Sci-Fi-Film Darkest Hour auf Pro7

Der Film Darkest Hour fing eigentlich ganz vielversprechend an, nachdem Stefan Raab mal wieder auf Prosieben nicht geschlagen werden konnte. Zwei Leute die bei einer Internet-Erfindung gelinkt wurden, strandeten in einer Bar – dann fällt plötzlich der Strom aus und auch die Handys können nicht mehr benutzt werden. Etwas wie Wetterleuchten erscheinen am Himmel und schwebende Kugeln bewegen sich auf die fassungslosen Menschen und die Gebäude zu. Es scheint elektromagnetisch zu sein und niemand kann sich einen Reim auf die nun basierenden Geschehnisse machen, aber es bildet eine Schutzschicht um sich selbst und ist nicht kaputt zu bekommen. Aus diesem Szenario entwickelt sich die Geschichte, wirkt etwas weit hergeholt aber lässt sich durchaus anschauen. Wer dieser Masse zu nahe kommt, wird im wahrsten Sinne des Wortes pulverisiert. Das sollte genug Stoff geben für eine spannende Story und somit einen abwechslungsreichen Film. 

Bei den meisten Bewertungsportalen für Filme bekommt Darkest Hour in etwa die Hälfte aller möglichen Punkte und erhielt sowohl positive als auch negative Kritik. Mögen die einen noch von der etwas anderen, innovativeren Art der technischen Effekte beeindruckt gewesen seien, beanstanden andere die etwas undurchsichtige Handlung und eine eher überschaubare Spannung. Für mich stellt der Film kein absolutes Highlight dar, es ist ein typischer fiktionaler Streifen mit einem absehbaren roten Faden. 2011 kam er wohl in die Kinos und soll in 3-D-Technik gedreht worden seien, eventuell erreicht der Film Darkest Hour dreidimensional noch einmal andere Sphären.

The Big Surprise mit Palina auf Pro7 war starkes Programm

Die große Überraschung – „The Big Surprise“ hat voll eingeschlagen bei ihrer ersten Sendung auf Prosieben. Egal ob Palina mit ihrem Team harmlose Menschen bis zur Weißglut treibt oder einfach nur zu Tränen rührt, durch die große Überraschung am Ende wird jede kleine Geschichte zu einem tollen Erlebnis und die Zuschauer können praktisch hautnah dabei sein. Denn in den ausgewählten Fällen werden die Menschen mit versteckter Kamera und der Hilfe von Freunden in Situationen gebracht, die sie an ihre Grenzen führen und manchmal auch darüber hinaus. Dabei geht es ausnahmsweise mal nicht um sportliche Dinge oder ähnliches sondern zum Beispiel im ersten Fall macht sogar auch die Band The Boss Hoss mit, als sie einen Praktikanten bei einem Interview hinters Licht führen und immer wieder mit Gehässigkeiten nachlegen.

Traum und Albtraum liegen bei diesen Spielen mit versteckter Kamera sehr nahe beieinander und so können sich die gefilmten Personen danach einen lange gehegten Wunschtraum erfüllen, wie zum Beispiel die Studentin, die eigentlich nur in einer Backstube am Wochenende aushilft und plötzlich mit über sie hereinbrechenden Situationen fertig werden muss. Geschickt wird dabei die Fallhöhe noch einmal erhöht, in dem sie vorher in einem Vieraugengespräch von der Chefin sogar noch befördert wird und sie bei einem Personaler im Gespräch die Bürde der Verantwortung aufgehalst bekommt. Und schon sieht sie sich meckernden Kunden, einer Kollegin mit wenig bis gar keinem Sozialverhalten oder sogar einem Krankheitsfall mit anschließendem Polizeieinsatz gegenübergestellt. Das alles ist deswegen auch so spannend, weil es nicht nur 3-Minuten-Filmchen sind, sondern alles sehr detailliert vorbereitet ist und durchaus etwas sadistisch anmutend über einen längeren Zeitraum gehen kann.

So hat der Zuschauer bestimmt 20-30 Minuten seinen Spaß, wenn zum Beispiel ein Student beschuldigt wird, bei den Prüfungen manipuliert zu haben und er vor einer Klasse mit nicht lösbaren Fragen konfrontiert wird oder bei der Prüfungskommission plötzlich blass aussieht. Der Gesichtsausdruck, der zum Höhepunkt die seit sechs Jahren nicht mehr gesehenen Eltern dem Studenten entspringt, entschädigt aber sowohl die Beteiligten Protagonisten als auch die Zuschauer, die ganz gerührt bei diesen Szenen vor dem Fernseher sitzen. Ich fand das alles sehr gut inszeniert und die Paulina macht auch hierbei eine sehr gute Figur, nur als sie gefühlt fast täglich in sämtlichen Programmen zu sehen war, fand ich das eine Prise zu viel – dann lieber eine Surprise, besser gesagt „The Big Surprise“

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels auf Pro7

Steven Spielberg ist hier wieder ein wahres Meisterwerk gelungen mit Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, in dem er Harrison Ford hervorragend in Szene setzt und ihn in gewohnt spektakulärer Form seine Abenteuer erleben lässt. Diesmal wird er von sowjetischen Agenten entführt und muss sich im Laufe des Films mit seinen Gegnern auseinandersetzen. Dabei trifft er auch auf viele Freunde, die nun falsch sind und mitgetränkten Kartenspielen. Wer Action und Abenteuer erwartet bei Indiana Jones, der wird es auch geliefert bekommen – nie kommt Langeweile auf und man kann das Königreich des Kristallschädels mehrere Male im Fernsehen anschauen, so kurzweilig und in Teilen auch lustig ist dieser Klassiker. Meist sind Fortsetzungen nach Kino-Erfolgen ja nicht wirklich gelungen, aber jeder Teil von Indiana Jones ist eigentlich zu empfehlen.

Die Mischung der im Laufe der Geschichte zusammengewürfelten Truppe aus Indiana Jones, dem jungen Mutt und der Mutter Marion ergibt witzige Dialoge und offenbart bei Indiana Jones, dass er auch nicht mehr der Jüngste ist und es Zeit für einen Generationenwechsel sein könnte. Aber alle werden immer noch und im Laufe des ganzen Films von den Russen gejagt, können kaum eine Minute durchatmen und wissen sich aber trotzdem zu wehren. Über 150 Minuten Spielfilmvergnügen abzüglich der Werbung hat Prosieben hier versendet, zwei Stunden 38 Minuten und wenn man die Werbung fleißig vor spult, dann macht der Film richtig Spaß.

Mit Henry Jones Junior und seiner Mutter sowie Indianer kämpft nun also die ganze Familie gegen das Böse! Denn auf der anderen Seite steht immer noch sein alter Kumpel Mac, der übergelaufen ist und nun zum Gegner geworden ist. Durch den Einfall mit der Familie bekommt das übliche Indiana Jones-Spektakel noch einmal eine ganz persönliche Note und macht diesen Teil um das Königreich des Kristallschädels sogar fast schon etwas sehenswerter, als andere Teile. Die Russen als hartnäckige Jägerin von Indiana Jones macht ebenfalls eine gute Figur und setzt eine schöne Nuance statt immer dem gleichen einerlei. Rasante Verfolgungsjagden, viele schnelle Szenen und Detailfreude machen das Kinovergnügen auch zu Hause vor dem Fernseher komplett. Es ist einer der perfekten Filme, die man gesehen haben sollte, auch wenn man ihn schon mehrfach gesehen hat. Steven Spielberg ist hier einmal mehr gelungen, den Zuschauer zu fesseln und zu unterhalten mit einer schlüssigen Handlung und wahnwitzigen Sprüchen.

Alleine das mit den Armeisen und der wilden Fahrt im Auto, das später zu einem Boot wird ist der ganze Film wert. Aber das ist nur eine von vielen kleinen Dingen, bei denen man entweder sich den Bauch halten muss vor Lachen oder den Atem anhält vor Spannung bzw. dramatischen Szenen. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels lässt einen einfach nicht in Ruhe, hat eine tolle Art zu unterhalten und sollte Vorbild sein für viele andere Kinofilme, die noch gedreht werden. Alles in allem rundet dieser Teil die gesamten Indiana Jones-Filme ab und macht einen dicken fetten Strich darunter, wohl wissend, dass alle vorjährigen Teile mindestens gleichwertig waren oder sogar besser. Für alle Fans dieses Genres und Indiana Jones ist dieser Film natürlich ein Muss. Wie ich später erst gelesen habe, spielt Kate Blanchet die Rolle der hoch geschlossenen russischen Jägerin, die Jones und seine Familie nie in Ruhe lässt. Trotzdem, immer wieder gerne – alle Indiana Jones Filme sind von gleich hoher Qualität. Danke.

Warum wählt man eigentlich zur Dschungelprüfung?

Dieses ganze Prinzip auch jetzt wieder beim Dschungelcamp in der aktuellen Staffel will mir immer noch nicht so richtig in den Kopf, dient es doch in erster Linie dazu, beteiligte Personen zu diskreditieren oder vor einer Blamage zu stellen. Denn anders kann ich mir sowohl das Wählverhalten der Zuschauer noch die Kriterien hierzu erklären. Vor vielen Jahren war das meiner Erinnerung nach zu urteilen noch etwas anders – hier wurden meist tapfere Menschen gewählt, die man gerne kämpfen sieht und sich dann mit Ihnen freuen kann. Mit zunehmender Zeit kam es immer mehr in Mode, dass beim Dschungelcamp die Zuschauer ein schwaches Mitglied der Gemeinde gewählt haben, um vermutlich entweder zu sehen wie die Person scheitert oder um Unfrieden innerhalb des Teams zu schüren, sollten nicht genügend Sterne geholt werden. Nun könnte man natürlich sagen, das gehört zum Leben dazu, aber da man als Zuschauer in den wenigen Ausschnitten, die dort RTL zur Verfügung stellt, nun wirklich nicht viel sehen kann für eine ausreichende Beurteilung des Charakters, wird es zunehmend schwieriger, die Wahlen immer nachzuvollziehen.

Vielleicht sollten generell die Beteiligten selbst sich von Anfang an zur Dschungelprüfung wählen, sodass eine gewisse Gewährleistung ist für eine faire Verteilung. Man kann hier sagen, dass es immer Zweier-Teams sein müssen und jeder einmal ran kommt in der Woche und danach wird so wie bisher nominiert. So aber werden jetzt gezielt immer wieder meistens Mädels gewählt, um die oben genannte Wirkung zu erzielen. Die Krönung war letztes Jahr Larissa, die permanent -so jedenfalls die RTL-Darstellung- von den Zuschauern zur Dschungelprüfung gewählt worden ist. Sie mag vielleicht polarisiert haben, andererseits hat man ja fast nur sie im Camp gesehen und so eine Wiederholung des Dschungelcamps von 2014 ist es jetzt aktuell auch. RTL fokussiert sich auf einige Menschen, die vielleicht etwas aktiver sind und dadurch mehr im Bewusstsein der Zuschauer sind. Ich selbst rufe natürlich nicht für irgendeine Person an, darum kann ich es noch viel weniger nachvollziehen.

Warum also wählt man eigentlich zur Dschungelprüfung? Scheinbar überwiegen die Gründe, dass man der auserwählten Person eher eins auswischen möchte als dass man es in irgendeiner Form bestärken will. Darum sollte RTL als Sender hier gegensteuern und diese Komponente etwas spannender machen. Wenn schon die Dschungelprüfungen den Stammzuschauern durchaus bekannt vorkommen, so könnte man an dem Modus schon noch die eine oder andere Schraube drehen, damit es in die heutige Zeit passt. Dafür könnte man irgendwelche anderen von der Essens-Ration unabhängigen Spiele organisieren, auf das die Zuschauer per Telefon oder Facebook Einfluss nehmen können und auch noch allen Beteiligten Spaß macht. Das würde nicht nur den Bewohnern des Dschungelcamps in Australien zugute kommen, sondern würde auch der zunehmenden Langeweile im Camp ob der Unbekanntheit der Protagonisten entgegen steuern.

Abschließend kann man also RTL trotz der relativ guten Quoten nur empfehlen, hier einfach etwas mehr Abwechslung in dieses Spielchen mit den Dschungelprüfungen zu bringen, alternativ kann man auch die Teilnahme verlosen oder an einem internen Wettbewerb im Dschungel koppeln. Das heißt, die Bewohner kämpfen zum Beispiel bei einem Wettbewerb und der letzte hat eben verloren und muss zur Prüfung. Oder es ist mal etwas spannendes bei der Dschungelprüfung, dann kann auch der Sieger mal dort auftauchen. Die Zuschauer wollen in der Stunde zwischen der Werbung durchaus auf etwas höherem Niveau unterhalten werden und dazu gehört eben auch nicht nur das Verfolgen der Lästereien, sondern auch gewisse organisierte Spiele oder Wettbewerbe im Rahmen der Dschungelprüfung im Camp. Auch erfolgreiche Sendungen und Konzepte dürfen sich immer wieder weiterentwickeln, man darf nicht zu große Angst haben, dass die Zuschauer wegen einer kleinen Änderung fernbleiben. Wenn alles gut durchdacht ist und die Mischung stimmt, sowohl zwischen den Bewohnern als auch zwischen den Geschehnissen im Dschungelcamp selber, dann sollte RTL hier nicht bange sein vor einer einbrechen Quote.

Aushilfsgangster mit Ben Stiller auf RTL

Na gut o. k., irgendwie musste ja die Lücke zwischen Tagesschau und Dschungelcamp gefüllt werden, dachte ich mir und so setzte ich mich hin und wollte mir Aushilfsgangster auf RTL mit Ben stiller anschauen. Der Plan war in etwa so, wie der im Film von Angestellten einer Firma, die nun um ihre Altersvorsorge fürchten und einen Coup landen wollen, um an 20 Millionen $ zukommen. Sie hatten ja schließlich vorher reichlich Geld an den Immobilieninvestor gezahlt und auf eine satte Rendite gehofft. So finden sich also genügend Leutchen, um einem Plan auszuhecken – so entwickelt sich langsam die Geschichte und nach nicht einmal einer Stunde kommt dann ein bisschen Fahrt in den Film als Eddie Murphy die Eignung der Protagonisten erfolgreich überprüft hat.

Insgesamt sind mir aber Filme mit Ben stiller nicht so sehr geheuer und ich habe mich selten groß amüsiert. Dadurch aber, dass ich noch einige andere Dinge in der Wohnung zu tun hatte und die Werbung in diesem Fall ertragen bzw. zeitlich überbrücken musste, waren die Längen und Unterbrechungen nicht so schlimm wie sonst. Die Handlung ist sowieso relativ einfach gestrickt mit dem erwarteten Spannungsverlauf und so konnte man zwischendurch immer mal auf die Glotze gucken, wie weit die Hobby-Gangster so sind und zum Ende noch einmal, wie die Panther des Films ist. Ansonsten aber eher belanglos und auch nicht so sonderlich witzig, wie man es bei dem Genre Action und Comedy vielleicht hätte erwarten können.

So blieb genügend Zeit, sich um andere Dinge zu kümmern oder zum Beispiel hier diesen Artikel während dessen zu schreiben. Eventuell ist er für andere Menschen hilfreich, die zwischen zwei Filmen überlegen, welchen sie schauen. Dann nimmt man unter Umständen lieber den anderen. Auch für mich ist es immer wichtig, die Filme zu protokollieren – damit ich im Zweifel in ein paar Jahren einfach nachschauen kann, ob ich den Film Aushilfsgangster schon einmal irgendwo genossen habe oder nicht. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte den Film im Kino gesehen…….. Manchmal sollte man auch die Fernsehunterhaltung durch einen Film am Abend nicht zu hoch bewerten, denn einen schon Ben stiller und Eddie Murphy als Aushilfsgangster nicht wirklich überzeugen können. Nun ist es 21:17 Uhr, es laufen schon wieder diverse Minuten Werbung und schon dazwischen irgendwann gegen 20:45 Uhr war auch schon ein Werbeblock. So macht das RTL-schauen natürlich auch nicht wirklich Spaß und das drückt etwas auf die Stimmung. Immerhin ist mein Abwasch fertig und ich habe etwas sortiert, was ich schon lange mal sortieren wollte.

Walter Freiwald – mach doch einen Job bei YouTube!

Das Dschungelcamp 2015 ist erst ein paar Tage alt und schon kristallisieren sich ein paar Leute positiv wie negativ heraus, dabei muss man allerdings sagen: das ist immer abhängig davon, wie RTL die Menschen dort darstellt und in welcher Frequenz Szenen wiederholt werden oder gefilmt werden. Wenn ich einen Walter Freiwald immer nur dann zeige, wenn er etwas zu meckern hat oder wenn er sich beschwert, dann bekommt der Zuschauer natürlich den Eindruck, dass Walter Freiwald immer nur nörgelt. Zu der Sara habe ich schon in dem anderen Artikel etwas geschrieben – vielleicht wird sie zu oft gezeigt, wo sie nur darüber spricht, dass die schon festgelegtes auf die Prüfung und deswegen wird sie immer genommen. Das ist aber nur eine Theorie, jeder kann normalerweise seine Außenwirkung durch entsprechendes Handeln auch bei Prüfungen selbst beeinflussen.

Aber wenn Walter Freiwald sich nun in sein Schneckenhäuschen zurückzieht, weil er vielleicht zu wenig Zigaretten bekommen hat oder auch aus anderen Gründen, dann kann es durchaus sein, dass er auch sehr herzliche Dialoge geführt hat oder anderen geholfen. Es wird eben nur nicht gezeigt, weil die 1 Stunde minus Werbung minus Werbung (also mindestens zweimal) viel zu wenig Spielraum lässt, um alles zu zeigen. Außerdem möchte RTL ja scheinbar auf bestimmte Personen besonders Fokus legen, denn sonst wäre Aurelio oder andere viel öfter mal zu sehen, wenn sie sprechen. Nun scheinen aber schon nach zwei Tagen einige Patienten dort zu sein, die öfter in die Apotheke oder zum Dschungel-Arzt gehen müssen. Das behindert natürlich einen alltäglichen Ablauf und das kann nicht jeder gleich gesehen werden.

Walter Freiwald könnte doch einen Job bei YouTube machen

Aber zum Thema Walter Freiwald und Job: er ist doch sehr multifunktionell einsetzbar, so wie er es selber sagt. Er kann moderieren, er kann präsentieren, er kann seine Meinung äußern, er spricht gerne, er hat Erfahrungen mit der Kamera, er hat einen gewissen Bekanntheitsgrad, er ist im Grunde neutral betrachtet immer noch relativ beliebt, er sollte einige Leute aus den Medien immer noch kennen oder sie ihn – was liegt also näher, das zu machen was viele andere völlig Unbekannte sich selber innerhalb von ein paar Monaten aufgebaut haben? Walter Freiwald könnte doch einen Job bei YouTube machen, also einen eigenen Kanal anmelden und dann einfach loslegen vor der Kamera und über Gott und die Welt oder später vielleicht auch Waren (?) sprechen. Ich denke mal, ein paar tausend Klicks kommen da immer zusammen und wenn die Sache erst mal angerollt ist, dann kann sich das auch zu einem Selbstläufer entwickeln. Er muss halt nur schnell loslegen, damit er nicht nach dem Dschungel in ein weiteres Loch fällt und er wieder Bewerbungen erfolglos schreibt. Man sollte ihm auf jeden Fall Mut zusprechen und wichtig ist in solchen Fällen immer, dass man irgendetwas macht. Egal was, irgendwas.

Das ist nur meine eigene Erfahrung, dass man neben Bewerbungen auch sich um sich selbst kümmern muss. Sei es durch Sport den man macht oder mentale Kraft die man sich irgendwo holt oder eben komplett einfach mal sich einem Projekt widmen, um auch für sich selbst positive Dinge daraus zu ziehen und unter Umständen vielleicht sogar auch einem potentiellen neuen Arbeitgeber ein aktuelles Machwerk aufzuzeigen. So motiviert man sich selber und zeigt dem neuen Arbeitgeber, dass man sich nicht hängen lässt und immer irgendetwas am Laufen hat. So ein YouTube-Kanal ist völlig simpel einzurichten und das kann jeder. Dazu eine digitale Kamera oder bei mir reichen zum Beispiel auch Handy-Filmchen, und schon kann nach einigen Minuten das erste Video hochgeladen werden. Themen sollte er genügend haben, bei 30 Jahren RTL hat man sehr viel erlebt und er scheint auch gerne zu erzählen. Auf dem Wege werden vielleicht andere Menschen wieder auf ihn aufmerksam, klicken das und gucken das oder jemand findet Gefallen an ihm und kann sich überlegen, ihn einzustellen in irgendeiner Form befristet oder unbefristet oder auf Auftragsbasis, das ist ja erst mal zweitrangig.

Schon eine Woche nach dem Dschungel könnte Walter Freiwald sagen “Ich bin ein Star – und ich bin schon drin“ bei YouTube und erzähle gleich mal ungefiltert, was ich im Dschungelcamp so tolles erlebt habe. Manches mag vielleicht ganz anders sein, als es so dargestellt wurde und schon hat man Anknüpfungspunkte für neue Geschichten. Das hat erst mal Aufmerksamkeit, er hat schon einige Zuschauer dann und vielleicht auch Abonnenten und das geht alles dann im Grunde ganz automatisch. Wenn er Glück hat kann er bei Markus Lanz und Konsorten immer mal wieder einen warmen Sitzplatz bekommen und von seinem Kanal erzählen. Scheinbar wird man nicht oft genug irgendwo eingeladen in Talkshows, wenn man zur Zeit nichts aktuelles vorweisen kann oder man geht vielleicht auch nicht gerne selber hin, weil einem das unangenehm ist. Dem könnte man entgegenwirken, indem man das aktuelle Projekt, ein YouTube-Kanal von Walter Freiwald, bewerben kann und so selbstbewusst in ein neues Leben nach dem Dschungelcamp starten kann. Dabei wünsche ich viel Erfolg und alles Gute, Walter!

Sara Dschungelprüfung 0 Punkte? Dann jemand anderes!

Also es kann ja nun nicht sein das die ganze Dschungelprüfung mit der Höhle dort aufgebaut worden ist von RTL und nur, weil die Sara es nicht geschafft hat vom Kopf her wird abgebrochen und die ganze Höhle war umsonst verziert mit netten Tieren oder anderen Geschmacklosigkeiten. Wenn die Zuschauer schon so doof sind, und immer die gleiche Person wählen wie im letzten Jahr 2014, muss man doch nicht die mutigeren Dschungel-Gäste damit alleine lassen und so tun, als wenn es keiner machen würde. Es muss ja nicht immer nur für Sterne sein – es kann auch einfach für die Ehre sein oder um Punkte bei den Zuschauern zu sammeln. Der Jörn oder der Aurelio hätten das zum Beispiel als Männer sicherlich gemacht, um sich selber etwas zu beweisen und etwas Abwechslung im Leben vom Dschungel zu haben. Dann hätte der RTL Zuschauer auch seinen Spaß daran, außerdem hätte sich der eine oder andere Kandidat positiv darstellen können. Das Prinzip, immer die gleiche Person zu wählen von den Zuschauern per Telefon ist gefühlt aus dem letzten Jahrhundert. Normalerweise wäre der Gang der Dinge, dass nach dreimaliger Wahl jemand anders automatisch ran kommen muss und die Person nicht noch mal wieder gewählt werden kann. So wie bei der Hitparade, wonach dreimal auch nicht die gleiche Person noch einmal gewählt werden kann. Das war schon sehr auffällig beim letzten Mal und fängt an zu langweilen.

Der Reiz des Dschungels war auch gerade, die anderen Charaktere näher kennen zu lernen – wenn man aber immer nur das gleiche Geheule von der Sara oder von dem Walter sieht, dann macht das wirklich keinen Spaß. Ansonsten kann man der Sara nur raten, dass sie sich auch einfach krank meldet bei Doktor Bob dann kann sie nicht mehr gewählt werden. Diese Art, auf andere Leute per Telefon einzuprügeln von den Zuschauern, sollte vom Sender unterbunden werden. Außerdem sollte es unter Umständen eine Unterteilung geben, ob jemand zum Beispiel mehr körperlicher Spiele um Punkte machen will oder kann oder mentale Dinge wie Rätsel lösen oder was auch immer. Hier fehlt mir eindeutig der Einfallsreichtum, das wird alles etwas runtergespult weil der Erfolg die letzten Jahre da war. Das bedeutet aber nicht, dass man jetzt immer in das gleiche Schema verfallen muss – Innovationen sollten sein, gerade bei den eigentlich sehr beliebten und attraktiven Dschungelprüfungen. Was hat denn das heute gebracht am Samstagabend? Die Sara wurde gewählt, hat das mental nicht geschafft, ist rausgegangen und musste sich vor dem Team erklären. Der Zuschauer hat eigentlich hier keinen Unterhaltungswert.

District 9 auf Pro Sieben

Als Blockbuster gestartet, aber wohl für mein Verständnis als zu normaler Thriller gelandet. Der Film District 9 handelt von Außerirdischen, die geflüchtet sind und dann in der Folge in diesem Distrikt untergebracht werden. Gesellschaftskritisch könnte man anmerken, dass der Film unter Umständen auf Parallelen zu anderen Flüchtlingen aufmerksam machen will, um eine Unterbringung mit zu viel Personen mahnend zu vermeiden. Denn schnell kommt es zwischen den Außerirdischen zu Streit und Kämpfen, sowohl zwischen den Außerirdischen als auch zwischen diesen und den Menschen.

Die eigentlich hoheitliche Aufgabe der Bewachung wird nach vielen Jahren an eine private Firma namens Multi National United MNU übergeben und das Unheil nimmt seinen Lauf. Ich möchte an dieser Stelle mal auf Quellen hinweisen, die sich mit diesem Film umfangreicher auseinandergesetzt haben als ich – denn persönlich hat mich der Film District neun nicht wirklich angefasst oder emotional berührt. Hier also zum Beispiel der Wikipedia-Beitrag zu dem Film oder, was ich gerne auch parallel immer noch durchlese sind dann Kritiken von Film-Seiten wie moviepilot oder filmstarts – hier bekommt man recht schnell einen guten Überblick, ob der Film lohnenswert ist zum gucken oder auch andere Fakten wie Schauspieler und Meinungen anderer User.

Ansonsten bleibt der Film wie gesagt unter meinen Erwartungen und manchmal passiert es mir dann, dass die Aufmerksamkeit mit der Zeit nachlässt und mein Bedürfnis, mir irgendetwas Verpasstes noch einmal anzuschauen in einem sehr begrenzten Umfang vorhanden ist. Will sagen: es kann einem nicht jeder Film gefallen und selbst Kassenschlager aus längst vergangenen Zeiten müssen im Jahr 2015 oder später nicht zwingend automatisch noch im aktuellen Jahr Spitzenklasse sein, sodass man für sich auch gerne mal einen Film gedanklich abhaken kann. Die Filme entwickeln sich weiter, man vergleicht mit zunehmender Menge an bereits konsumierten Filmen und kommt dann unter Umständen zu dem Schluss, dass andere Filme weitaus besser waren. So gibt es durchaus Zuschauer, denen der ProSieben-Film District 9 gefallen haben könnte – ist akzeptiert und für mich bleibt meine eigene Meinung. Diesen Film werde ich mir sicherlich nicht noch ein zweites Mal anschauen.

Cast Away – Verschollen mit Tom Hanks

Ich war schon sehr gespannt auf diesen Film mit Tom Hanks, schließlich schien sich die ganze Handlung einzig und allein auf einer Insel abzuspielen. Doch es kam glücklicherweise ganz anders: im ersten Teil von Cast Away – Verschollen ging es nur um die Rolle des FedEx-Mitarbeiters Chuck Noland, wie er in seinem Job aufgeht und sowohl sein Team als auch unvorhergesehene Dinge meistert und organisiert. Als er eine Fracht in einem Flugzeug begleitet, gerät der Flieger in ein Unwetter und das Flugzeug stürzt ab. In der Folge rettet sich Chuck auf eine einsame Insel und wartet zunächst auf Rettung. Doch das Leben geht weiter, mit Hunger und Durst stellen sich die ersten Probleme ein, die gelöst werden wollen. In dieser ungewohnten Situation meistert er viele Dinge und lernt mit der Einsamkeit zu leben, bastelt sich ein Gesicht mit dem er sprechen kann und arrangiert sich mit dem neuen Leben auf der Insel.

Der Film Cast Away – Verschollen hat mir sehr sehr gut gefallen und Tom Hanks in seiner Rolle war wirklich prädestiniert für den dort dargestellten Chuck. Auch mit zunehmender Zeit fängt der Film nicht an, langweilig zu werden – obwohl das Leben auf der Insel immer eintöniger wird. Immer ist man gespannt, wie sich der Überlebenswille seine Bahnen bricht mit seinen neu gelernten Fähigkeiten. Auf einmal kann er Feuer machen oder fängt an, nach vier Jahren nach einem zeitlichen Schnitt im Film, ein Boot zu bauen. So beginnt das dritte Drittel mit einem Tom Hanks, der sich im Laufe dieses Streifens auch optisch sehr stark verändert hat mit einem Zottelbart und allen Spuren jahrelangen Lebens in der wilden Natur.

Nach vielen Tagen und wiederum großen Hürden auf dem offenen Meer wird er gerettet – nicht ahnend, dass seine Familie und seine Kollegen nichts von seinem Überleben wussten und das Leben irgendwann seinen normalen Gang weiterging. So traf er auf seine Freundin, die mittlerweile verheiratet ist und Kinder hat. Auch hier gibt es einige schauspielerische Höhepunkte, der Film Cast Away – Verschollen mit Tom Hengst findet die richtige Sprache und kann diesen Widerspruch zwischen dem neuen realen Leben nach der Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit auf der Insel sehr gut verarbeiten. Insgesamt hat mir der Film also sehr gut gefallen, er wurde nie langatmig und erzählte eine schlüssige, nachvollziehbare Geschichte.

The Deaths of Ian Stone auf Pro7 todlangweilig

Aufmerksam bin ich geworden auf den Film durch die anfängliche Eishockey-Szene, aber dann verließ der Film alle realistischen Leitplanken und landete in einem Wirrwarr an diversen Schauplätzen mit teils seltsamen Schnitten. Man hat es etwas schwer, dem Film und dem Sinn zu folgen bis klar wird, dass Ian Stone scheinbar immer um die gleiche Zeit stirbt, wenn die Uhr angehalten ist. So sieht man immer wieder die Hauptperson, wie sie auf unterschiedliche Weise ums Leben kommt, jeden Tag.

Der Film erinnert ein bisschen an “ und täglich grüßt das Murmeltier”, nur verkleidet als Horror-Film. Ursprünglich hatte ich von The Deaths of Ian Stone mehr erwartet, aber mir wurde jetzt auch nicht der Abend verdorben – der Film auf Prosieben kam irgendwann nachts und ich habe ihn aufgenommen, am frühen Abend unter Weglassen der Werbung geschaut und mir nebenbei noch etwas die Zeit vertrieben. Der Film wird mir nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben, höchstens als etwas einfach gestrickter Streifen.

Nie hat mich The Deaths of Ian Stone in irgendeiner Form erreicht oder hat ein Interesse produziert, schon nach 20 Minuten wollte ich eigentlich nur noch wissen, mit welcher Variante der Film endet. Aber es folgte nur wilde Erklärungen, die mich dann selbst auch gar nicht mehr so neugierig gemacht haben und so beschloss ich irgendwann, den Film einfach bis zum Ende durchlaufen zu lassen und nicht weiter darüber nachzudenken. Auf einmal taucht dann immer ein schwarzer Untoter auf, der sich über ihn oder anderer her macht, ab einer gewissen Zeit fängt der Film sogar an, komisch zu werden. Manchmal hatte ich sogar ein kleines Lächeln im Gesicht bei den neuen Situationen wie Ian Stone wohl diesmal ums Leben kommen wird und welch kurioser Geselle ihm dabei helfen wird. Wobei die Schwarzhaarige fand ich dann doch ganz hübsch und generell – wenn dunkelgrauer Qualm aus dem Mund kommt und man ist kein Raucher, dann sollte man zum Arzt gehen. Film ist Schrott.