Russell Crowe als Robin Hood von 2010 im ZDF

Der Montagsfilm im ZDF war diesmal ein klassischer Streifen – Russell Crowe schlüpfte hier in die Rolle des Robin Hood und Cate Blanchett bereicherte den Film als Marion Loxley. Ab und zu sehe ich mal ganz gerne Historienfilme und diesen aus dem Jahr 2010 habe ich noch nicht gesehen. Immerhin wurde er als Eröffnung beim Filmfestival von Cannes gezeigt und das will schon etwas heißen, bürgt für Qualität. Darum reiht sich auch dieser Montagsfilm fast nahtlos ein in die erfolgreich ausgewählten Filme im ZDF, die meinen um 22:15 Uhr ohne Werbeunterbrechung genießen kann. Hier ist mal ein YouTube-Trailer in 2:20 Minuten.

 

Da man natürlich in seinem Leben schon diverse Robin Hood- Verfilmungen geschaut hat, sagen einem natürlich die in moderner und besserer Qualität eher zu als irgendwelche alten Schinken. So gibt es hier einige detaillierte Szenen, die nicht zu Unrecht erst nach 22:00 Uhr gezeigt werden und in HD sowie 16:9 sehr realistisch auf dem Fernsehbild zum Erscheinen. Aber diesen Film im ZDF als brutal abzutun, würde ihm nicht gerecht werden.

Wohltuend fällt in jedem Fall auf, dass sich die Version aus dem Jahr 2010 etwas tiefergehender mit der Person von Robin Longstride alias Robin Hood beschäftigt und ein Bild von ihm zeichnet, dass weit über das hinausgeht, was man in den bisherigen zahlreichen Filmen dieses Themas gesehen hat. Aus diesem Film stammt auch das weltberühmte Zitat “Der König ist tot! Lang lebe der König!”. Auf moviepilot.de gibt es wie immer umfangreichen Lesestoff sowie Kritiken und Kommentare. Mir geht es hier in diesen Beiträgen nicht in erster Linie um den Inhalt oder die Qualität, sondern in der Rubrik Film möchte ich für mich nur festhalten, welche Filme ich schon wo gesehen habe und damit unter  günstigsten Umständen eine Hilfe sein für andere Leute.

Mein erster Eindruck von Newtopia

Newtopia – Meistens schaue ich Premieren-Sendungen an, danach ergibt es sich automatisch ob und wie lange ich einer und mehr Folgen die Stange halte oder eben nicht. Hier ist es so, dass in der ersten Sendung wirklich nur erst mal Wert auf die handelnden Personen gelegt wurde – so konnte man sich in etwa ein Bild machen, um welche Charaktere es sich so handeln wird. Jeder hat natürlich eine “Berufung” entweder als Landwirt, Lehrer, Schüler oder Lebenskünstler. Alle wollen und sollen 365 Tage in dem Ressort nahe Königswusterhausen bei Berlin verbleiben und man wird sehen, wie sich alles aufeinander aufbaut und wie wirtschaftlich die Protagonisten handeln werden bzw. welcher Drang sich durchsetzt: Handel oder Alternativen zur Selbstversorgung. Spannend ist das Projekt in jedem Falle – wie sich das entwickelt, bleibt abzuwarten und hängt dann davon ab, wie interessant es wird bzw. wie es dadurch vom Zuschauer angenommen wird oder eben auch nicht. Wahlweise kann SAT.1 ja auch die Serie auf kabel1 abschieben. Heute war natürlich noch wenig eigentliche Handlung durch den Einzug und die Möglichkeit, noch wichtige Dinge für die Community von zu Hause zu holen. Als erstes musste ein WC gebaut werden.

Das war dann auch Forum eines Plumpsklo´s geschafft und die 1. Geschäfte konnten erfolgreich getätigt werden – in welcher Form dies auch im Rahmen der Gesellschaft mit externen Partnern gelingen wird und ob dies überhaupt so durchgesetzt wird in der Gruppe, wird sich zeigen. Jetzt ist erst einmal Kennenlernphase und es werden erst mal die Kisten ausgepackt, der Inhalt wird verwendet in Form von dem Werkzeug und anderen Utensilien. Ein erstes Bad wurde auch schon genommen, fast alle sind fleißig am werkeln, sägen und arbeiten. Wohl gemerkt fast alle, denn jeder möchte in dieser neuen Welt sofort alte Verhaltensmuster mit hinein nehmen und so bahnen sich demnächst die ersten Konflikte an zwischen denen, die arbeiten und denen, die aus ihren ganz persönlichen Gründen dieses mechanische und terminliche Schuften ablehnen. Die Zeit drängt nur beim Strom, der wurde jetzt beantragt und es wird noch einige lange Tage dauern, bis überhaupt irgendetwas, was eine Steckdose benötigt, arbeiten kann. Bis dahin können die Menschen drinnen sich weiter beschnuppern und die einen oder anderen vier Augengespräche führen. Noch sind naturgemäß alle wohlgelaunt mehr oder weniger und es bleibt zu beobachten, inwieweit diese gute Laune bleibt.

Schon am dritten Tag zog der erste aus, Lenny hatte sehr großen Liebeskummer und die Aufgabe, mehrere Wochen oder gar Monate einem Jahr weg von seiner Freundin zu sein, war für ihn zu groß. Man fragt sich natürlich, was passiert bei einem privaten Auslandsaufenthalt oder ähnlichen Dingen, die immer mal wieder passieren können – dieser aufgeteilt in Newtopia war für ihn sehr kurz und wohl auch als Eingeständnis zu verstehen, dass er ohne seine große Liebe nicht kann. Wer weiß, wofür diese Erkenntnis noch in der Zukunft gut ist. Jetzt zieht eine neue Person ein, die sich hoffentlich klarer über die Auswirkungen eines solchen Projekts auf das Privatleben ist und entsprechend mental gefestigt in das Camp zieht. Ansonsten geht der Aufbau weiter, Lebensmittel wurden per Großauftrag von Rewe bestellt und so können sich die Bewohner und das Unternehmen herzlich bedanken für die riesige Order und die Werbung, die aber in den ersten Folgen noch erfrischend wenig Sendezeit einnimmt.

Spider Man II auf Pro7

Spider Man II überraschte mich an einem Mittwoch, an dem ich normalerweise nur TV-Durchschnittsware erwarte, auf ProSieben. Der zweite Teil ist sehr Action-lastig und unterhaltsam, fing um 20:15 Uhr an und dauerte bis TV total um 22:55 Uhr.

Wie gewohnt befindet sich der Protagonist Peter Parker im Konflikt mit sich selbst und seinen beiden Wirklichkeiten, zwischen der Figur mit dem Spinnennetz auf dem roten Anzug und seiner realen Arbeit. Toby Maguire spielt neben Kirsten Dunst wieder die Hauptrolle in dem Film aus dem Jahr 2004. Mir hat Spider Man II sehr gut gefallen, auch als der Superheld in der Mitte des Films nur als Privatperson Peter Parker unterwegs war. Aber die üblichen Gegner nehmen darauf keine Rücksicht und so war es nur eine Frage der Zeit, bis der Spinnenmann wieder die Fäden zwischen den Häuserwänden zieht. Die Mischung aus Liebe, Action und ein bisschen Drama ist auf jeden Fall gelungen und bietet so gutes Kino. Trailer:

Herr der Ringe – Rückkehr des Königs in SAT.1

Mit drei Stunden 48 Minuten muss man reichlich Zeit einplanen, um “Der Herr der Ringe – Rückkehr des Königs” in SAT1 zu genießen. Natürlich muss man noch eine gute Stunde abziehen für die Werbung, aber insgesamt kann sich das schon ziemlich in die Länge ziehen. Man sollte auf jeden Fall nichts weiter vorhaben in der Zeit.

Mit dabei sind natürlich auch wieder die Hobbits und der lustige Geselle Gollum, mehr Informationen zur eigentlichen Handlung gibt es auf Wikipedia oder filmstarts oder moviepilot – das sind m.E. auch immer die Quellen mit den besten Kritiken und Beurteilungen im Netz. Manchmal lohnt sich das Einlesen in eine Materie parallel zum Filmgucken oder vorher. Inzwischen gibt es nach 20 Minuten die erste Werbung auf SAT.1, nachdem der erste Abschnitt eine gute Einleitung bot. Man sollte aber schon hier sagen, dass die erste Teile zum besseren Verständnis quasi Pflicht sind.

Nach über zwölf Minuten Werbefolter ging es für die Zuschauer von SAT.1 weiter oder man schaut es eben auf DVD oder spult die Aufnahme vor. Dann wieder eine halbe Stunde Film, bevor wieder Reklame kam und danach Smeagol versucht, Unfrieden zu stiften zwischen Frodo und Sam. Es werden bei “Herr der Ringe – Rückkehr des Königs” mehrere Geschichten parallel erzählt, die aber alle in einem gewissen Zusammenhang stehen. Apropos, parallel kann man sich auch mal ein paar Trailer anschauen auf YouTube, zum Beispiel den in HD Deutsch oder Königs Aragorns Rede am Schwarzen Tor.

Beeindruckend sind die Szenen des Aufmarsches vor der Schlacht, sowohl filmisch als auch technisch sehr gut inszeniert – genauso wie der Sturm auf die Burg. Teils etwas plötzlich fand man sich dann ohne einen Hinweis wieder in der Werbung wieder, aber die “Rückkehr des Königs” arbeitet davor und danach mit starken Bildern und guten Effekten. Da war ja alles dabei und es wurden Köpfe sowie Gliedmaßen abgehackt, dass es nur so eine Freude war. 

Insgesamt konnte man sich das Ganze mal Anschauen, aber wer jetzt nicht Fan solcher Schinken ist, für den ist das eher nichts. Mir hat die Rückkehr des Königs ganz gut gefallen und damit wurde auch für mich ein Abschluss der Herr der Ringe-Trilogie geschaffen.

Die Vermessung der Welt in der ARD

Jetzt hat mich der Film die Vermessung der Welt auch erreicht und ich muss sagen, dass ich für mich diesen Film nicht wirklich irgendwie einordnen kann. Aber vielleicht ist der Streifen gar nicht dazu geeignet, in eine Schublade gesteckt zu werden und so bleibt es einem selbst überlassen, ihn als Komödie oder Abenteuerfilm oder sogar Drama zu sehen. Er erzählt die Geschichte Alexander von Humboldt´s auf seiner Reise, die Erde als Fläche zu vermessen. Aber auch das Leben von seinem Begleiter Carl Friedrich Gauß wird hier geschildert, beginnend bei beiden in den Kinderjahren und der Schule sowie den späteren Verlauf der Reise.

Trotz der Schwierigkeiten, den Film die Vermessung der Welt in irgendein Genre zu packen, kann man sich sehr gut auf ihn einlassen. Er ist sowohl lehrreich als auch durchaus unterhaltsam mit abenteuerlichen Elementen. Detlev Buck führte in dieser deutsch-österreichischen Produktion Regie, die in einer schönen Erzählweise die Erlebnisse sowohl des Mathematikers als auch des geographischen Wissenschaftlers mit all ihren Gegensätzen und den Beziehungen in Szene setzt. Interessanterweise wird der Film die Vermessung der Welt nie langweilig, obwohl das Tempo eher gering ist und mit verschiedenen Zeitabschnitten gearbeitet wird.

Zusammenfassend bleibt aber zu sagen, dass es jetzt kein Mega-Highlight war, was mich hier erwartet hat – eher grundsolides Kino durchaus mit Tiefgang und Witz.

Sind denn alle Männer Schweine in SAT1

Also das war wirklich mal eine sehr gelungene Komödie, die SAT1 hier aus der Kiste gezogen hat. Ausgestattet mit hervorragenden Schauspielern, einer sehr nett ausgedachten Story mit Witz und Charme. Einige Momente in dem Film “Sind denn alle Männer Schweine” in SAT.1 muten natürlich etwas kurios an, aber es ist eben ein modernes Märchen. Auf die Idee, dass eine Frau plötzlich die Gedanken von Männern in Ihrer Nähe “hören“ kann, muss man erst mal kommen – sie tut dem Film aber sehr gut und wird auch nicht extrem überstrapaziert.

Regelmäßige Fernsehzuschauer dürften hier auf einige alte Bekannte gestoßen sein, so ist wohl die Freundin von Maja die frühere Tochter aus Wolfs Revier und der Liebhaber der Mandantin war früher mal bei den “Roten Rosen” in der ARD. Die Hauptdarstellerin Valerie Niehaus hat mir wirklich sehr gut gefallen, authentisch gespielt die Rolle und von der Art her sehr sympathisch. Sie stolpert also auf ihrem beruflichen Weg über eine alte Affäre, in die sie sich wieder neu verliebt in Person von Oliver Mommsen. Zwischendurch macht ihr Chef Mathieu Carrière als Doktor Baldus oft genug Feuer unterm Hintern in der Anwaltskanzlei.

Die Erzählweise aus Sicht ihres pubertären Sohnes finde ich auch sehr gelungen, was der Komödie “Sind denn alle Männer Schweine” in SAT.1 noch mal einen besonderen Touch gibt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und würde mir diese kleine Beziehungskomödie vielleicht sogar ein zweites Mal anschauen! Zumal es auch in meiner Heimatstadt Berlin gedreht wurde und somit ist noch mal eine Verbindung mehr geknüpft, um sich positiv daran zu erinnern.

Penélope Cruz erlebt Abenteuer in der Wüste Sahara auf RTL

Eigentlich Wahnsinn, dass der Film „Sahara – Abenteuer in der Wüste“ auch am Nachmittag auf RTL als Wiederholung zu sehen war, ist es doch teilweise ein ganz schönes Gemetzel in der Wüste. Die Handlung gleicht dem üblichen Muster, irgendwo wartet ein Schatz, den es zu finden und zu bergen gilt. Auf dem Weg dorthin erleben in diesem Fall die Abenteurer in dem Film viele kritische und skurrile Situationen, die sie nur mit geladenen Waffen überleben. Immerhin ist die Sahara als Filmkulisse sehenswert und durch ständig eintretende Ereignisse ist der Film auch keinesfalls langweilig. Zuvor hatte ich von diesem Film noch nichts weiter gehört oder gelesen, umso gespannter verfolgte ich die Handlung von Anfang bis Ende. Hat auf jeden Fall so ein bisschen etwas von Indiana Jones, nur diesmal in Afrika. Die hübsche Schauspielerin Penélope Cruz, die nach der Ursache einer gefährlichen Krankheit forscht, wird auf jeden Fall gut gespielt und verleiht dem Film noch einen mahnenden Charakter. So gesehen ist „Sahara – Abenteuer in der Wüste“ eine Mischung aus vielem: Action, in einigen Szenen auch etwas Komödie, Abenteuer und Krimi. Als sich herausstellt, dass die Krankheiten durch das Wasser übertragen werden, nimmt der Film noch zusätzlich Fahrt auf und die Gegner, die mit der Vergiftung zu tun haben, werden jetzt natürlich aufgeschreckt. Auch das letzte Drittel ist im Grunde relativ unterhaltsam und turbulent, so findet der Film “Sahara – Abenteuer in der Wüste” noch ein versöhnliches Ende und bleibt insgesamt positiv in Erinnerung. Die Welt ist gerettet.

Mission: impossible – der erste Teil mit Tom Cruise auf Pro7

Mission: impossible ist ein hervorragender Spionage-Thriller mit Tom Cruise in der Hauptrolle, in dem der Zuschauer ständig unter Spannung gehalten wird durch permanente Wechsel in der Dramaturgie. Schnelle Schnitte und ein herrliches Versteckspiel zwischen den einzelnen Agenten. Die wohl bekannteste Filmszene ist die, als Tom Cruise bzw. Ethan Hunt im Hochsicherheit Trakt im wahrsten Sinne des Wortes in den Seilen hängt wie eine Spinne, um den Boden nicht zu berühren oder die Temperatur im Raum nichts zu verändern. Im Großen und Ganzen also ein guter Action-Film, in dem nie Langeweile aufkommt. Schon tot geglaubte tauchen plötzlich wieder auf und wenn man denkt, die Situation ist geklärt – das Gegenteil ist der Fall. Das macht Mission:Impossible zu einem kurzweiligen Fernsehen-Vergnügen. Da die Aufnahmen nachts auf Prosieben erfolgte, konnte der Film beim Anschauen komplett ohne Werbung genossen werden. Insgesamt war es also positiv beeindruckt von diesem Film mit Tom Cruise und werde mir die anderen Teile ebenfalls noch einmal anschauen. Weitere Informationen bekommt man wie üblich über Wikipedia oder zum Beispiel bei moviepilot mit ihren ganzen Bewertungen und User-Urteilen. Da freut man sich also nicht nur auf den nächsten Teil, sondern auch auf Teil 5