Kontaktkreis online muss organisch wachsen – nicht nur bei Facebook

Egal ob das jetzt bei Facebook, Google+ oder welcher Online-Community auch immer ist – für mich gilt immer das Gleiche: Meine Kontakte erweitere ich nicht blind nach Alter, Geschlecht, Anfangsbuchstabe oder Hobby – sondern ich wähle schon sehr genau, damit beiderseits keinerlei Enttäuschung entsteht ob einer eventuellen Gefahr des Schlummerns einer Karteileiche. Der Freundeskreis bei Facebook entsteht ähnlich: Zuerst ist wirklich nur ein kleiner Kreis von wirklichen Bekannten aus der Offline-Welt (also die da draußen wo die frische Luft herkommt) und daraus können sich weitere entwickeln. Siehe auch mein Artikel “Wie viel Freunde braucht man online”, in dem ich schildere, warum der Kontaktkreis weder zu groß noch zu klein sein sollte.

DSC_0977

Wie wächst nun der Kreis z.B. bei Facebook? Ich kann das nur aus meiner privaten Perspektive sagen, dass ich auch Vorschläge die seitlich der Pinnwand standen, angenommen habe! Aber ich habe bei meinen Anfragen auch immer noch ein oder zwei nette Sätze hinzugeschrieben und natürlich neugewonnene Kontakte auch gepflegt. Da ich Spieleanfragen generell blockiere, merkt man auch sehr schnell, wie sich ein Dialog weiter entwickelt oder ob es dann einfach auch nur beim gegenseitigen Wissen, dass man da ist, bleibt. Was wiederum nichts negatives bedeuten muss. Einige habe ich nur über andere kennengelernt und habe lebhafteren Umgang mit denen als mit den Ursprünglichen. Desweiteren arbeite ich noch nicht mal mit meinem realen Namen, weil es auch hierfür nicht zwingend notwendig ist und ich so noch nicht einmal das dadurch mögliche Potenzial auszuschöpfen in der Lage bin. Ich möchte aber auch nicht von allen gefunden werden.

Freunde (bleiben wir mal bei dem von Facebook geprägtem Begriff) findet man vor allem, wenn man nach alten Schulfreunden, Arbeitskollegen, Sportskameraden oder Bekannten aus einem Verein bzw. aus gemeinsamen Aktivitäten sucht. So hat es den Vorteil, dass eine gemeinsame Basis vorhanden ist und sich auch Freunde überschneiden als “gemeinsame Freunde”, die dann auch dort angezeigt werden. Geschäftliche Nutzung von Facebook ist meines Erachtens durchaus machbar, wenn es nicht übertrieben wird und ähnlich wie beim Twittern ein Verhältnis von in etwa 25/75 beträgt. Also auch etwas über zwanzig Prozent werden als nicht störend empfunden, deshalb ist mein Plista-Account auch entsprechend diesem Schlüssel aufgebaut: Drei Artikel-Empfehlungen plus ein kommerzieller Link.

Wichtig ist nur, dass man das alles nicht so verkrampft angeht, denn lauter unterschiedliche Charaktere kann man auch online nicht unter einen Hut kriegen. Außerdem hat jeder ein anderes Online-Verhalten durch verschiedene private und berufliche Verhältnisse. Wenn man auf Masse macht und alles “added”, was nicht rechtzeitig auf dem Baum ist, erntet man auch eine entsprechende Qualität mit wenig Tiefgang, privaten Nachrichten (PN´s) ohne Antwort oder nur unpersönlichen Grüßen. Daher ist eben die o.g. Anzahl von Freunden schon nicht ganz unwichtig, eben in beide Richtungen.

Worldometers – Weltstatistiken in Echtzeit

Ich bin auf eine Seite gestoßen, die wirklich sehr interessant ist: Worldometers – Weltstatistiken in Echtzeit. Sie zeigt in atemberaubenderweise hochaktuelle Zahlen der Weltpopulation, Ausgaben für Gesundheit, Bildung oder Militär und Statistiken aus Gesellschaft und Medien – zum Beispiel heutige Google-Suchen, geschriebene Blogbeiträge (dieser kommt zur heutigen Statistik auch dazu!) oder auch heute verkaufte Fernseher – weltweit.

Wenn zum Beispiel jemand eine Arbeit schreiben muss, bei der solche Dinge wichtig sind, kann diese Website nicht nur Rat- sondern auch Ideengeber sein. Wie viel Waldverlust gibt es dies Jahr schon? Wie viele Unterernährte, wie viele Übergewichtige Menschen leben derzeit auf der Erde? Antworten auf diese Fragen gibt es genauso wie darauf, wie viele Tage noch der Rohstoff Öl ausreicht oder auch wie viele Zigaretten heute schon geraucht wurden. Wie gesagt, ich finde das wahnsinnig interessant und kann das daher sehr empfehlen.

Bernd das Brot vom Kinderkanal

Schaut etwas missmutig, ist aber eigentlich ein ganz Netter. Er ist Aushängeschildbrot des Kinderkanals und nicht witzig war die Entführung von “Bernd das Brot 2009”, wie der Blog von basicthinking und die anschließende Diskussion beweist.

Unschuldig in einen Skandal verwickelt wurde er, als Oliver Pocher (bei dem man in Bezug auf Brot auch vielfältig assoziieren könnte) ihn als einzigen beim MDR ohne Vorstrafen bezeichnete. Dies wurde aber aus gutem Grunde von RTL bei der Ausstrahlung zum Deutschen Fernsehpreis herausgeschnitten und Oliver Pocher hat auch seinen Fehler eingesehen, wie derWesten berichtet.

WinOptimizer 6 von Ashampoo gratis

Um mein System und damit auch das Internet langfristig noch besser zu kontrollieren und schneller zu machen, habe ich mir den WinOptimizer 6 von Ashampoo gratis herunter geladen. Sollte sich bei diesen Versionen herausstellen, dass es perfekt für mich geeignet ist und meinem System hilft, kaufe ich mir auch gerne die Voll-Versionen oder was immer es da gibt. WinOptimizer6 hat eine komfortable 1-Klick-Optimierung, säubert das System, entrümpelt die Festplatte und durch den System Benchmark kann man sehen, wie das eigene gegenüber anderen ist.

Neben dem Internet-Tuner ist auch das Radio in der Ashampoo-Symbolleiste ein nettes Tool. Hier geht es zum Download von Computerbild.de – ich hoffe, ich konnte durch meine Selbsthilfe vielen anderen helfen und egal, ob nun WinOptimizer, CCleaner oder ein anderer Tipp geholfen hat, die Hauptsache ist auch, dass das System weiter gepflegt und optimiert wird.

Wetten dass kann auch ohne Hollywood-Stars gefallen

Was heißt denn schon Stars oder wer macht Leute zu etwas, die dann in der Folge besser eingestuft werden als andere. Wenn jetzt zum Beispiel der Markus Lanz am Samstag, den 23. Februar die Sendung ohne oben genannte macht, muss es nicht zwangsläufig schlechter werden. Oft sitzen die nämlich da auf der Couch und warten auf ihren Einspielfilm zur Kino-Premiere oder kommen nur wegen Eigennutzen.

Dann sind sie langweilig, nuscheln irgend etwas ins Mikro und beteiligen sich kaum an Unterhaltungen. Dafür braucht das ZDF kein Geld zu bezahlen! Bei der Musik ist es so, dass es eine Abwechslung zum Talk und den Wetten sein soll und wenn hier ein paar aktuelle Titel präsentiert werden oder ein “Mega-Star” eingeladen wird, finde ich das okay. Die Wertigkeit von One-Hit-Wondern kann ja rapide in den Keller gehen und da darf man keine Chance verpassen.

DSC_0909

Wir haben jedenfalls eine Menge Potenzial, wenn es darum gehen soll, Menschen als Gäste zu haben, die auch ohne Simultanübersetzer lustig sein können oder eine wichtige Botschaft übermitteln können. Wenn Gäste wie Tom Hanks vermeintlich gerne alles mitmachen, um dann später in der Presse abzulästern, dann braucht man ihn auch für künftige Folgen nicht mehr zu berücksichtigen. Das wird eh alles überbewertet und nun wird zu beobachten sein, wie diese Wetten dass-Folge ohne die bei der Oscar-Verleihung befindlichen Stars nun so werden wird. Den meisten wird nichts fehlen und es kommt darauf an, was daraus gemacht wird.

Vielleicht ist es die Länge der Sendung oder die Tatsache, dass eben doch alle von Anfang bis Ende eine “Anwesenheitspflicht” haben – der ganz große Wurf war es mit Oliver Kahn, Hermann Maier, Michael Mittermaier, Axel Prahl und Simone Thomalla nicht – allesamt verloren sich in mitunter zäh wirkenden Unterhaltungen und manchmal entstand sogar ein zu füllender Leerlauf. Dafür war ja ab und zu “Cindy from the Blog” da, wie sie zu Justin Timberlake schmachtete. Aber die Wetten waren gut und insgesamt war ich als Zuschauer zufrieden.

Auch, weil wie oben beschrieben es mit US-Stars nicht zwingend besser wird. Sondern nur anders, mir Extrawürsten und eben auch scheinbar bei den Künstlern mit einem gewissen Nachgeschmack. Fazit: Lanz ging nur für die Überschrift bei RP-Online baden (und zum Einlösen seiner Wettschuld), bot ansonsten solide Abendunterhaltung ohne Werbeunterbrechungen und nervige Trailer. Danke. Joey Heindle und Olivia Jones waren nur zum Anfang und Ende für die Betreuung der wieder vorhandenen Stadtwette dort und so konnte Markus Lanz einmal mehr Promis aus dem RTL-Dschungelcamp in seine Sendung unterbringen. Heino deckte zum Abschluss wahrscheinlich die gesamte Klientel der werberelevanten Zielgruppe mit dem gecoverten Ärzte-Song “Junge” ab und die Generation 50+ wird verschämt mit den Augen gerollt oder etwas Besseres an diesem Samstagabend vorgehabt haben. Soll ja vorkommen. 

Internet im Stick NEU

Viele Menschen sind mittlerweile nicht nur per DSL im Internet, sondern immer mehr auch mit dem USB-Stick und damit sehr unabhängig von örtlichen Gegebenheiten. Bei steigenden Temperaturen auf dem Balkon, der Terrasse oder an Bord seines guten, alten Hausbootes. In den meisten Fällen ist bei Erstbestellung schon der Stick mit im Lieferumfang, in meinem Falle benötigte ich sehr dringend mal vor einem Wochenende das Internet und ich brauchte Ersatz. Im Frühling 2011 habe ich in Berlin alle vier großen Handy-Shops aufgesucht und unglaublicher weise konnte mir keiner eine schnelle Lösung anbieten. E-Plus, T-Mobile, vodafone oder O² – nichts war es mit einer spontanen Pre-Paid-Lösung lediglich mit Registrierung. Erst später kam ich auf die Idee, Drogerie-Märkte gezielt anzusteuern und dort wurde ich auch fündig, die telefonische Registrierung und Freischaltung erfolgte eine halbe Stunde später. Also um 16 Uhr gekauft und um 18 Uhr konnte ich es schon am Notebook nutzen, das Guthaben reichte zur Überbrückung meiner DSL-Durststrecke aus.

Set of USB sticks
©iStockphoto.com/TwilightEye

Damit mir und auch anderen nicht mehr passiert, habe ich hier mal einige Angebote zusammen getragen. Die neue SIM-Karte gibt es in verschiedenen Varianten, so dass jeder sich das leisten kann beziehungsweise das als Kleinigkeit oder Dankeschön zwischendurch verschenkt werden kann. So gibt es diese Möglichkeiten zum Bestellen, ohne wie oben beschrieben lange in den Läden herum zu suchen:

Der RTL-Surf-Stick kostet inklusive SIM-Karte nur 24,95 € mit 5 Euro Startguthaben. Die SIM-Karte alleine für jetzt 9,95 € mit 10 Euro (!!!) Startguthabenund die Micro-SIM alleine (zur Nutzung in Tablet PCs) 9,95 € inklusive 10 Euro Startguthaben1 Gesurft wird im Netz von Vodafone – auf DSL-Niveau, ohne Vertragsbindung und OHNE Grundgebühr! Folgende Surfpakete gibt es: 90 Minuten 0,99€ * 12 Stunden 1,99€ * 7 Tage 8,99€ * 30 Tage 19,99€

Von O² kann man ebenfalls hier einen USB-Internet-Sticks bestellen. Neben einigen Angeboten mit einer Vertragslaufzeit finden wir hier auch eine Pre-Paid-Variante für 29,99€ inklusive einer Woche gratis surfen(1). Bei bis zu 7,2 MBit Datenübertragung kann man Tages-Flats für 3,50 Euro oder Monats-Pauschalen für 25 Euro buchen und sich so für die am besten geeignete Option entscheiden.

Eine sehr gute Netzabdeckung bekommt man bekanntermaßen (auch) bei T-Mobile und hier kann man im web´n´walk-Tarif Connect L Basic online gehen. Mit 10 Euro Startguthaben und Tages-Flat für 4,95€ – Plug & Play Software mit Guthaben-Abfrage und Aufladefunktion. Für eine klassische, komplett vertragslose Alternative sollte man dieses Angebot genau prüfen!

SPORT1 schaltet sich hier zwischen User und Netzbetreiber und bietet für einmalig 24,95 Euro eine tolle Möglichkeit, unabhängig zu bleiben und nur dann zu bezahlen, wenn man mal online gehen muss. Kein Mindestumsatz, kein Abo und somit auch keine Grundgebühr. Bei dem Angebot sind sogar noch 5 Euro Guthaben zum Starten mit dabei. 0,99 Euro/1Stunde, 2,99 Euro/12 Stunden, 9,99 Euro für 7 Tage – vergleichen lohnt.

Aktuell kommt ein weiterer Surf-Stick mit hinzu und zwar der “Wer-kennt-wen”-USB-Online-Zugang ohne Vertragsbindung! Das Starter-Kit mit 5 Euro Guthaben kostet 24,95€ (Karte ohne Stick 9,95€) und eine Stunde kostet 99 Cent, 24 Stunden 2,99 und 30 Tage 19,99 Euro – also auch hier ein grundsolides Preisleistungsniveau. Das Besondere: Surfen auf der “wer-kennt-wen”-Plattform ist KOSTENLOS und gesurft wird mit bis zu 3,6 MBit/s im Vodafone-Netz.

Twitter Test positiv

Vor ein paar Tagen habe ich meine insgesamt knapp 1.700 Follower von meinen zwei Accounts von meinen Tweets entwöhnt und statt ca. dreißig Tweets pro Tag/Account nur 1-2 zum Lesen gegeben. Erstaunlicherweise hat das auf meinen Blog keinerlei Auswirkungen, die Besucherzahlen hier im Blog sind weiter konstant auf dem Niveau von vorher und scheinbar ist die Klickrate verschwindend gering. Womöglich verhalten sich viele so wie ich und halten sich gar nicht so lange auf Twitter.com auf zum Lesen oder nur sehr, sehr kurz. Vielmehr gibt es ja diese Möglichkeit, themenbezogen die Tweets herauszufiltern – so wie meine Website FunTas World rechts oben mit dem Keyword “Eishockey” getan hat. Sollte sich mein Themenschwerpunkt mal verschieben, kann ich ja jederzeit ein anderes Keyword verwenden und die Anwendung verändern.

[wp_ad_camp_1]

Account #1 hatte also 5.111 Tweets bei 904 Followern (Favoriten 2, Gelistet 10) und nach zwei Tagen vier Follower weniger und 5.114 Tweets und Account #2 hat jetzt fünf Tweets mehr bei sogar zwei Personen oder anderen Accounts, die mir folgen. 🙂 So gesehen eine wirklich positive Entwicklung, was zur Folge haben wird, dass es nur noch ausgewählte Tweets geben wird zum Blog und hierhin führend, da uneffektiv. Weitere Konsequenz ist ein etwas lockerer Umgang mit diesen Dingen und eine Umverteilung der Gewichtung, zum Beispiel FolgstDuMir, dem deutschen Micro-Blogger mit dem Vorteil der 250 Zeichen. Dort sollte man eh einen Account haben, schon alleine wegen dem so wichtigen Backlink bei Google!

Automatisches Twittern wie ein Roboter kann man natürlich auch bei Twitter, hier stehen einem ja einige Dienste zur Verfügung – dies sollte aber auch mit Rücksicht auf seine Personen oder Websites, die einem folgen, wohldosiert vollzogen werden (und nicht immer nur mit einem Thema!). Besser ist imho die Keyword-Variante, mit der man Follower-unabhängig als Tweet erfasst wird und darum ist es auch weiterhin wichtig, diesen nicht ganz unwichtigen Mehrwert im Kreislauf mit seinem Blog, der Homepage und anderen gewählten Multiplikatoren zu pflegen und die User weiter an sich zu binden. Die Frage ist also nicht immer “Wie bekomme ich mehr Follower”, sondern es ist –zum Glück- auch eine Frage der Qualität, die man im Inhalt wiederfindet.

Statistik:

Datum Account Tweets Following Follower Favoriten Gelistet  
6.5.2011 # 1 5114 1543 900 2 10  
6.5.2011 # 2 3505 893 810 0 14  

 

Beim Account #1 gehe ich ab 8.5.11 auf 900 Leuten, denen ich noch folge. Mal sehen, wie sich das auf ein Follower-Verhalten in den nächsten Tagen auswirkt – wenn sich die Zahl von 1543 auf 900 verringert. Sonntag auch wieder 1-2 Tweets gesendet wegen DSDS, also etwas aktuelles. Update: Ich habe das jetzt mal etwas stärker ausgedünnt als oben geplant und mich beim Test-Account hierfür (nicht der untenstehende “Follow me”-Account (!) von fast allen getrennt bis auf 31 Twitterern, denen ich nur noch folge. Während meiner Löschung ist die Anzahl der Follower von 900 auf 857 gesunken. Zum 28.05. werde ich mal so die Hälfte der Tweets löschen, erster Step Stand 3.000 – alte Tweets kann man gar nicht einfach löschen

8.5.2011 # 1 5118 31 857 2 9  
18.5.2011 # 1 5139 31 746 2 9  
27.5.2011 # 1 5075 31 707 0 0  
23.7.2011 # 1 5049 897 790 0 0  

 

[wp_ad_camp_2]

Wie viel Freunde braucht man online

Jeder der zum Beispiel bei mir in meinem Kontaktkreis ist, egal ob bei Facebook oder bei Google+ , sollte sich darüber bewusst sein, dass er nicht “irgendwer” ist. Keiner meiner Kontakte ist nur irgendein Klick, sondern im Gegenteil sind die meisten genau von mir ausgewählt und unterliegen nicht irgendeinem wilden Zwang einer etwaigen Multiplizierung. Daher selektiere ich auch etwas genauer und ich betrachte es nicht als Wettbewerb, wer die meisten Anhänger hat. Von Freunden sollte man eh nicht sprechen, was aber nicht despektierlich gemeint sein soll. Dieser Begriff fußt in einer gewissen Beliebigkeit, die ich aber auch nicht stoppen kann. Einen –bleiben wir eben mal beim Wort- Freundeskreis von 100-200 wird wohl als normal angesehen und alles andere sind dann halt noch Kontakte, mit denen man sich gerne austauscht.


Aber reale Freunde und Bekannte, die man auch mal anrufen kann oder sich mal treffen, haben imho einen höheren Mehrwert und darum sollte man daran arbeiten. Entweder extern vom Internet durch konsequente Pflege oder durch Vertiefung der neu gewonnenen Kontakte, die irgendwann mal im Dialog zu Bekannten/Freunden werden können. Trotzdem nötigt mir es Respekt ab, wenn jemand mehrere tausend “Freunde” hat – aber irgendwann wird man auch den Überblick verlieren und gar nicht mehr mitbekommen, wer was von einem will. Natürlich kam und kommt es auch vor, dass mir auch “Freunde” vorgeschlagen werden und ich diese auch annehme, wenn es passt zum gesamten Online-Kreis. Wie auch immer: Ich stehe dieser Sache etwas distanziert gegenüber, freue mich aber auch über neue Menschen, mit denen ich mich über das Internet in Gruppen oder auch so, austauschen kann. Oder auch, wie zuletzt, über alte Bekannte, die über diesen Weg einer Online-Plattform den Kontakt zu mir gefunden haben! Die Welt dreht sich trotzdem weiter, auch wenn ich irgendwann mal “keinen Bock” auf die einen oder anderen habe – da trennt sich dann die Spreu vom Weizen…..

Klarmobil Werbung – schrei mich nicht so an, Mann!

Selten so eine penetrante Werbung wie in diesen Klarmobil-Werbespots (YouTube) erlebt. OK es ist ja nicht so, dass es total unlustig ist –  beim ersten oder zweiten Mal hören schmunzelt man vielleicht noch. Aber wenn das Konzept dieser Werbung in immer nur dem gleichen Muster verharrt, dann muss man ja zwangsläufig am Einfallsreichtum des Unternehmens (und in der Folge dann der Agentur) zweifeln. Wenn der Typ wie im Beispiel “Mir steht´s bis hier” einen so anschreit wegen ein paar Cent, habe ich ja Angst, dass die bei klarmobil ähnlich ticken und vielleicht so ausrasten bei einem Problem.

Das ist natürlich nicht ganz ernstgemeint, aber Werbung reflektiert ja nun mal auch das Unternehmen. Da ist der Spot zusammen mit Daniela Katzenberger für die 11 8000 besser, da ist ein gewisser Witz zusammen mit Selbstironie eingebaut. Hier merkt man vielleicht den Einfluss des Darstellers, Christoph Grissemann?! Ich weiß es nicht, aber was ich weiß, ist, dass die Spots wo ich angeschrien werde, mich emotional nicht ansprechen und ich somit keinerlei Beziehung aufbauen kann. Sieben Sekunden “9 Cent in alle Netze” reichen mir schon eher, um schnell umzuschalten. Selbst Heino hält sich schon die Ohren zu, möchte man dem Fernseher entgegen schreien. 😉

Natürlich muss sich Werbung absetzen und kann auch mal witzig sein. Die richtige Antwort auf diese Keiferei gibt Knallkopp im Video “Baldrian für Klarmobil” oder lustig wäre auch, wenn Heino auf einmal seine Gitarre nimmt und den Schreihals in so einer Animation aus der Kulisse schlägt. Oder wenn er gar nichts sagt, wie im Präsenter für “Bauer sucht Frau” 😀 Oder wenn die Katzenberger ihn einfach so lange zulabert, bis er völlig entnervt aufgeben muss. Dass er auch komplett anders kann –vor allem stimmlich – beweist er bei der Telefon-Verarsche, in der er mit Tourette-Syndrom in einem Hotel anruft und eine Reisegruppe anmelden will. Im “deutschen Telefonquiz” mit Stermann zusammen kann er sich wieder ganz und gar gereizte Stimmbänder abholen.

Übrigens, wo wir grad beim Thema Schreien sind – auch im Jahr 2017 werde ich noch zwischen Bundesliga-Übertragungen auf Sky oder den pausen bei Joko & Klaas auf Pro 7 angeschrien. Ich drücke dann immer auf die “Ton aus”-Taste und dabei sehe ich etwas eklig Grünes, bei dem es sich scheinbar um irgendwas mit Lotto handeln muss. Diesem Unternehmen wünsche ich maximalen Mißerfolg und demnächst mal eine bessere Werbeagentur.

The Voice Of Europe mit Xavier Naidoo und Nena auf PRO7

Eigentlich war vielen klar, dass es irgendwann eine Reaktion des ProSiebenSAT1-Konzerns geben wird auf die Quoten-Erfolge von RTL mit “Deutschland sucht den Superstar” oder auch “Das Supertalent” und daher ist es jetzt auch nur folgerichtig, dass PRO7 aus der Defensive tritt und nach dem Erfolg von “Unser Star für Oslo” mit einer neuen Casting-Show regelmäßig an den Start geht.

Dementsprechend treffen wir hier, wie die BILD berichtet, auf alte neue Bekannte mit Xavier Naidoo und der Sängerin Nena. Sie werden also künftig den Kampf gegen Dieter Bohlen annehmen und während der DSDS-Juror und seine Crew auch nach Äußerlichkeiten geht, kommt es bei dem neuen Format nur auf die Stimme an – ganz nach dem Show-Titel – denn die Jury sitzt hier, wie im amerikanischen Original, mit dem Rücken zur Bühne. Das spricht für eine neue Sicht der Dinge und könnte eine spannende Angelegenheit werden. Ob und wie sich eine weitere Casting-Show durchsetzen wird, bleibt allerdings abzuwarten!

Aber die ersten Sendungen Donnerstag auf ProSieben und Freitag auf SAT.1 waren auf jeden Fall schon sehr vielversprechend und wohltuend abgesetzt vom sonst üblichen Casting-Krawall, bei denen die Kandidaten samt ihren Schwächen vorgeführt werden. Dies alles ist hier nicht zu sehen und wer hässliche Sprüche oder Beleidigungen erwartet, wird bei diesem Format enttäuscht. Neben oben genannten Juroren wetteifern noch “The Boss Hoss” und Rea Garvey um die Gunst, den Künstler in höhere Ebenen führen zu dürfen und es herrscht eine herzliche Atmosphäre bei “Voice Of Germany”.

Und Verlierer sind oft nicht Kamera-unerfahrene Menschen, sondern augenzwinkernd die Jury im Falle einer zu langsamen Reaktion oder dem Abwerben des Konkurrenten, falls sich der KANDIDAT für den jeweils anderen entscheidet. Fazit: Hier entscheidet in erster Linie die Qualität und schon die Auswahl der Vorsänger zeigt Augenmaß, so dass es Spaß macht, eben nicht untalentierte Leute zu pushen, sondern unterhaltsame, positive Menschen mit Selbstbewusstsein! Typen eben und keine Freaks – auf beiden Seiten.