ARD zeigt in “Rote Rosen” Graffiti mit A.C.A.B.

Da traut man ja seinen Augen kaum! Wer hat denn da gepennt in der ARD? Es war die Folge 1838, die am Dienstag, den 28. Oktober 2014 ausgestrahlt wurde und am Tag darauf morgens wiederholt – auf der Skater-Rampe ist deutlich das feindliche Graffiti “ACAB – All Cops Are BastARDs” zu lesen?! Hat da niemand mal aufgepasst oder sollte das so ganz extrem authentisch wirken? Ich jedenfalls war dann doch erschrocken, dass so in einer Serie vorgesetzt zu bekommen, wie man am Bildschirm-Foto sehen kann (Quelle: TV, ARD):

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In der Szene ist es deutlich im Hintergrund zu sehen und zu Lesen: ACAB und “All Cops Are Bastards” sind dort erkennbar und wurden nicht bei den Dreharbeiten entfernt. Ich hoffe nicht, dass es hier auch noch in anderen Szenen versteckte oder offene Symbole aktueller oder vergangener deutscher Geschichte gibt. Bitte hier um mehr Aufmerksamkeit!

Blonder als die Polizei erlaubt mit Diana Amft

Einfach zurücklehnen und Diana Amft mal nicht in ihrer Serie “Doctor´s Diary”, sonder in einer Krimi-Komödie mit vielen witzigen Momenten und einer abwechslungsreichen Story.

Diana als Dana stolpert als Security-Mitarbeiterin direkt rein in laufende Ermittlungen zu einem Fall im Umfeld des Museums und erlebt fortan turbulente Momente mit dem Ermittler Nils. Sehr lustig erzählt, manchmal etwas klamottig und trotzdem auf jeden Fall sehr unterhaltend. Kritiker könnten urteilen, dass die Geschichte an einigen Stellen etwas überzogen ist – aber das gleichen die Charaktere mit ihrer Lust am Schauspiel wieder aus.

Maximilian Grill spielt den quirligen Undercover-Polizisten Nils, der zusammen mit Dana ab sofort wie vom Schicksal gefügt auf Verbrecherjagd geht. SAT.1 hat da eine schöne leichte Komödie ausgestrahlt, in der sich vor allem Diana Amft in ihrer Hauptrolle toll entfalten kann und sich jeder in gewohnter Qualität von ihren Schauspielkünsten überzeugen kann. Mir hat der Film “Blonder als die Polizei erlaubt” nicht vom Stuhl gehauen – aber ich habe mich beim Anschauen der Aufnahme sehr gut unterhalten gefühlt und fand den Film gut. 

96 Hours – Taken 2 auf RTL nachts

Manche Filme nehme ich blind auf, um ihn mir in Ruhe und ohne Werbung anzuschauen, so auch diesen auf RTL laufenden Streifen “96 Hours – Taken 2”. Es ist ein ziemlich schneller und harter Film mit einigen guten Action-Szenen und finsteren Gestalten. Der CIA-Agent gerät bei einem Einsatz in Istanbul in große Probleme und muss sich nun daraus befreien.

Scheinbar gibt es auch einen ersten Teil, den man aber eh nicht zwingend geschaut haben muss, um diese Art von Handlung besser nachvollziehen zu können. Schnell sind die Fronten geklärt zwischen Gut und Böse, Die Tochter von Bryan Mills wurde auf einer Reise entführt und kämpft sich der mutige Agent durch die türkische Metropole, von der man zwischendurch auch sehr schöne Aufnahmen zum Beispiel bei der Jagd auf den Dächern sieht. Der Spannungsbogen zieht sich durch den ganzen Film, es wird und ist nie langweilig – so muss ein guter Thriller sein. Vielleicht lohnt es sich wirklich, auch mal in den ersten Teil von “96 Hours – Taken 2” zu schauen?

Jedenfalls habe ich mich gut unterhalten gefühlt von Schauspieler Liam Neeson und seiner Film-Tochter Maggie Grace, Countdowns und Fristen hielten bewusst Aufmerksamkeit hoch und es fallen auch einige Schüsse – rassige Action + Verfolgungsjagden und eine schlüssige Handlung. Gesamt-Aufnahme war 109 Minuten, abzüglich der Werbung waren es kurzweilige Filmminuten mit dem Highlight der Autoraserei. Fazit: Gute TV-Unterhaltung. 

Batman Begins auf Pro Sieben

Da habe ich wohl auch wieder viel zu viel erwartet und habe mich an meine früheren Kinogänge und den Batman-Film damals erinnert, ein schwerer Fehler. Denn bei dem jetzt gesehenen “Batman Begins” war ich doch eher enttäuscht, kommt doch der Film schwer in die Gänge und erst ab Minute Sechzig kommt so ein bisschen Batman-Feeling auf.

Vielleicht habe ich mich aber auch zu wenig auf den Batman-Film eingelassen und so schlecht, wie ich ihm empfinde, ist er gar nicht. Bruce Wayne wächst nach dem Mord an seinen Eltern bei Alfred auf und lernt durch ihn in Asien Kampfkünste lieben und lernen. Er kehrt später nach Gotham City zurück und rettet natürlich die Stadt, kämpft gegen das Böse und die Verbrechen generell. Wenn er mal Zeit hat, kann er auch mal in der Berliner U-Bahn auftauchen und hier mal etwas aufräumen, denke ich mir so bei den ganzen Explosionen und Stunt-Effekten in der zweiten Halbzeit von Batman Begins.

Aller Anfang ist wahrscheinlich schwer und so fiel mir das Zusehen eventuell auch wegen einiger Werbe-Breaks nicht ganz so leicht, wie erhofft. Katie Holmes als Rachel war aber ein kleiner Lichtblick. Ich bin sehr froh, beim Schreiben dieser kleinen Replik nachträglich auf die Community von Moviepilot.de zu verweisen, deren Kritik sich teilweise mit meiner deckt.

Ein Mann, drei Leben – Mr. Nobody in der ARD

Wieder ein Film mit “Leben-Zurück”-Garantie, wie schon bei “Und täglich grüßt das Murmeltier” oder “Der Source Code”, den ich hier auch schon im Blog kurz behandelt habe.

Nun also spielt dieser Film in der ARD im Jahr 2092 und mit diversen Rückblenden, was im Anfang immer ein bisschen anstrengend ist für den Zuschauer. Als letzter sterblicher Mensch auf der ganzen Welt ist Nemo, die Hauptfigur am Sterben im Alter von 118 Jahren und blickt nun auf sein Leben zurück mit oben genannten Rückblenden. Naturgemäß stößt er dabei auf diverse Entscheidungen, die er getroffen hat und nun überlegt er, wie es wohl gewesen wäre, wenn er anders entschieden hätte. So wie beim Fußball, wo immer gesagt wird, dass das eine wegen dem anderen trotzdem passiert wäre – also etwas, was man ja nicht prüfen kann wegen der fehlenden Möglichkeit dazu. Wäre kein Abseits gepfiffen worden, würde man unter Umständen nicht über den Treffer aufgrund diesem Pfiff reden usw.

Man schweift automatisch etwas ab bei dem Film “Ein Mann, drei Leben – Mr. Nobody” und ich glaube, es hat seinen Grund, warum die ARD dieses cineastische Werk mitten in der Nacht von Sonntag auf Montag gesendet hat. 137 Minuten soll einen das in den Schlaf begleiten wahrscheinlich und die meisten werden wohl eher aufgegeben haben, bevor der Film um 1 Uhr 17 beginnend zwei Stunden und ein bisschen später endet. Ob die Idee des Autors nun gut oder schlecht war, vermag ich nicht zu beurteilen, erst Recht bei so viel zur Verfügung stehenden Geschmäckern. Da wird man eventuell den einen oder anderen getroffen haben und manch einer wird den Film “Ein Mann, drei Leben – Mr. Nobody” wohl nur positiv in Erinnerung haben, weil er gut dabei eingeschlafen ist? Im Original ist das Werk von Jaco Van Dormael sogar 157 Minuten lang, ich finde, das hätte man dann auch noch ´ranhängen können. Wahrscheinlich werden einige nun von einem Meisterwerk sprechen, ich enthalte mich da mal ganz vorsichtig der Stimme und sage, dass dieser Film wohl eher etwas für Spezialisten dieses Genres sein dürfte. Positiv zu vermerken war die Maske

Evan Allmächtig auf RTL II

Vielleicht habe ich bei dem Titel des Films oder den Schauspielern zu viel erwartet, aber so richtig überzeugen konnte mich “Evan Allmächtig” auf RTL 2 eigentlich nicht. Wahrscheinlich ist es aber auch die Story “Kongressabgeordneter erhält von Gott persönlich die Aufgabe, eine Arche zu bauen”, die in ihrer Schlüssigkeit nicht überzeugen konnte.

Im Sommer 2007 startete er wohl in den Kinos und normalerweise sollten auch Morgan Freeman als Gott und Steve Carell für genügend Qualität sorgen, verbunden mit netten Effekten und witzigen Dialogen. Aber der als Nachfolger gemeinte “Evan Allmächtig” kommt nicht an seinen Vorgänger “Bruce Allmächtig” heran, der mich eher abholte als Steve.

Dennoch nimmt der Streifen mit der Zeit etwas Fahrt auf und die Geschichte wird lustiger, so gesehen konnte ich den Film dann doch nebenbei laufen lassen und hatte sogar zeitweise meinen Spaß. Allerdings wenn ich dafür gezahlt hätte als DVD oder Eintritt für das Kino, hätte ich mich vermutlich geärgert. So aber kann ich vermerken, den Film gesehen zu haben und notiere hiermit: In Teilen ganz witzige Klamotte mit wenig Tiefgang.

Naja okay manchmal musste ich mit zunehmenden Verlauf Tränen lachen ob der dortigen Situationskomik, die Tiere nehmen sich Evan immer mehr an und folgen ihm auf Schritt und Tritt. Die Szenen auch der äußerlichen Veränderungen und die plumpen Versuche, das zu Vertuschen vor seiner Frau (Lauren Graham, vorzüglich) und seinem Chef (John Goodman) sind absolute Volltreffer und ich bin froh, den Film nicht nach einer halben Stunde beendet zu haben. Evan Allmächtig ist natürlich eine herrliche, irrwitzige Komödie mit viel Wortwitz.

Baseball-Film: Eine Klasse für sich auf Kabel1

Heute sind leider nicht so viele Zuschauer im Stadion, weil es eine Traktoren-Ausstellung gibt. So hallt es durch die Lautsprecher bei einem Baseball-Spiel der Damen-Mannschaft im Jahr 1943 der All American Girls Professional Baseball League. Der Film spielt wunderbar mit den Klischees, die in dieser Zeit vorherrschten und berichtet über den Aufstieg der Girls.

Die rote Linie des Film bilden die Schwestern Dottie und Kit, die das Sichtungs-Camp überstehen und ab diesem Zeitpunkt Mitglied im Team sind. Als Trainer wird der lustlose Tom Hanks mit Geld dazu gezwungen, den Hühnerhaufen zu coachen. Im Laufe der Zeit stärkt sich die Bindung zwischen Trainer Jimmy und den Damen, aus dem Alkoholiker wird wieder ein richtiger Mann mit Erfahrung als Ex-Baseball-Spieler.

Im Krieg nehmen die Frauen die Rolle der Männer ein, im Beruf wie im Sport. Doch als sie nicht mehr gebraucht werden, regt sich Widerstand bei dem Manager und auch zwischen den Schwestern gibt es Streit. Neben Geena Davis und Lori Petty spielt auch Madonna in dem Film aus dem Jahr 1992 mit, der spielerisch mit der Emanzipation der Frauen umgeht und Baseball als Stil-Mittel sehr schön in Szene setzt. Sollte man mal geschaut haben.

Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn

Als Kind habe ich immer gerne die Abenteuer von Tim & Struppi gelesen, die Comics waren wirklich gut gemacht und spannend. Tim in der Rolle des Journalisten mit seinem weißen Hund Struppi in alle möglichen Geschichten verstrickt, dazu diese beiden Polizisten mit ihrem “Ich würde sogar sagen, dass….” – naja und allerlei Feinden auf See oder wo auch immer.

Darum war ich schon neugierig auf den Animationsfilm von 2011, so viele dieser Art sehe ich nicht und hier war ich aber überrascht von der Umsetzung, die ja ob der Figur nicht ganz so einfach schien. Die Story war in etwa so, dass Tim durch den Kauf eines Modellschiffes in einer Flasche in Schwierigkeiten gerät und er fortan mit dem Geheimnis beschäftigt ist, was es so wertvoll macht und welche Bedeutung die Schatzkarten hatten. Mit ihren neuen Freunden, dem Kapitän und den o.g. Polizisten Schulze & Schulze gehen sie der Sache auf den Grund und führen in Kurzweil durch den Film aus dem Jahre 2011.

Sehr gut gemachte 3D-Animation, die nicht nur die Comic-Fans begeistern dürfte. Im Kino sicherlich noch eine Klasse besser als im Privat-Fernsehen, aber die Aufnahme hat sich gelohnt und der “Tim & Struppi”-Film “Das Geheimnis der Einhorn” war ein Vergnügen.

Pixar-Animation auf RTL: Der Film Ratatouille

Ja RTL kann auch Film: Ratatouille ist ein gut gemachter Animationsfilm aus Disneys Pixar-Fabrik, in dem eine Ratte im Mittelpunkt steht, die nicht nur wie üblich ihren Gastgebern auf die Nerven geht. Vielmehr kocht Rémy für sein Rattenleben gerne und wird später im Film sogar eben genau ein solcher Koch – aber heimlich, weil natürlich niemand ein Gericht von einer Ratte weder bestellen noch essen würde.

Das ist der rote Faden von “Ratatouille”, der die Zuschauer nach Paris entführt und Rémy allerlei Abenteuer bestehen lässt. Die Story ist also einfach und trotzdem gut umgesetzt mit intelligenten Wortwitzen und einigen flotten Sprüchen. Ich bin eigentlich gar kein so großer Fan von Animationsfilmen, aber der hat mir mit seiner Art und Weise doch gut gefallen.

Die Hauptfigur wird in Deutsch von Axel Malzacher gesprochen und die Stimme vom Küchen-Horst wird von Tim Mälzer gesprochen. Ratatouille ist ein schöner Film mit einigen versteckten und aber auch offenen Fragen zu Moral und Anstand, der wenn man will auch zum Nachdenken anregt – ansonsten aber wunderbar unterhält in den 129 Minuten, wenn man davon die Werbung abzieht. Wer Animationsfilme mag, wird diesen von 2007 ebenfalls gerne schauen und nicht nur Appetit auf etwas Leckeres haben, sondern vielleicht auch auf weitere Pixar-Filme von Disney.

James Bond jagt Dr. No im ZDF

Das Zweite Deutsche Fernsehen hat mal wieder einen Klassiker aus der Kiste geholt an einem Samstagabend mit dem James Bond, der “Doktor No” jagt. Sean Connery als Doppelnull-Agent muss hier in dem Agenten-Thriller von 1962 ran. Immerhin darf er nach Jamaika, um einen verlorenen Agenten zu suchen. Bei den Frauen dort und den klimatischen Bedingungen gibt es sicherlich Schlimmeres und so darf der Gebührenzahler an einem Samstag mit Potenzial ohne Konkurrenz kein Aktuelles Sportstudio sehen, sondern wird mit der Sechziger-Jahre-Konserve vom ZDF in den Sonntag geschickt.

Immerhin dürften die dortigen Oldtimer und die Auto-Szenen mit Leinwand hinten den Chefs vom “Zweiten” gefallen haben, hat man doch relativ günstig wieder altes Material versenden dürfen. Wenn man schon an einem Oktober 2014 die EM-Quali-Spiele an RTL verloren hat, muss man seinen Gebührenzahlern halt irgendwas vorsetzen. Dem Film an sich tut das allerdings keinen Schaden, er ist stilistisch wie alle Bond-Filme mit dem gewohnten Freund-Feind-Bild gezeichnet und natürlich unterhaltsam. Dafür kann das ZDF aber nix.

Trotzdem ist der erste “James Bond jagt Dr. No” ein Must-See für alle Fans dieses Genres und findet deshalb auch hier Erwähnung. Er bildet das Muster für alle weiteren 007-Filme und ist alleine schon aus diesem Grunde eine Erwähnung wert – so wie auch das damit erste “Bond-Girl” Ursula Andress, das James Bond auf der Insel kennenlernt. Der Film begann um 23 Uhr und endet um 0:45 Uhr, also diese Version geht 105 Minuten.