach einem Besuch beim Pferderennen war er schon wieder mittendrin im Geschehen. Bei einer Verfolgungsjagd auf den Eiffelturm schüttelt Grace Jones als May Day den Geheimagenten ab, er verfolgt sie in einer aus heutiger Sicht kuriosen Art mit einem Auto, das sich nach und nach durch verschiedene Karambolagen erst hinten dann oben und dann bis zur Hälfte reduziert. Zum Schluss springt er von der Brücke auf ein Schiff und verscherzt es sich mit einem Hochzeitspärchen, weil er genau in der Torte landet. Schon interessant, wie sich im Laufe der Jahre die Filme mit James Bond verändert haben und welcher Mittel sie sich bedienen.

Im Laufe des Films wird 007 auf Max Zorin angesetzt, der mit Mineralien seine Vormachtstellung untermauern möchte, indem er Sillicon Valley auslöschen will. Von James Bond wird wieder alles abverlangt, muss mehrfach um sein Leben kämpfen und hat aber auch wieder Begegnungen mit dem weiblichen Geschlecht. Diesmal geht sogar das nicht immer schmerzfrei vonstatten, aber das ist ja eigentlich sogar nicht unüblich. Schließlich bleibt es Aufgabe von James Bond, dem verrückten Max auf die Schliche zu kommen. Er führte Doping durch bei seinen Pferden mit einer ganz bestimmten Methode, die er auch auf andere Dinge umsetzen möchte. Lustig, auch mal wieder eine Kassette in einem waschechten Kassettenrekorder zu sehen, die als Aufnahme ausgetauscht worden ist. Oder das Gewehr, das mit Steinsalz geladen wurde.

Es sind also wie immer viele Szenen mit einem Augenzwinkern versehen, quasi wie ein modernes Märchen und das ist ja auch das, was an Filmen mit James Bond Spaß macht. Im Angesicht des Todes im ZDF ist also ein unterhaltsamer Spionage-Thriller aus dem Jahre 1985 mit vielen bekannten Akteuren wie eben Roger Moore, Grace Jones oder Robert als “M”. Ein Highlight auch aus heutiger Sicht ist die Verfolgungsjagd, wo James Bond in einem Feuerwehrauto ist zusammen mit Stacey (Tanya Roberts), die verzweifelt probiert, Herr (oder Frau) dieses Fahrzeugs zu werden und vom Geheimagenten dirigiert wird. Überhaupt bekommt der Film mit dem Pärchen von James Bond und der Öl-Erbin eine neue Richtung, wird noch etwas lebendiger und erhält mehr Schwung. Ein großes Finale darf natürlich bei einem guten Bond-Film nicht fehlen, diesmal galt als Kulisse die Golden Gate Bridge beim Kampf im und um das Luftschiff. Kann man sich immer wieder mal angucken.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2

Nun habe ich ja schon einige Harry Potter Filme geschaut, so kann man sich dann auch Harry Potter und die Heiligtümer des Todes noch einmal antun. Nicht aus Begeisterung, aber weil es zu einem gewissen Grad für mich auch für die Allgemeinbildung gut ist – schließlich wird über diese ganzen Filme genügend berichtet, Software hergestellt oder Darsteller kommen aus diesem Metier. Diese Filme haben Millionen von Kindern glücklich gemacht, vermutlich sogar auch ein paar Eltern zu Tränen gerührt und die ganze Machart ist trotz der Düsternis handwerklich gut gemacht.

Die Fantasy-Romanreihe von Joanne K. Rowling ist millionenfach als Buch verkauft worden, viele wurden hergestellt und eine ganze Industrie lebte von dem Zauberlehrgang und seinen Geschichten. Daniel Radcliffe ist als Darsteller von Harry Potter weltberühmt geworden, wird aber natürlich auch älter und der Charme des einstigen Kinderstars ist zwar immer noch zweifelsfrei vorhanden – aber um im Bild zu bleiben: der Zauber des Lehrlings verflüchtigt sich eventuell mit der Zeit. So also ist der Teil mit den Heiligtümern des Todes der vorerst letzte Teil der Saga und wird in gewohnter Weise erzählt.

Im Film geht es um die Schlacht von Hogwarts und wer am Ende gewinnen wird – so kann man den ganzen Film auf sich wirken lassen mit den ganzen Effekten, wie zum Beispiel dem der lebendigen Feuer, der als Drachen größten Schaden anrichten kann. Überhaupt sind es die Bilder, die wie immer sehr gelungen sind mit Potters Freunden und Feinden. Der Herrscher Lord Voldemort kämpft aber natürlich weiter um seine Macht, sodass es für den Zauberlehrling mit der Nickelbrille keine einfache Aufgabe werden wird.

Der gesamte Film wirkt aber in seiner Dunkelheit und dem Nebel, den Schnitten in die Vergangenheit und blicken in die Gedanken der Protagonisten eher fremdartig und darum ist das vielleicht ganz gut, wenn diese Serie ein Ende hat. Eventuell gibt es mal irgendwann eine Animation mit dem immer jungen Harry Potter, sodass der Rubel weiter rollen kann. Mir hat jedenfalls Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil zwei nicht wirklich gefallen, alles zugetragen von der Stimmung. “Harry Potter ist tot” sagt dann auch Lord Voldemort, bevor es zum Abschluss aber noch mal eine Abrechnung gibt. So erlebt der letzte Film aus der Harry Potter Reihe doch noch seinen Höhepunkt mit der Schlacht um den Zauberstab, bei der der Gewinner nur zu erahnen ist…………..

Mission Impossible: Phantom Protokoll Pro7

Schon der Anfang war wie immer mit sehr viel Action gefüllt, ein Gefängnisausbruch ermöglicht Agent Ethan Hunt die Befreiung – nun ist er bereit für neue Aufgaben. Im Jahr 2011 verwendete man noch als Hilfsmittel zur Überwachung eine Kamera, die man an einen Ballon gebunden hatte – in der heutigen Zeit wurde man wohl eine drohende verwenden, so schnell verändern sich die Zeiten. Ansonsten wandelt Tom Cruise wieder gewohnt sicher in gefährlichen Gefilden, wird verfolgt und geht seiner Mission in Moskau nach. Gefühlt ist dieser Teil noch ein bisschen schneller als die anderen und die Handlung gut.

Als bei einem Einsatz der gesamte Krempel in die Luft gesprengt wird und Agent Hunt nur mit sehr viel Glück für sich selbst und die Zuschauer nicht dabei getötet wird, nimmt der Film so richtig Fahrt auf. Denn er wird gnadenlos gejagt, die Russen denken, die Amerikaner sind schuld daran und Tom Cruise in seiner Rolle muss nun auf beiden Seiten das Schlimmste verhindern. Ihre Mission führt sie weiter nach Dubai, genauer gesagt in das unauffällige und unscheinbare höchste Gebäude der Welt, dem Hotel Burj Khalifa. Technisch und dramaturgisch ist auch dieser Abschnitt perfekt inszeniert, bietet ein Maximum an Spannung und Action. Um die Server im Hotel zu beeinflussen, damit die Manipulation funktioniert, muss Agent Hunt von außen die Fassade entlang klettern. Spektakuläre Bilder und ein Highlight in diesem Film.


Das Team rund um Tom Cruise und Paula Patton als Jane Carter ist ja seit der Fahrt in die Emirate auf sich allein gestellt, aber nicht nur deswegen gestaltet sich die Verfolgung und die Jagd zugleich schwieriger als gedacht. Ein weiteres Highlight ist dann auch, als Agent Hunt in einem Sandsturm den Terroristen jagt – erst zu Fuß, und dann mit dem Auto. Ohne Atempause. Die Reise geht weiter nach Indien, wo Jane Carter einen Medienmogul an der Angel hat, während der zweite Teil des Teams in einen Computerraum eindringt. Zum Glück sind die Werbepausen bei dieser Wiederholung in der Nacht relativ kurz und lassen sich schnell im Vorlauf erledigen.

Irrsinnig auch der Kampf um den Koffer im Autohaus, auf solche Ideen muss man erst mal kommen und so springt der Film Mission Impossible Phantom Protokoll von einem Höhepunkt zum nächsten, keine Atempause für Agent Hunt und den Zuschauer. Vielleicht ist die Schnelligkeit dieses Films auch ein Merkmal des Regisseurs Brad Bird, der sich bislang erfolgreich um Animationsfilme gekümmert hat. In jedem Fall war der Film ein Vergnügen und kann zu 100 Prozent weiter empfohlen werden, lohnt sich auch ein zweites Mal anzuschauen. Daumen hoch.

 

Madagaskar 3 – Flucht durch Europa auf RTL

Zwischendurch kann man immer mal neben den normalen Sportübertragungen oder Filmen eine gelungene Animation schauen, so kam ich auf den Pixar Madagaskar 3. so befinden sich in diesem Teil die Protagonisten des Films auf einer abenteuerlichen Flucht quer durch Europa. Nilpferd, Elefanten, Zebra und weiteres Getier befinden sich also ständig in Bewegung und führen wilde Dialoge. Ihre Flucht führte unter anderem in einen Zirkus und auch dort wird es lustig und erlebnisreich. Es gibt ja verschiedene Produktionsfirmen, die Animationsfilme erstellen und diese Art hier gefällt mir sehr. Es ist extrem turbulent und lustig, die Figuren und Tiere sehr schnell und flüssig animiert mit vielen kleinen Anekdoten rund um die Hauptgeschichte. Den dritten Teil von Madagaskar kann man sich in jedem Fall auch noch ein zweites oder drittes Mal anschauen.


Die Wiederholung kam nachts und deshalb hielt sich die Werbung in Grenzen, ansonsten ist es bei diesem Film nicht schlimm gewesen, wenn die Handlung zwischendurch unterbrochen wird. Bei Madagaskar 3 ist so gut wie keine Langeweile verzeichnen, schnelllebig und quirlig wuseln die animierten Tiere durch den Film und alle wären sich gemeinschaftlich gegen Angriffe. Insgesamt sind die 100 Minuten minus der Werbung schnell vergangen und es bleibt ein positiver Gesamteindruck hängen. Mehr aber auch nicht, denn irgendwann schalte ich bei dem ganzen Gespringe und Gehüpfe einen Gang runter und verfolge das nur noch nebenbei. Alles aber sehr gute Arbeit als Gesamtpaket darum kann ich Madagaskar 3 – Flucht durch Europa auf RTL oder anderswo empfehlen!

Abraham Lincoln: Vampirjäger auf Pro7

Mittlerweile habe ich ja verschiedene Vampirfilme schon geschaut und hatte eigentlich eher höhere Erwartungen an diesen Filmen auf Prosieben, aber irgendwie verfiel mein Interesse mit zunehmender Laufzeit dieses Films. Benjamin Walker und Anthony Mackie spielen in diesem Film von 2012 die Hauptrollen, in dem es um die Abschaffung der Sklaverei und natürlich somit auch für Abraham Lincoln gegen Rassismus geht. Aber dieser Kampf hat noch den Nebeneffekt, dass Lincoln den Vampiren die Nahrung damit entziehen möchte – das ist in etwa die story, die einen beim Film Abraham Lincoln: Vampirjäger erwartet.

Es mag sicherlich auch viele Fans geben, die diese Erzählweise und Machart mögen. Mich hat dieser Film schon im ersten Drittel nicht direkt erreicht, dennoch habe ich in weiter geschaut und entwickelt irgendwann auch eine gewisse Dynamik, sodass es wenigstens nicht immer langweilig ist. Das Portal gamona bezeichnet ihn dann auch als “Mit Abraham Lincoln Vampirjäger kommt zwar nicht der beste Film dieses Sub-Genres, aber zumindest haben die Vampire hier ordentlich Biss. Der Horrorfilm läuft am Sonntag (…)” – Das kann man so interpretieren, dass er unterhaltsam ist, aber kein wirkliches Highlight darstellt.


Einen bei Prosieben bekanntes Problem ist bei solchen Filmen auch immer die eine oder andere Werbeunterbrechung, bei meinen aus der gesamten Szene rausgeschmissen wird und man wieder neuen Anlauf braucht, um in die Handlung wieder reinzukommen. So findet immer eine Möglichkeit statt, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen und den Film dabei aus seinem Kopf zu verlieren. Dabei hat der Film eigentlich eine wichtige Aussage, die auch ein User auf moviepilot.de recht gut zusammenfasst: “Abraham Lincoln Vampirjäger ist ein Vampirfilm, der mit mit einigen neuen Ideen aufwartet, die nicht alle gut umgesetzt wurden. Er bietet eine Story, in der die Vampirjagd in Kontext mit dem Amerikanischen Bürgerkrieg und der Sklaverei gestellt wird. Die Darsteller sind okay und die Bilder (die manchmal splatterhaft wirkenden), die bewußt auf zu viel Farbe verzichten und somit gut in die Zeit, in der der Film spielt, passen, sind zum Teil sehr schön anzuschauen. Das wars aber dann auch schon.”