Pixar-Animation auf RTL: Der Film Ratatouille

Ja RTL kann auch Film: Ratatouille ist ein gut gemachter Animationsfilm aus Disneys Pixar-Fabrik, in dem eine Ratte im Mittelpunkt steht, die nicht nur wie üblich ihren Gastgebern auf die Nerven geht. Vielmehr kocht Rémy für sein Rattenleben gerne und wird später im Film sogar eben genau ein solcher Koch – aber heimlich, weil natürlich niemand ein Gericht von einer Ratte weder bestellen noch essen würde.

Das ist der rote Faden von “Ratatouille”, der die Zuschauer nach Paris entführt und Rémy allerlei Abenteuer bestehen lässt. Die Story ist also einfach und trotzdem gut umgesetzt mit intelligenten Wortwitzen und einigen flotten Sprüchen. Ich bin eigentlich gar kein so großer Fan von Animationsfilmen, aber der hat mir mit seiner Art und Weise doch gut gefallen.

Die Hauptfigur wird in Deutsch von Axel Malzacher gesprochen und die Stimme vom Küchen-Horst wird von Tim Mälzer gesprochen. Ratatouille ist ein schöner Film mit einigen versteckten und aber auch offenen Fragen zu Moral und Anstand, der wenn man will auch zum Nachdenken anregt – ansonsten aber wunderbar unterhält in den 129 Minuten, wenn man davon die Werbung abzieht. Wer Animationsfilme mag, wird diesen von 2007 ebenfalls gerne schauen und nicht nur Appetit auf etwas Leckeres haben, sondern vielleicht auch auf weitere Pixar-Filme von Disney.

James Bond jagt Dr. No im ZDF

Das Zweite Deutsche Fernsehen hat mal wieder einen Klassiker aus der Kiste geholt an einem Samstagabend mit dem James Bond, der “Doktor No” jagt. Sean Connery als Doppelnull-Agent muss hier in dem Agenten-Thriller von 1962 ran. Immerhin darf er nach Jamaika, um einen verlorenen Agenten zu suchen. Bei den Frauen dort und den klimatischen Bedingungen gibt es sicherlich Schlimmeres und so darf der Gebührenzahler an einem Samstag mit Potenzial ohne Konkurrenz kein Aktuelles Sportstudio sehen, sondern wird mit der Sechziger-Jahre-Konserve vom ZDF in den Sonntag geschickt.

Immerhin dürften die dortigen Oldtimer und die Auto-Szenen mit Leinwand hinten den Chefs vom “Zweiten” gefallen haben, hat man doch relativ günstig wieder altes Material versenden dürfen. Wenn man schon an einem Oktober 2014 die EM-Quali-Spiele an RTL verloren hat, muss man seinen Gebührenzahlern halt irgendwas vorsetzen. Dem Film an sich tut das allerdings keinen Schaden, er ist stilistisch wie alle Bond-Filme mit dem gewohnten Freund-Feind-Bild gezeichnet und natürlich unterhaltsam. Dafür kann das ZDF aber nix.

Trotzdem ist der erste “James Bond jagt Dr. No” ein Must-See für alle Fans dieses Genres und findet deshalb auch hier Erwähnung. Er bildet das Muster für alle weiteren 007-Filme und ist alleine schon aus diesem Grunde eine Erwähnung wert – so wie auch das damit erste “Bond-Girl” Ursula Andress, das James Bond auf der Insel kennenlernt. Der Film begann um 23 Uhr und endet um 0:45 Uhr, also diese Version geht 105 Minuten.

Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes

Man sagt ja immer, dass der erste Teil der jeweils beste aus einer Film-Reihe ist – ob das in diesem Fall auch so ist, das sei mal dahingestellt. Denn seit diesem 1981 produzierten Film hat sich schließlich einiges getan an technischen Möglichkeiten und in der Dramaturgie.

Letztlich bin ich aber froh, “Jäger des verlorenen Schatzes” damals im Kino gesehen zu haben, denn das war noch Erlebnis pur sowohl auf der Leinwand als auch im Dschungel. Ein Held gegen alle Widrigkeiten mit einem Ziel vor Augen. Dazu jede Menge Action und kultige Sprüche. Jetzt also das Wiedersehen auf Pro Sieben mit Harrison Ford und Karen Allen als Freundin Marion. Die Werbung wirft einen zwar immer wieder raus aus der Handlung, aber bei einer Aufnahme kann man die ja überfliegen. Indiana Jones ist von Anfang bis Ende ein ganz toll gelungener Abenteuerfilm mit großen Darstellern, von dem sich aktuelle Kino-Filme eine Scheibe abschneiden könnten.

Von den 146 Minuten Aufnahme dürfte bestimmt eine halbe Stunde Werbung sein, aber der Rest ist spannend, lustig und unterhaltsam. Harrison Ford in der Rolle des Archäologen Indiana Jones muss eine verschollene Lade suchen, finden und sie bringen. Dabei kommen ihm die Nazis als Gegner in die Quere und allerlei andere Probleme tun sich auf, die der Jäger des verlorenen Schatzes aus dem Wege räumen bzw. lösen muss. Mehr oder weniger zusammen mit Marion liefert er sich nicht nur witzige Wortgefechte, sondern kämpft sich durch diverse Höhlen, Fallen und gefährliche Situationen. Zweifelsfrei ein Klassiker und auch zum zweiten oder dritten Mal immer noch: Sehenswert.

Der Source Code auf RTL mit Jake Gyllenhaal

Die vorhergesagte Spannung ließ mich mal neugierig werden und so programmierte ich eine Aufnahme digital, um der Werbung zu entgehen und ggf. schnell vorspulen zu können. Die Handlung erzählt von einem US-Soldaten aus Afghanistan, der sich im Zug nach Chicago in einem ihm fremden Körper aufwacht. Genügend Stoff also, um daraus eine spannende Geschichte zu basteln. Und das gelingt auch, indem er mit jeder neu angesetzten Mission die immer gleiche Situation wieder erlebt – ähnlich wie bei “Und ewig grüßt das Murmeltier” nur eben als Thriller. Im Zug verändert er sein Verhalten, stellt sich auf Dinge ein und das macht den Film immer wieder aufs Neue interessant. Denn als Zuschauer achtet man ebenfalls auf neue Dinge und betätigt sich quasi als Detektiv und kann an der Entwicklung teilnehmen.

Jake Gyllenhaal in seiner Rolle als Colter Stevens wird immer und immer wieder in die Vergangenheit geschickt, um einer Zugkatastrophe auf den Grund zu gehen und sie zu verhindern. Unheimlich gut gemachte Story, schnelle Schnitte und praktisch nie langweilig ist der Film ein wirkliches Highlight und das hatte ich so gar nicht erwartet. Vera Ann Farmiga spielt die Colleen Goodwin wirklich auch sehr gut, wie sie ihn schult und aufklärt über seine Aufgabe und was dort gerade passiert. Der zweite weibliche Part von Michelle Monaghan, sie spielt die Freundin von dem Passagier, dessen Rolle Colter Stevens einnimmt. Den Rest sollte man einfach genießen und sich zu 100% auf den Film einlassen – er macht Spaß!

Atemlos – Gefährliche Wahrheit auf Pro7

Den Film hatte vor einiger Zeit mal der Sender Pro7 gesendet – er handelt von einem Jungen, der plötzlich entdeckt, dass er scheinbar nicht mit seinen Eltern zusammen wohnt und er sie zur Rede stellt. Just in diesem Augenblick bekommen sie Besuch….

Nathan (gespielt von Taylor Lautner) wird nun Teil einer wilden Jagd und will selber mehr herausbekommen über seine vermeintlichen Eltern und die näheren Umstände, warum er als Kind vermisst gemeldet wurde. Aber er kann niemanden vertrauen, wie man als Zuschauer schnell mitbekommt. Die Handlung nimmt an Tempo zu und man gelangt immer tiefer in die Story hinein um Nathan, der von nun an Jäger seiner eigenen Geschichte wird.

Ich kann den Film also auf jeden Fall empfehlen, weil der Handlungsstrang zwar etwas wild, aber dennoch gut konstruiert ist. Das Spulen bei der Aufnahme wegen der Werbung zieht etwas die Spannung raus, im realen Tempo mit richtigen Unterbrechungen wäre es aber noch schlimmer. Darum bin ich auch gegen so viel Werbe-Breaks gerade bei Filmen. Aber nun ist es so und die Aufnahme ging insgesamt 140 Minuten auf meinem Digi-Recorder.

Nathans Freundin wird von der hübschen Lily Collins dargestellt, Dr. Bennett von Sigourney Weaver, das Tempo bleibt hoch im Film und es kommt nie so etwas wie Langeweile auf. Am Ende ist dann aber die Netto-Spielzeit geschafft und ein guter 2011´er, der mich gut unterhalten hat – daher kann ich ihn empfehlen.

Der Film “Die letzten Millionen” mit Anna Loos

Der witzige Mix aus Senioren wird gut dargestellt – auf einmal werden sie aus ihrem Alltagstrott herauskatapultiert, nach dem sie die Ziehung der Lottozahlen verfolgen und überrascht feststellen: Sie haben gewonnen! Doch was tun mit dem ganzen Geld? Die einen wollen es schlicht verprassen, das Ehepaar kann sich nicht über eine Reise einigen und ein anderes Pärchen macht erst mal einen Segeltörn.

Dass Geld die Menschen verändert, ist ja hinlänglich bekannt. Aber die Kombination aus Altern und plötzlichem Reichtum, der unverhofft über einen hereinbricht drängt lange zurück gehaltene Gefühle und Wünsche wieder in den Vordergrund und spiegelt aber auch gleichzeitig der heutigen Gesellschaft vor, wie armselig man aktuell mit den Senioren umgeht. Stellvertretend die Frau, die mit ihrem Ehemann abrechnet, der keine Träume mehr mit ihr hat. Stattdessen hat man sich in seinem Trott eingerichtet und will nicht mehr raus.

Der Film ist nicht laut, aber er schreit einen anklagend an. Geld ist nicht alles und man kann sich das Glück nicht erkaufen, aber es macht unheimlich Spaß, die entstehenden Freiräume mit mehr Leben zu erfüllen – auch wenn man scheinbar schon einen langen Weg zurück gelegt hat auf seiner eigenen Reise. Im Gegensatz die Pflegerinnen, die weiter ihren Job machen und gut von zum Beispiel Anna Loos gespielt werden

Doch was bleibt davon, wenn man anfängt zu vergessen oder der Körper nicht mehr so will wie man sich das wünschen würde? Wenn die bucklige Verwandtschaft auftaucht oder neue Sympathien entstehen? Einfühlsam und doch mit der nötigen Prise Humor dokumentiert der Film die greifenden Veränderungen nach dem Gewinn der letzten Millionen. Unter anderem auch vom rüstigen Rentner, der von Michael Gwisdek mit all seinen Facetten gespielt wird.

Hinter jedem Mensch steckt auch ein einzelnes Schicksal, das aber das Geld nicht aufhalten kann. Themen wie Demenz und Alzheimer werden aufgegriffen wie Vereinsamung, darum ist der Lottogewinn ein guter Aufmacher und Wegführer durch den Film. Die Lehre aus dem Film “Die letzten Millionen”? Vielleicht, dass man nicht warten sollte mit dem Leben, bis irgendwann noch etwas kommt – sondern jeden Augenblick und so lange man noch kann. Das muss auch nicht immer eine Frage des Geldes sein. Wie das Leben auch. 

Zellweger in Schokolade zum Frühstück

Ein ganz ganz großer Spaß ist diese wirkliche Komödie mit Renée Zellweger und Hugh Grant, die meisten Filme dieser Art bleiben ja weit hinter den Ansprüchen –lustig zu sein- zurück. Bridget Jones auf der Suche nach Liebe und/oder einer Beziehung überzeugt jedoch durch Wortwitz und Situationskomik. Mich muss von Anfang an ein Film emotional irgendwo abholen, das ist mit Bridgets Jones unbeholfener Annäherung an ihren Chef Daniel Cleaver absolut gelungen. Renée Zellweger sieht wie immer sehr sexy aus und füllt ihre Rolle mit diversen Anspielungen auf Klischees und Meinungen zu Singles gut aus, intelligent geschnitten wird man auch mal gekonnt in die Irre geführt als Zuschauer und wird dennoch blendend unterhalten. Eigentlich sind alle Filme mit ihr ein Genuss, wie sie aber mit ihrem Minirock die Feuerwehrstange runtergerutscht ist – das hat mich wieder an diese unlösbaren Aufgaben im Schulunterricht erinnert, mal eben die Turnstange dreimal hoch und runter.

Die zweite Männer-Alternative, der Anwalt Mark Darcy, entpuppt sich nach erster Antipathie dann doch als eine gute Partie für Bridget und man fragt sich, welche Katastrophe als nächstes passiert. Dazwischen immer die Abgleiche mit ihrem Freundeskreis, der aus zwei “Alten Jungfern” und einem Homosexuellen besteht. Immer wieder fällt auf, wie Zellweger trotz versingleten Klamotten oder ohne Makeup unheimlich geil aussieht und die beiden Männer zurecht um sie zu streiten beginnen. Selbst der Hahnenkampf hat etwas lustiges an sich und verdient keinen Sieger – einen Gewinner gibt es aber in jedem Fall bei dem Film “Schokolade zum Frühstück” mit Renée Zellweger und Hugh Grant: Den Zuschauer. Smiley

Prometheus – Dunkle Zeichen sind zu finster

Der Film lief irgendwann mal scheinbar auf Pro7 und ich wollte ihn von meiner Festplatte haben, darum habe ich mir Prometheus – Dunkle Zeichen” dann doch mal irgendwann angeschaut. Aber ich muss sagen, das war mir dann doch eine Nummer zu düster, wie die Wissenschaftler da in ein entferntes Sonnensystem reisen und mit jeder Menge Aliens und anderem konfrontiert werden. Die Handlung spielt auch oft generell im Dunklen, aber als ein lebendiges Glibber-Monster aus der Archäologin Elizabeth von ihr selber (!) aus ihrem Bauch, den sie sich vorher per Roboterlenkung aufgeschnitten und narkotisiert hatte, rausgeholt wurde, war da alles sehr gut zu sehen. Das Team erlebt durch die Situation bedingt allerlei kopfabreissende Szenen und einige haben das wohl auch nicht überlebt. Ich hingegen habe die knappen 170 Minuten incl. Werbung hinter mich gebracht und bleibe dabei, dass mir eigentlich sowieso keine Horrorfilme gefallen. Dazu noch Sciene Fiction mit der Vermischung Mensch-Maschine-Monster ist mir dann des Guten etwas zu viel.

Eishockey-Film Goon – Kein Film für Pussies

Der Film “Goon – Kein Film für Pussies” lief abends auf Sky Comedy, aber hat eigentlich meine Erwartungen nicht so recht erfüllt. Die Eishockey-Szenen waren ganz nett und die Schlägereien wie üblich überspitzt dargestellt, ansonsten jedoch eine eher maue Story mit einfach gestricktem Muster. Warum der nun als Komödie eingestuft wurde, ist mir nach dem Anschauen nicht ganz klar. Der Film fehlte aber noch in meiner “Sammlung” der Eishockey-Filme und den kann man sich mal zu Weihnachten oder zur Einstimmung auf ein eigenes Eishockey-Spiel gönnen. Die Story ist dann auch schnell erzählt: Doug Glatt ist eher der Typ Außenseiter, still und sensibel – dennoch hat er den Vorzug, dass er gut fighten kann und das wird dann von einem Trainer entdeckt. Fortan spielt er die Rolle des Goons, der die anderen rächt und steigt immer weiter auf in der Hierarchie.

25 März 20120055

In der Hauptrolle spielt das Seann William Scott eigentlich ganz gut, die Widersprüche im Eishockey-Spieler Doug Glatt sind hervorragend herauskristallisiert und wie er als Mensch zwischen den Gefühlen der Liebe zu Eva und den harten Checks auf dem Eis schwankt, ist schon gut. Aber im Film “Goon – kein Film für Pussies” spielt sich der immer gleiche Handlungsstrang ab irgendwie und letztlich ist es einer der typischen Filme, in denen ein Spieler erst unterschätzt wird und dann zum Helden wird. Die Prügel-Szenen sind mitunter (zu) sehr detailliert dargestellt, so dass es manchmal schon zu viel bzw. übertrieben ist und dramaturgisch nicht zu erklären. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist “Goon” auch eher kurzweilig und speziell Eishockey-Fans fast schon ein Muss. Wer allerdings hier eine Komödie oder ansatzweise humoreske Züge erwartet, der wird enttäuscht sein: Es ist eher ein Sport-Film aus dem Action-Genre, der einen Eishockey-Spieler in seiner aufsteigenden Karriere zeigt. Zu kurz kommt meiner Meinung nach aber alles andere, was Eishockey ausmacht – es wird viel zu sehr auf dem Vorurteil herumgeritten, beim Eishockey gehe es fast ausschließlich um das Duellen zweier Spieler mit den Fäusten. Es ist lediglich eine Nuance, die auch den Fans in den Stadien gefällt.

So gesehen dürfte den meisten auch dieser aktuelle Eishockey-Film gefallen, der auch einige schöne Spielszenen bereithält und natürlich die üblichen Trash-Talks und Szenen abseits der Bande. Die Geschichten abseits der Eisfläche werden gut eingebunden und so schafft der Film “Goon – Kein Film für Pussies”, gut zu unterhalten und nicht abzurutschen in eine Prügelorgie. Mit der Hauptfigur von Schauspieler  Seann William Scott steht und fällt der Film und diejenigen, die ihn aus American Pie kennen, werden wohl auch Fans dieses Eishockey-Märchens. Daher dürfte “Goon” seinen Zweck erfüllen und gut sowie kurzweilig unterhalten. Ist hiermit empfohlen.