Headis Team-WM Flop bei Pro7

War schon der einzelne Wettbewerb bei “Schlag den Raab” wenig spannend bis einigermaßen unterhaltsam, wollte Pro7 scheinbar aus allen möglichen Disziplinen dort eine eigene Show machen. Ein Flop mit Ansage, wenn man als Zuschauer in sich hineinhorcht und der Sender die Perspektive wechseln würde.

Aber der Sender ProSieben wechselt nicht die Perspektive, sondern setzt wie immer auf das altbackene Konzept mit den immer gleichen Fehlern. Elton ist ab und zu ganz witzig, wenn er ins Gesamtkonzept passt und bei “Schlag den Star” gerade noch so erträglich, weil die beiden kämpfenden Promis im Vordergrund stehen.

Dann lädt man da halt irgendwelche Leute ein, die sich so einen Sendemüll selbst niemals anschauen würden – die meisten tingeln halt von der Talkshow zur nächsten Bühne oder dem nächsten “Promi-Special” mit irgendwas. Es ist einfach belanglos und egal, wie man das Kind nun nennt, hat die Headis Team WM wenig mit einer Weltmeisterschaft zu tun – aber wen interessiert das schon? Genau keinen bzw. gerade einmal ein bisschen über 900.000 wollten sich deutschlandweit langweilen lassen.

Da tut es ganz gut, sich solche Sendungen aufzunehmen und den Samstagabend mit sinnvolleren Dingen zu beschäftigen. Ein Blockbuster am Sonnabend ist gefühlt also nicht zumutbar für die Zuschauer, stattdessen sendet man immer die gleiche Soße.

Langweiliger Moderator, der vermitlich immer vor den Werbepausen irgendwas mit “100.000 Euro” und “anrufen” brav auswendig gelernt aufsagt und dazwischen halt die Wettbewerbe. Drei Stunden lang. Was wie eine Strafe klingt, kann doch nicht ernsthaft der Anspruch eines ehemals großen Senders wie Pro7 sein?

Mich jedenfalls wundert die miese Einschaltquote nicht, weder der Titel, noche die Protagonsten für diese Show haben mich vom Hocker gerissen und dazu gedrängt, die Fernbedienung auf ProSieben zu schalten. Vielleicht schaue ich die Show mal an einem Vormittag nebenbei während der Hausarbeit oder wenn ich mal nicht schlafen kann. Selbst die Headis-Teilnehmer hatten wohl am Samstagabend etwas besseres vor, denn die Show wurde vorher aufgezeichnet und wird dann eben als Highlight am Wochende versendet. Ein Dienstagabend hätte es wohl auch getan von 20.15 Uhr bis 22.15 Uhr – aber es musste ja die große Bühne sein. Ein Flop mit Ansage.

 

Quelle: “Die 1. Headis Team-WM”: Bei Stefan Raabs seltsame Ping-Pong-Show floppt Elton – FOCUS Online

LateNightBerlin mit Klaas auf Pro7 – natürlich noch ausbaufähig

Etwas mehr Revolution hätte man sich dann vielleicht doch gewünscht bei Prosieben, wenn Klaas Heufer-Umlauf mit seiner ersten Late Night Show an den Start geht. So aber bleibt bei seinem Debüt noch einiges zu tun, um sich zu steigern und vielleicht irgendwann mal in die Fußstapfen von Harald Schmidt oder Stefan Raab zu treten. Aber eigentlich sollte dies gar nicht das Ziel sein, denn die zweite Hälfte von HalliGalli hat eigentlich das Zeug dazu, sein eigenes Profil zu schärfen und alleine so eine Show zu rocken.

Doch gleich in der ersten Sendung wird wie in einem Beamten-Modus der immergleiche Aufbau solch einer Show am späten Abend präsentiert mit einem Sidekick, der Band und einem Gast im zweiten Teil – nur das so begeistert klatschende und jubelnde Publikum war seltsamerweise während der ganzen Show von LateNightBerlin aus Potsdam überhaupt nicht zu sehen. Erst beim Auftritt von Casper wurden die Menschen, die in Potsdam zu Gast waren, auch mal visuell eingeblendet. Ansonsten gehört nach meiner Empfindung das Publikum auch mal ab und zu eingeblendet, wie es lacht oder auf entsprechende Gags reagiert.

Die Gags waren allerdings auch nicht wie am Fließband und permanent, sondern nur ab und zu gab es witzige Momente. Wie zum Beispiel bei der Einspielung, wie es wohl tatsächlich bei den Verhandlungen zur großen Koalition zugegangen sein soll und hier Kevin Kühnert in einer Nebenrolle zu sehen ist. Das Privileg des ersten Gastes hatte Talkmasterin Anne Will und auch hier wäre es wieder für Klaas Heufer-Umlauf ein leichtes gewesen, mit starken Fragen zu punkten. Doch leider war mein auch hier schon in der üblichen Maschinerie gefangen, dem Gast nur die üblichen Fragen ohne größere Relevanz zu stellen und so weiß man wenigstens, dass Anne Will früher mal Schreinerin werden wollte. Und das Thema Bergdoktor wirkte nach dem Tod von Siegfried Rauch so komisch dann auch wieder nicht, aber dabei musste die sonst so toughe Anne Will laut eigener Aussage wohl immer weinen. Ich glaube ja, die meisten in der TV-Branche Beschäftigten schauen selbst nur extrem wenig fern und verbringten ihre Zeit mehr mit sinnvolleren Dingen. Das nur am Rande.

Insgesamt also kein wirkliches Feuerwerk an neuen Ideen oder Inspirationen – wach gehalten hat auf jeden Fall das Studio-Design, welches mit grellen Farben und zackigen Formen überraschte und auch manchmal etwas ablenkte. So gesehen steht das Muster für die nächsten Folgen auch schon fest, man geht mit ein paar Witzchen -vornehmlich gegen AfD/CSU- nach der ersten Viertelstunde in die Werbepause und kommt dann wieder mit einem Gast. Diesen begrüßt man auch nicht wirklich überraschend an einem Schreibtisch sitzend und wenigstens durfte sich Anne Will in einem gemütlichen Sessel bequem machen. Alles in allem waren wohl die Erwartungen mal wieder etwas zu hoch angesetzt, weil Klaas Heufer-Umlauf schon in anderen Sendungen bewiesen hat, was er drauf hat und wie er entertainen kann. Gut möglich also, dass man in den nächsten Wochen auch noch einmal irgendwann am Montag auf der Fernbedienung Prosieben auswählt, aber wirklich so richtig etwas verpassten wird man wohl auch nicht, wenn man es vergisst. Außer, dass eben nicht der übliche Serienmüll dort läuft. Das ist ja immerhin auch schon als Erfolg zu werten.

Wer braucht “Das Ding des Jahres”?

Da ist sier also nun, die neue Show “Das Ding des Jahres” mit Joko Winterscheidt und Lena Gercke. Ich habe mir das mal mangels Alternative am Samstag gegeben, auf RTL lief der vermeidbare Dieter Bohlen mit DSDS und auch die anderen Sender boten nicht wirklich starkes Fernsehen auf.

Nicht überaschend waren die vielen Unterbrechungen für die Werbung – allerdings wäre auch hier zum Einstands-Wochenende der Staffel etwas weniger mehr gewesenb oder zumindest hätte man sie intelligenter streuen können. So gerieten die eigentlichen Personen mit ihren Erfindungen fast schon etwas in den Hintergrund – wobei genügend Potenzial hierfür da wäre.

Der Fußreiniger für die Dusche ist aber zum Beispiel ganz nett, aber doch keinesfalls eine Mega-Erfindung. Die Tatsache aber, dass von all den vorgestellten “Dingen” der Shaker mit Multifunktion gewonnen hat, spricht ja auch Bände. Das nächste Problem ist auch, dass man als Zuschauer gar keine Bindung an die Kandidaten bekommt – emotional wird man praktisch nicht bedient, wenn alle da ihr Programm herunter rasseln und dann das Publikum plus die Jury entscheidet.

Zwei komplett unterschiedliche Erfindungen gegeneinander antreten zu lassen, kann auch nicht im Sinne einer perfekten Sendung sein. Der Reiz wäre größer, wenn sich zwei Erfinder einer Sache widmen würden und dann im wahrsten Sinne des Wortes um die Gunst der Fans buhlen müssten im Streit der besseren Argumente oder des Designs etc.

Erst ganz am Ende der Staffel wird da scheinbar der “richtige” Sieger gekürt und daher fehlt etwas der Reiz, sich da am Samstag abend die Zeit mit der Show “Das Ding des Jahres” zu vertreiben. Es ist also “ganz nett”, geht aber in der Beliebigkeit des Nutzens und der Sieger in einer gewissen Balanglosigkeit unter – ist auch nicht für die ganz große Bühne am Wochenende geeignet.

Das Ding des Jahres

Quelle: Erfinder-Show “Das Ding des Jahres”: Das braucht kein Mensch | WEB.DE

Beginner gegen Gewinner gegen Werbung

ProSieben hat mit der Show “Beginner gegen Gewinner” einen ganz guten Start hingelegt, im Ursprung war diese leicht abgewandelt schon einmal in der “besten Show der Welt” Bestandteil und hat aber auch als Auskopplung über einen ganzen Abend funktioniert.

Joko Winterscheidt wandelte also diesmal auf Solo-Pfaden und meisterte den Abend ganz gut – die Aufzeichnung litt allerdings sehr unter den vielen Unterbrechungen durch Werbung. Zwischen den ganzen Werbespots ging es in der Show “Beginner gegen Gewinner” darum, dass Menschen in einer Disziplin, in der ein vermeintlicher Favorit König ist, durch ein Handicap gleiche Chancen für einen Wettbewerb gegeneinander erhält.

So muss zum Beispiel Tischtennis-Superstar Timo Boll statt mit einem Tischtennisschläger mit einer Bratpfanne gegen seinen Gegner antreten oder Ruth Spelmeyer muste ihre Disziplin statt in normaler Sportbekleidung in einem barocken Kostüm absolvieren. Ein Highlight gab es am Schluss, als Joko den Einspielfilm zeigte mit seinem Rennen gegen Nico Hülkenberg und er durch den Sieg noch eine weitere Siegprämie für das Finale erspielen konnte.

Der einzige Wermutstropfen zog sich dann allerdings durch die ganze Show von “Beginner gegen Gewinner” – die viele Werbung und vor allem auch der Zeitpunkt. Gefühlt und wohl auch in der Realität gab es wirklich nach oder vor jedem Duell eine mehr oder weniger kurze bzw. lange Unterbrechung. Produkte, Trailer und Kaufhinweise am laufenden Band – nicht wenige dürften entnervt irgendwann abgeschaltet haben. Das kann an der Fernbedienung passiert sein oder im Kopf – aber bei so viel Werbung gerade zu Beginn ist das ein hohes Risiko, zumal es ja nicht live war und ab 23 Uhr ein Boxkampf auf RTL wartete.

Zieht man die Werbung aber ab, kann sich aus der Show “Beginner gegen Gewinner” durchaus etwas Positives entwickeln. Denn auch die wechselnden Promis auf der Couch als auch die Sportler wie zum Auftakt auch der ehemalige Herthaner und Nationalspieler Arne Friedrich werden gut in die ProSieben-Show mit einbezogen und es gab teils witzige Dialoge. Eine umfangreichere Kritik gibt es nochmal unten im Link von Quotenmeter.

Quelle: Quotenmeter

“Schlag den Henssler” schlug sich gut zum Start

Auch mit ein paar Tagen Abstand zum Einstand von “Schlag den Henssler” auf ProSieben fühlte ich mich relativ gut unterhalten von Steffen Henssler, der als Nachfolger von Stefan Raab in den Ring stieg, um sich unter Umständen von einem ausgewählten Kandidaten schlagen zu lassen.

An ein paar Änderungen musste sich der Zuschauer dann doch gewöhnen, denn moderiert wurde die Samstagabend-Show jetzt von Elton und nicht mehr vom etwas spröden Steven Gätjen. Außerdem ersetzte der vom Dart bekannte Elmar Paulke den zu RTL und Sky abgewanderten Frank Buschmann als Stimme aus dem Off. Statt wie bisher aus fünf wurde nur noch aus drei möglichen Kandidaten gewählt und als alle als Gegner den Personal Trainer von Nico Rosberg erwarteten, gab es mit dem etwas langweilig wirkenden Football-Spieler André aus Rostock eine kleine Überraschung.

So kamen aber leider eben nicht die beim Original so beliebten Wortwechsel auch zwischen dem Kandidaten und Henssler zustande, sondern die Dialoge fanden in der Mehrzahl statt zwischen Elton und Steffen. Ein Manko, was sich auch durch die ganze Sendung zog und so konnte man auch schwer so etwas wie Sympathie für den Herausforderer aufbauen, verfolgte als TV-Zuschauer das Geschehen mal mit mehr, mal mit weniger Interesse.

Das lag auch an den Spielen, die in etwa dem schon bekannten Repertoire entsprachen von vor zwei Jahren. Gepaart mit dann auch wieder völlig unberechtigten, viel zu langen Werbepausen wurde daher auch immer wieder der gerade entstandene Spannungsbogen jäh unterbrochen und so quälte man sich durch die stundenlange Show. Klar gab es auch ein paar Highlights, wie zum Beispiel das Spiel “Leitersprossen”, aber alles in allem verlief alles in dem erwartbaren Rahmen inclusive Show-Acts und so weiter.

Am Ende war es dann auch wie eine kleine Erlösung, als nach fünf Stunden und dem Spiel “an der Stange halten” der Henssler als Sieger feststand. Aber so richtig gegrillt wurde er nicht und so besteht schon bald, am 04. November 2017, die Chance für einen weiteren Kandidaten, sich zu beweisen und auch für die Show an sich, neue und überraschende Akzente zu setzen.

Quelle: Samstagsquoten: Gelungener Start für “Schlag den Henssler”, Allzeit-Tief für Pilawa-Quiz – Carmen Nebel siegt beim Gesamtpublikum, “Supertalent” in der Zielgruppe – TV Wunschliste

Fahren Schropp und Bendel Promi-BB an die Wand?

Am Samstag war der zweite Tag von Promi BigBrother auf SAT.1 und das in die Jahre gekommene ehemalige Zugpferd schleicht sich so durch den Abend. Das neue Konzept mit dem “Alles” oder “Nichts” scheint noch nicht so richtig zu greifen und auch das Moderatorenpaar Jochen und Jochen wirken alles andere als eingespielt.

Bei den Gästen im Container kann man durchaus Glück haben, es kann sich aber auch als Nachteil erweisen, dass man überwiegend auf knackige Hintern gesetzt hat und auf einen hübschen Augenaufschlag. Die Sympathien jedenfalls haben gezeigt, dass die anrufenden Zuschauer lieber Willi Herren und einem anderen männlichen Bewohner den Einzug in die Komfortzone des BB-Hauses gönnten. Die Dritt- und Viertplatzierten sollten ursprünglich um den dritten Platz im “Alles” kämpfen, aber sowohl Sarah Knappik als auch der rüstige “Eis am Stiel”-Schauspieler Zachi Noy hatten gesundheitlich Schwierigkeiten. So waren immerhin durch die für sie kämpfenden ein paar mehr Menschen ins Geschehen eringespannt als ursprünglich geplant. Dass hier der Zufall erst für Regie führen müsste, spricht eigentlich auch schon wieder Bände.

Scheinbar können sich die weiblichen Bewohner nicht so gut in Szene setzen oder werden in den kurzen Schnipseln zu wenig von ihrer positiven Seite gezeigt. Daher sah sich BigBrother-Sat.1 gezwungen, die Challenge schon am zweiten Tag nur auf die Mädels zu beschränken – ohne sie dann aber nach Ankündigung zu zeigen. Vielleicht dann am Sonntag.

Allerdings wurden zwar schon die Autos, die von den Frauen in die Einzelteile zerlegt werden sollten, im jetzt ohne Zuschauer ausgestatteten SAT.1-Studio bereitgestellt, aber aus welchen Gründen auch immer kam es nicht zu dem angekündigten Duell weibliche Körper gegen Auto. Vielleicht hätten Schropp und Wendel weniger zwischen den Szenen labern sollen, dann wäre auch mehr Platz für das Programm gewesen.

Gleiches Problem gab es auch schon zum Auftakt, als die Sendung bewusst oder unbewusst den Rahmen sprengte, es also länger ging als ursprünglich geplant. Auch am Samstag zur Hauptsendezeit ab 22:15 Uhr sollte es bis 23:30 Uhr gehen und es wurde überzogen bis Viertel vor Mitternacht.

Den beiden Moderatoren Jochen Schropp und Jochen Bendel fehlt leider völlig die Spontanität abseits ihrer Kärtchen zum Ablesen. Beide sind nicht lustig, sollen aber wohl so wirken und vielleicht sollten Sie es genau umgekehrt machen – eigentlich soll der Inhalt im PromiBB-Haus das lustige Element darstellen und für Unterhaltung sorgen, Jochen und Jochen sollten da eher nur kurze Stichworte geben und das süffisante Ankündigen der Szenen im Haus lassen. Diese Rolle liegt ihnen nicht, sich zum Beispiel über Botox lustig zu machen, wenn man es selber nutzt.

Promi BB selbst fehlt auch jeglicher Schwung, zum Beispiel könnten die Bewohner statt sich da nun wirklich zu langweilen, ein Theaterstück einstudieren und somit auch mal in andere Rollen schlüpfen bzw. sich mit dem auswendig zu lernenden Text beschäftigen. Das wurde übrigens auch den beiden Moderatoren Schropp und Bendel gut zu Gesicht stehen, mal ein paar gerade Sätze ohne Kärtchen abzulesen in die Kamera zu sagen. Wo also außerhalb des Containers das Zusammenspiel noch nicht klappt, funktioniert es drinnen ebenso wenig. Jeder vegetiert dort vor sich hin, verschwindend wenig wird über die Luxus-Ebene im sogenannten „Alles“ berichtet und insgesamt bleibt die gesamte Staffel trotz der kurzen Zeit mit vielen Bewohnern überwiegend im „Nichts“.

Die gesamte Unbeweglichkeit im Haus kann natürlich auch an den Bewohnern liegen, denn zum Beispiel eine Sarah Kern kenne ich nicht außer vom Namen her. Auch bei dem Ex von Jenny Elvers ist es doch eigentlich so, dass den die normale Bevölkerung vor dem Fernseher nicht kennt. Das muss aber nicht zwingend dazu führen, dass der Unterhaltungswert deswegen niedriger ist. Scheinbar finden sich für dieses Format keine wirklichen Promis und so bedient man sich dem üblichen Pool aus ehemaligen Dschungelcampern wie Sara Knappik oder dem immer drisch aufgefülltem von dem Bachelor auf RTL, die in diesen Formaten zu Hause sind. Mit Willi Herren hat man aber zumindest einen Glücksgriff getan aus Zuschauersicht, weil der mit seinen ganzen Geschichten in seinem kurzen Leben genügend zum Erzählen hat und so gibt er Stoff für gleich vier Kandidaten und emotional ist er noch dazu. Andere halten sich dagegen eher im Hintergrund und müssen ihre Rolle als Promi im BB-Haus von SAT.1 noch finden.

Es bleibt also noch eine Menge zu tun, das gilt nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner im Promi-Haus, sondern auch für die Moderatoren im Studio. In der nächsten Staffel könnte man vielleicht gleich auf Jochen & Jochen komplett verzichten und nur mit Stimmen aus dem Off arbeiten. Die aktuelle Staffel 2017 lässt auf jeden Fall noch genügend Wünsche offen, zum Beispiel Dialoge mit Tiefgang oder mehr reale Spiele im Haus, bei denen sich die Lebenssituation öfter ändert als nur einmal pro Abend. Da ist die Idee mit den Münzen gar nicht so schlecht, für ein paar dieser Dinger können sich die Promis in einem Automaten Luxusgüter wie Zigaretten oder Süßigkeiten besorgen. Da konnten sich die übrig gebliebenen Männer auch an einem Betonklotz probieren, um darin enthaltene Münzen zum Vorschein zu bringen. Passt auch wieder, dass selbst nach mehreren intensiven Minuten nicht eine einzige in Erscheinung traf. Wen will man da eigentlich motivieren? Sowohl der Zuschauer wendet sich müde ab und auch die Protagonisten dürften nach einer Weile Hackerei am Sinn dieser schweißtreibenden Sache zweifeln. Hat das niemand vorher probiert?

Mehr Dynamik ist überhaupt gar kein Problem, wenn es denn gewollt wäre und würde automatisch für mehr Unterhaltung sorgen. Immerhin hat man nun auf weitere weibliche Kommentierung verzichtet, was sicherlich auch niemand vermissen wird. Fazit: das vorhandene Potenzial aufgrund des Medieninteresses und der Größe des Senders SAT.1 wird viel zu wenig ausgeschöpft und hier gilt es dringend anzusetzen. Oder es eben “laufen” zu lassen und Gute Nacht zu wünschen.

Elmar Paulke blamiert sich mit TV-Sülze

ProSieben ist ein weiterer Meilenstein negativer Höhepunkte gelungen mit der “ProSieben Gameshow Konferenz” und das auch völlig zu Recht. Spitze waren da nur die vielen süffisanten Bemerkungen der Twitter-User, die ihrem Ärger über zu viel Luft zwischen der Werbung Ausdruck verliehen. Pro7 hat auf die Kritik sowie wohl auch auf die Quoten reagiert und die “ProSieben Gameshow Konferenz” mit sofortiger Wirkung aus dem Programm genommen. Danke!

Warum sich der durch “Schlag den Star”, aber vor allem auch durch die lebhafte Kommentierung der Dart-Wettbewerbe auf SPORT1 Ende Dezember bekannt gewordene Elmar Paulke auf dieses dünne Sommer-Eis begab, mag sein Geheimnis bleiben – einen Gefallen jedenfalls hat er sich, seinem Ruf und auch den Zuschauern nicht getan. Zum Glück waren es auch nur 500.000, die an dem Samstagabend keine Lust auf Frank Buschmanns “The Wall” auf RTL oder “Verstehen Sie Spaß?” in der ARD hatten – das Erste war aber eindeutiger Sieger bei den Einschaltquoten und auch gegen beide Gegner in der Qualiät.

Wenn man bei Wikipedia nachschaut zur Herstellung von Sülze, merkt man schon die Ähnlichkeit zum Konzept von der “ProSieben Gameshow Konferenz”, die eigentlich nichts mit einer wirklichen Konferenz (zum Beispiel Bundesliga) zu tun hat, liest man folgendes: Zur Zubereitung wird z. B. Fleisch vom Schwein wie etwa Schweinskopf als sogenannte Maske oder gepökeltes Kalbfleisch mit Suppengrün und Kalbsfuß in Wasser gegart, in Stücke geschnitten, die Brühe geklärt sowie mit Weißwein (je nach Rezept auch Essig) und, falls notwendig, mit Gelatine ergänzt. Anschließend wird in einer Form etwas Brühe gekühlt, bis sie erstarrt ist, das Fleisch und etwas von dem Gemüse hinzugegeben, alles mit der restlichen Brühe aufgefüllt und wieder gekühlt.

Man nehme also aus jedem Fleischtöpfchen -Gameshows- ein bisschen, etwas Suppengrün als Werbung zwischendurch oder auch andersherum viel Reklame mit wenig Inhalt drumherum. Bei diesem Konzept müssen sich aber auch die Firmen fragen, in welchen Quatsch die da geraten sind. Zurück zum Rezept: Die in Wasser gegarten TV-Schnipsel werden neu vermischt und mit einem Schluck Weißwein in Form eines Präsentators Elmar Paulke ergänzt. Anschließend wird alles nochmal durch den Quirl gedreht und abgebrüht serviert, bis die ProSieben-Zuschauer entsetzt das Weite suchen. Die ersten werden schon erschrocken sein, als auf ihrem Sender nicht der immer gleiche Einheitsbrei aus US-Soaps wie How I met Your Mother, The Big Bang Theory und Two and a half Man lief.

Die Tatsache, dass die nach dem Fußballerfolg der U21-Nationalmannschaft verschobene Auftaktfolge noch einige weitere geplant waren, konnte man wirklich nur als Drohung verstehen oder alternativ auf laue Sommernächte hoffen, die einem die Lustlosigkeit gepaart mit Einfältigkeit in den ProSieben-Stuben vergessen machen. Es scheint auch nicht wirklich jemanden zu geben, der sich diese Sülze vorher mal anschaut und Elmar Paulke ist wohl in seiner Filterblase und bemerkt den Unfall nicht. Alles in allem: Schlecht zubereitet, lustlos serviert und das Haltbarkeitsdatum ist bei einigen Zutaten schon maximal überschritten. Zum Glück hat ProSieben die Reißleine gezogen und am Sonntag gleich bestätigt, die Show wieder aus dem Programm zu nehmen. Quelle: Twitter

Quelle: Quotenmeter

Global Gladiators ist ja besser als Dschungelcamp!

Global Gladiators hatte ich eigentlich mehr in der Trash-Ecke verortet, musste mich aber zu meinem großen Erstaunen positiv überraschen und eines besseren belehren lassen. Denn Global Gladiators entpuppte sich doch als gelungene Unterhaltung für den Abend oder eben als Aufnahme zu einem anderen Zeitpunkt. Die Auftakt-Folge der Staffel im Jahr 2017 kann man auf jeden Fall als gelungen darstellen und auch die Protagonisten in der Wüste hatten ihren Spaß.

Die Gefahr war natürlich groß, dass Global Gladiators nur vom Titel her etwas entfernt mit Gladiatoren tun hat und es sich eher an Formate wie das “Dschungelcamp” oder “Wild Girls – Auf High Heels durch Afrika” (einem ähnlichen Versuch von vor ein paar Jahren mit den Mädels in der Wüste) orientiert. Aber die Mischung aus Prominenten, Sportlern und nicht so bekannten Menschen ist okay und so dürfen sich die Zuschauer über nette oder auch nicht so nette Gespräche freuen.

Für entsprechenden Zündstoff sorgen schon alleine die beiden gegen Pole Lilly Becker und Oliver Pocher, die über die Schiene von Boris Becker und Alessandra Meyer-Wölden als gemeinsame Bekannte schon mal eine gewisse Vorgeschichte haben. Boris Becker war mal mit “Sandra” zusammen und danach war der Oliver mal dran, bevor Pocher mit der Tennisspielerin Sabine Lisicki zusammen kam. Das wird auch entsprechend thematisiert und hierin liegt auch eine permanente Grundspannung zwischen diesen beiden.

Auch Larissa Marolt, die schon vor einiger Zeit das Dschungelcamp bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ durcheinandergewirbelt hat, ist mit von der Partie und hält sich auch diesmal weder an irgendwelche Regeln noch mit Fragen zurück. Die dritte Frau im Bunde ist unsere ehemalige Torhüterin der Fußball-Nationalmannschaft, Nadine Angerer. Die männliche Antwort beim Thema Fußball ist Ulf Kirsten, der sich gefühlt das erste Mal in solche Realty-Formate wagt. Hier hat Pietro Lombardi schon einige Erfahrungen sammeln können, nicht zuletzt bei „Deutschland sucht den Superstar“ wusste er sich schon zu präsentieren und konnte hier auch gewinnen. Ansonsten dürften Interessierte Zuschauer ihn auch in diversen Lebenslagen auf verschiedenen Sendern mit was auch immer für Geschichten erleben, zusammen oder getrennt von seiner ehemaligen Lebensgefährtin Sarah Lombardi. Raul Richter kommt auch ursprünglich aus der RTL-Ecke als Schauspieler bei GZSZ, ist nach dem Ausstieg bei der Soap nun Moderator oder verleiht Animationsfiguren als Synchronsprecher seine Stimme. Vielen unbekannt dürfte Mario Galla sein, er ist Modell mit einer Beinprothese.

Man sieht also schon an den Personen, dass hier durchaus starke Charaktere bei sind, die vor die Kamera drängen werden und auch abseits des Scheinwerferlichts einige Akzente setzen könnten. Dazu hatten sie auch zahlreich Gelegenheit, sich von ihrer besten Seite zu zeigen – denn anders als beim RTL-Dschungelcamp herrscht hier keine große Langeweile und es werden auch nicht nur zwei Leute oder sogar nur einer gewählt, die zur täglichen Aufgabe angezogen werden. Hier muss im Grunde genommen jeder ran und keiner kann sich sicher sein, aus der Reihe zu tanzen. Beim IBES-Dschungellungern sortierte sich ja doch manchmal recht schnell der eine oder andere “Star” mit einem Zipperlein heraus oder man musste auf bestimmte Einschränkungen Rücksicht nehmen. Außerdem gammeln dort gefühlt nur alle in der Hängematte rum und warten auf den nächsten Tag oder das endlich der Hartwig und die Sonja Zietlow auf den Platz kommen. Beide sorgen für die eigentlichen Witze.

In der ersten Folge von Global Gladiators ging es gleich richtig zur Sache, die ausgestrahlten Folgen sind alle bereits lange aufgezeichnet worden und so kann man dem Zuschauer in gesunden Portionen und aufbereitet einen guten Mix aus Spiel, Spaß, Spannung und Stress präsentieren. So war gleich die erste Aufgabe, aus 10 m Höhe aus einem Hubschrauber springen und sich der höchsten Punktzahl im Ziel zu nähern. Hier hatten sowohl die Zuschauer etwas davon als auch alle Stars, denn jeder musste zum Springen und am Ende sorgte auch nur ein leicht besserer Sprung mit 15 statt zehn Zählern für den Sieg eines Teams. Denn die acht Prominenten wurden in zwei Teams je vier Personen eingeteilt und kämpfen nun gegeneinander, aber natürlich kämpft auch jeder für sich. Jeder präsentiert sich so gut er kann im Sinne der Marktwertsteigerung.

Man muss hier wirklich sagen, dass sich der Sender Prosieben bei Global Gladiators richtig Mühe gegeben hat mit der Story drumherum. Erstmal bleiben nicht alle an einem Ort, sondern fahren mit dem Truck zu verschiedenen Sets und so birgt auch der Transport im Lkw einiges an Potenzial für Stoff zum Senden. Im zweiten Spiel traf man sich zum Autopolo, eine Person musste fahren und die andere Person mit dem Schläger hinten stehend sich um das Spiel kümmern. Auto Polo schwankte von den Spielständen hin und her, lebte von der Action und auch von den teilweise lustigen Fehlern der anderen. In den guten drei Stunden war also genügend Material vorhanden, um die Fans vor den Fernsehschirmen zu unterhalten und gleichzeitig noch Sympathie für die eine oder andere Person zu bekommen.

Das letzte Spiel in dieser Show am Donnerstag war auch gleichzeitig das spektakulärste, hier mussten sich die Prominenten zu einem Netz über einem riesengroßen Canyon hinüberseilen. Wer allein schon diese Hürde überwunden hatte, musste dann auf diesem gespannten Netz wie eine Spinne im Angesicht der Tiefe in verschiedenen Säcken nach den zum Team passenden Bällen suchen und diesen dann in einen Korb befördern. Doch auch das war noch nicht alles, es diente nur dazu, die Zeit zu messen für den verbleibenden Rest. Nochmals Überwindung kostete dann von dort der Sprung mit einem Bungeeseil, um im fallen den Ball möglichst nahe an einen Baum zu werfen. Wer am Ende näher am Ziel war, hatte gewonnen. Unheimlich viel Spannung, Geschichten von Überwindung und Angst wurden geschrieben – so war schon in der ersten Folge von Global Gladiators ordentlich was gebacken unter der Sonne Namibias.

Als Fazit kann man festhalten, das hier die Mischung aus allem stimmt. Sowohl der Unterhaltungswert kommt nicht zu kurz mit witzigen Dialogen, ordentlich Stress im Lkw in Abwechslung mit interessanten Spielen. Aber auch bei den Prominenten hat man scheinbar den richtigen Nerv getroffen, denn alle waren fit und gesund, hatten Spaß und Willen für diese Challenge – man hatte bei keinem Promi das Gefühl, dass ersie hier nur seine Zeit absetzen möchte und schnellstmöglich das Abenteuer verlassen will. Nicht zuletzt auch die unterhaltsamen Spiele, die für Spannung und auch Spannungen unter den Prominenten sorgen, machen das Gesamtpaket von Global Gladiators zu einem netten Experiment im Sommer 2017. Es zeigt sich also, dass -nicht überraschenderweise- eine sinnvolle Beschäftigung für den Zuschauer interessanter ist, als Menschen mit prominenten Hintergrund im Dschungel oder in einem Haus liegen zu sehen. Oliver Pocher hat mit seinen witzigen und frechen Sprüchen ebenfalls einen großen Anteil am Unterhaltungswert, wobei auch Lilly Becker oder Larissa nicht wirklich zurückhaltend sind. Alles in allem also für alle Seiten ein Gewinn und wer auf solche Reality-Formate steht, der wird mit Global Gladiators auf jeden Fall seinen Spaß haben.

10 Dinge die man während Schlag den Star tun kann

Wenn mal wieder Schlag den Star kommt auf Prosieben mit Elton, dann braucht man sich demnächst nicht mehr über die vielen Werbeunterbrechungen zwischen der Show stören – bzw. andersherum nimmt man sich einfach etwas vor, um wieder rechtzeitig zu den schnipseln der eigentlichen Sendung vor der Glotze zu sein. Darum hier mal zehn Tipps und Anregungen, die man sich ab 20:15 Uhr vornehmen kann und man so viele Dinge erledigen kann, während im Hintergrund die Werbung und zwischendurch Schlag den Star läuft auf Prosieben.

  • In den Werbepausen kann man wunderbar bügeln, die gesamten den für die nächsten Wochen warten schon freudig erregt im Schrank um vom geneigten Zuschauer der Pro 7-Show heiß gemacht und geplättet zu werden.
  • Eine weitere Möglichkeit, sich die Werbepausen bei Schlag den Star mit etwas sinnvollem zu füllen, ist den Abwasch zu machen. Entweder liegt etwas aktuell in der Spüle oder es bietet sich an, einmal wieder im Geschirrsschrank zuschauen dort befinden sich bestimmt einige Gläser, die mal neue gespürt werden könnten.
  • Man geht einfach mal wieder die anderen 45 Programme durch, die man so in seinen Favoriten hat und schaut, was die Konkurrenz so treibt vielleicht bleibt man ja sogar bei einem Sender hängen und kehrt nach einer halben Stunde zu Elton und seinen Stars zurück. Dann hat man vielleicht grob gerechnet ein Spiel verpasst und zwei Werbepausen übersprungen.
  • Wenn es wieder etwas wärmer ist, geht man einfach eine Runde sorgen oder mit dem Hund. Alternativ dazu geht natürlich auch ein normaler Spaziergang ohne Vierbeiner, bei dem man gleich noch einmal ein paar Dinge einkaufen kann bei seinem Discounter nebenan.
  • Irgendetwas hat man immer in der Wohnung, was man schon lange Zeit in den Keller bringen wollte aber es doch nicht schafft. Entweder hat man die Hände voll oder man hat es schlicht vergessen. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, wo Elton gerade mal wieder irgend ein Auto oder Handy oder was auch immer anbietet, sich damit in die Werbepause zu verabschieden.
  • Auch mal auf YouTube gewesen und sich geschworen, einige Videos anzuschauen, die man mittlerweile in den Favoriten gespeichert hat? Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt hierfür, also Ton aus beim Fernseher und Ton an am PC – während also der Fernseher mit Werbung vor sich hin dudelt, ob man sich in Ruhe kurze Dokumentationen, Musik-Videos oder andere Unterhaltung an.
  • Die obligatorische Pinkelpause nur der sogar vom Operatoren auf angepriesen, bei dem Ausmaß an Werbung während Schlag den Star böte sich aber ebenfalls an, sich mal wieder zu rasieren oder man geht duschen. Auch andere Möglichkeiten der allgemeinen Körperpflege wie Nägel knipsen oder Haut Eincremen und Zahnseide nutzen sind denkbar.
  • Wo wir schon beim Thema Körper sind, kann man auch etwas für den Body tun und sich körperlich betätigen. Jeweils drei kurze Einheiten mit Situps, Liegestütze und leichten Dehnübungen passen auf jeden Fall in jede Werbeunterbrechung von Schlag den Star und man fühlt sich danach sogar richtig gut.
  • Wenn man einen Blog betreibt, lässt sich die Werbezeit wunderbar damit umgehen, einen kleinen Text zu schreiben für seine eigene Internetpräsenz. Zum Beispiel über das Thema, welche Dinge man während Schlag den Star tun kann und so ist auch dieser kleine Artikel in den Pausen bei Prosieben entstanden.
  • Kontakte pflegen, SMS beantworten oder schöne Bilder und lustige Fotos über WhatsApp, Instagram, Twitter sowie Facebook verschicken. So hat man mal wieder etwas von sich hören lassen, ohne zusätzliche Zeit verschenken.

Ich hoffe also, mit diesem kleinen Ratgeber einigen Menschen geholfen zu haben – natürlich soll es hier nicht darum gehen, die Werbung komplett zu verteufeln oder Prosieben und Elton an den Pranger zu stellen – vielleicht denkt man aber einfach auch mal an die Zuschauer und entsprechend an Möglichkeiten, andere Werbeformen präferieren und nicht den Zuschauer mit der Werbung immer alleine zu lassen.

Für Geld zum Held – Mission Wahnsinn

Ingmar Stadelmann führt durch die montägliche Show “Mission Wahnsinn” direkt nach Circus Halligalli, kann also in diesem Fahrwasser noch die Zuschauer von Joko und Klaas mit ins Boot holen. Bei meinem Einstand musste der Kandidat mit betäubter Zunge vor ein Eishockey-Publikum in Regensburg treten und entsprechend aufgeheizt ging es nicht nur auf den Rängen zu, sondern wohl auch im Kopf des Kandidaten der “Mission Wahnsinn”.

Im Verlaufe der Pro7-Show muss der Held für Geld einiges an Aufgaben erfüllen, wie zum Beispiel sich tätowieren lassen oder in einer bestimmten Zeit über´s Eis laufen. Aber der härteste Part war wohl wirklich der, vor den Fans zu stehen und seine Antipathie seines Vorgängers zu bekunden – während der alte Stadionsprecher noch neben ihm steht. Ein Pfeifkonzert war ihm also sicher und als er in der Sprecherkabine noch ein Tor der Gastgeber aus Regensburg für die verhassten Gäste aus Deggendorf sagte, war natürlich der Teufel los.

Bei der Mission Wahnsinn auf Pro Sieben geht es also darum, Grenzen zu überwinden oder große Herausforderungen zu meistern. Zu gewinnen gibt es maximal 5.000 Euro und wenn man eine Aufgabe nicht schafft, werden 500 abgezogen und bei der zweiten dann schon 1.500. Der Reiz von “Für Geld zum Held – Mission Wahnsinn” liegt natürlich darin, alles zu schaffen.

Alles in allem hat mich dieser eine Ausschnitt vielleicht nur deswegen gepackt, weil ich dem Thema Eishockey nicht abgeneigt bin. Ansonsten gibt es ja diese Art von Sendungen, wo Kandidaten überrascht werden und wahlweise deren Wohnung oder was auch immer verunstaltet wird, schon etwas länger und die Mission Wahnsinn ist dann halt eine Abwandlung davon. Wenn mir es nochmal über den Bildschirm kommt, ist es sogar möglich, dass ich hängenbleibe – aber extra Einschalten oder gar Auifnehmen würde ich es nicht. Wer diese Art von Shows jedoch mag, dürfte allerdings hier auf seine Kosten kommen und ein wenig Schadenfreude ausleben.