Yvonne Yung Hee Bormann als Lydia Wang bei den Roten Rosen

So die neue Affäre von Malte ist für ihn ja eine alte Bekannte, aber für die meisten Zuschauer dann doch ein neues Gesicht: Lydia Wang wird gespielt von Yvonne Yung Hee Bormann und sie macht das richtig gut als Tochter des Air-Beijing-Chefs. In der Rolle selbstbewusst, die weiß was sie will und für die Serie “Rote Rosen” wie ich finde eine Bereicherung. Denn überwiegend bewegen sich doch eher biedere Charaktere in der Staffel, mit Ariane, Tine oder auch Merle. Rieke geht mir ehrlich gesagt mit ihrem Sommelière-Gehabe etwas auf die Nerven und schläft sich durch alle Betten. Da ist die Lydia doch mal eine willkommene Abwechslung, zumal sie bei Malte schon mal mit ihren Reizen nicht gegeizt hat. Ich wünsche ihr auf jeden Fall viel Spaß und vielleicht bleibt sie ja dauerhaft als “kleines Biest” erhalten?

10 Gründe Unter Uns, GZSZ und AWZ auf RTL keine Einschaltquote zu geben

Ich habe mich mal selbst beobachtet und dabei festgestellt, dass ich nur noch extrem ungern RTL einschalte. Außerdem habe ich gemerkt, dass die eigentlich beliebten Soaps auf RTL gar keinen richtigen Spaß mehr machen. Woran liegt das? Auf der Suche nach Gründen im Allgemeinen oder auch im Speziellen.

 

  1. Mein Alter: Ich bin jetzt im Jahr 2014 Mitte Vierzig und sowohl Unter Uns, als auch die Soap “Gute Zeiten, Schlechte Zeiten” haben sich konsequent verjüngt und sollen wohl verstärkt das junge Publikum ansprechen. Vorausgesetzt, das es funktioniert hat, fallen halt die etwas älteren Zuschauer unten durch. Da niemand in der Redaktion scheinbar Interesse an mir hat und dass ich mich mit einigen Figuren und Darstellern identifizieren kann, nehme ich das so zur Kenntnis und mache dem Nachwuchs Platz.
  2. Die Sendungen davor: Habe ich unmittelbar NACH zum Beispiel der Soap “Unter Uns” die Möglichkeit, schnell zur Fernbedienung zu greifen, gilt das nicht für die Zeit davor. Ich habe teilweise regelmäßig um exakt 17 Uhr 30 eingeschaltet und musste während des Wartens eines dieser TV-Formate ertragen, welches sich “Scripted Reality” nennt. Also amateurhafte Laien-Darsteller tun so, als wenn sie alltägliche Familiendramen nachspielen. Da man immer gezwungen ist, das noch ein bis drei Minuten zu ertragen, fühle ich mich veräppelt weil nämlich Unter Uns regelmäßig pünktlich um 18 Uhr beginnt. Die eigentliche Soap ist also nochmal kürzer.
  3. Die Sendungen danach: Ich habe durch den Verzicht gelernt, auch mal wieder andere Programme zu schauen oder den Fernseher ganz auszulassen. So ist das auch eine Art von Bildung, sich mit Freunden zu unterhalten oder etwas anderes produktives zu tun. Nach UU kommt Explosiv mit Promi-Müll und Nachrichten aus der Hartz4-Kiste, gepaart im Wechselspiel mit Schlagzeilen aus der BILD und das geht immer so auf diesem Niveau hin und her. Zeit für die ARD, mit Pilawa und dem Quizduell dem Unsinn eine Alternative zu bereiten. Und das Primetime-Folgeprogramm ab 20 Uhr 15 nach GZSZ ist auch nicht wirklich eine Pracht.
  4. Die Werbung dazwischen: Ich frage mich manchmal wirklich, was für Idioten da am Werk sind. Ich kann und will diesen ganzen Haufen an TV-Spots und kleinen Appetithappen für widerum die nächsten Sendungen, die ich nicht sehen will, nicht mehr sehen. Das belastet mich, darauf immer wieder hingewiesen zu werden. Seit gefühlten Jahrzehnten gibt es bei GZSZ zwei Szenen, danach kommt minutenlang nix nur Werbung bis es um 19 Uhr 49 wieder losgeht. Aber auch nur bis 20 Uhr 03 und dann wieder Werbung. Auch das Aufnehmen ist total nervig weil Du nur immer am Spulen bist und Gucken, wo ist Anfang wo ist Ende. 
  5. Die Handlungen: haben sich immer mehr entfernt von logischen Schritten oder Entwicklungen in bestimmten Lebensphasen. Stattdessen muss ich miterleben, wie pubertierende Jugendliche ihre erste Erfahrungen mit Hanfanbau machen oder die eine wird plötzlich lesbisch und der andere schwul. Habe ich nichts dagegen, aber ist so willkürlich und wenig spannend.
  6. Das gewünschte Publikum: Es wird deutlich wie dann immer bei Facebook zu der aktuellen Sendung Meinungen eingeholt werden und die Kommentare zeigen mir, dass ich da außen vor bin. Das Niveau der Kommentare schreckt dann auch eher ab und durch die Flut von hunderten Comments will sich vermutlich nicht mal der Admin der Soap-Facebook-Fanseite beschäftigen.
  7. Personalwechsel innerhalb der Soaps: Gipfel der Unverschämtheit war es bei zum Beispiel GZSZ die Darsteller von John Bachmann und Pia einfach aus der Serie zu nehmen! Vor allem dienen als “Ersatz” nur Leute die da rumhängen wie eine Mieze oder ihre heimliche Liebe Vince. Grausam. Bei Unter Uns war auf einmal Suji weg und wurde später durch eine komplett andere ersetzt – mittlerweile auch schon weg wie bald Easy Winter, einer der Haudegen der ersten Stunde.
  8. Fernsehgewohnheiten: Seit mindestens 1993/94 schaute ich schon Gute Zeiten Schlechte Zeiten, als ich bei der Bundeswehr war und ich entscheiden konnte, was zu Gucken ist. Das war irgendwie noch frischer, auch wenn die schauspielerischen Leistungen bescheidener waren. Vielleicht war man damals anspruchsloser und war einfacher zufriedenzustellen oder es ist einfach so, dass sich auch hier wie bei “Wetten dass..?” im ZDF die Fernsehgewohnheiten geändert haben und damit auch die Zielgruppe.
  9. Viel Musik und Überbrückung: Manche Szenen werden auch gestreckt um meiner Meinung nach die Zeit etwas zu überbrücken, zum Beispiel hier ein paar Sekunden mit Musik und da die Live-Band im Mauerwerk bei GZSZ und bei “Alles was zählt” lange Tanz-Szenen, bei Unter Uns diese Taxi-Selbstgespräche – langweilig, wirklich.
  10. Zu viel Sex und zu wenig Familie: Das hat eigentlich gar nichts mit meinem Weltbild zu tun, auch wenn man das auf den ersten Blick denken könnte, wie ich zugeben muss. Aber mal ehrlich und auch wenn es immer mehr dieser Patchwork-Familien gibt. Es sind ja fast nur noch irgendwelche WG´s und Singles, die permanent Sex zu Suchen scheinen und natürlich auch finden. Lange feste Beziehungen eignen sich eventuell nicht so gut für die Storywriter und darum hoppeln manche von Frau zu Frau oder haben One-Night-Stands und Seitensprünge. Ist halt nicht so meine Welt, Handlungsstränge können sich auch über ein Paar ränken, welches lange zusammen ist oder bei einer älteren Generation wie damals Elisabeth Meinhart als Lehrerin.