Welche Alternativen zu YouTube gibt es?

Wie einige aufmerksame Leser eventuell schon mitbekommen haben, bin ich immer auf der Suche nach Alternativen bzw. schaue nach weiteren Möglichkeiten im Falle einer zu starken Konzentration auf ein Unternehmen – denn hierdurch können Abhängigkeiten stehen und man wird unbewusst denkfaul, weil man sich mit dem zufrieden gibt was man bekommt.

Daher habe ich mal geschaut, welche Alternativen es zu YouTube eigentlich noch gibt. Immerhin ist die größte Videoplattform im weltweiten Internet marktführend und sollte entsprechend attraktiv sein – allerdings gibt es immer auch mal Videos, die dem Unternehmen nicht genehm sind oder aus welchen Gründen auch immer kann man das Video nicht auf der Plattform sehen. Schon sind wir an einem interessanten Punkt, an dem es anfängt, zu kribbeln und man stellt sich Fragen, ob das alles so sein muss. Auf der Suche nach Antworten stößt man unter anderem auf so Plattformen wie tape.tv oder Vimeo und auch einige andere Alternativen scheint es ja für YouTube zu geben.

Der nachfolgende Artikel, der unten über den Link aufgerufen werden kann, enthält also sowohl einige Ausweichmöglichkeiten für Menschen, die sich von YouTube nicht so extrem abhängig machen wollen als auch einige Tipps und Tricks für User, die einfach nur mal ein Video hochladen möchten vom Handy ohne gleich einen Account bei YouTube eröffnen zu müssen.

YouTube ist die mittlerweile erfolgreichste Videoplattform der Welt, jeder User kann dort mit seinem Account kleine Kurzfilme oder anderes hochladen und innerhalb von wenigen Minuten ist es somit möglich, seine Gedanken oder Geschehnisse vielen Menschen gleichzeitig mitzuteilen. Es ist zudem sehr einfach, mit dem Handy aufgenommene Filme via YouTube hochzuladen, kurz einen Titel zu benennen und schon kann man den Link zu allen seinen Freunden senden und außerdem kann es bei richtiger Einstellung jeder schauen, den es interessiert. Doch es ist schon lange nicht mehr alternativlos – viele kennen nur andere Möglichkeiten nicht.

Das ist eigentlich das ganze Geheimnis des Erfolges, dennoch muss man ab einem gewissen Status immer mal wieder Fragen, ob es nicht auch Alternativen zu YouTube gibt. Denn YouTube lässt längst nicht mehr alles so an Videos stehen, was hochgeladen wird und manch einer hat vielleicht gar keinen Account mehr dort oder es wird ihm einfach zu überlaufen. Auf der Suche nach anderen Anbietern und Alternativen außer YouTube muss man also etwas forschen – vorausschauend soll es hier eine kleine Zusammenstellung geben, was es an Alternativen zur großen Videoplattform YouTube alles gibt.

Unter beta.vidup.me landet man sofort auf der Startseite

Also als erstes fällt einem da eigentlich Vidup ein, das Wort ist ein Zusammenschluss aus Video und Upload und hier kann man nach dem registrieren einfach Videos hochladen oder schon davor in den vorhandenen Videos stöbern. Scheinbar gab es hier in der Vergangenheit einige Veränderungen, sodass die Hauptseite unter Vidup.de (der Link oben geht jetzt zu VidUp.me) nicht erreichbar ist – aber unter beta.vidup.me wird man sofort auf die Startseite umgeleitet und klickt man auf die Wolke mit dem Pfeil, kann es auch schon losgehen. Die hochgeladenen Videos kann man alle mit einem einfachen Klick entweder einbetten in seine Beiträge oder in Foren, herunterladen und im Kino-Modus schauen. Eine derzeit sehr aufgeräumte Seite, nicht so überladen und als einziger Nachteil ist vielleicht zu nennen, dass die Seite Vidup nur auf Englisch ist. Ansonsten aber ist alles sehr funktionell und mit der Zeit wird es auch positive Erfahrungsberichte über VidUp von den Nutzern geben.

Auch Twitter und Facebook sind Alternativen zu YouTube!

Eine zweite Alternative zu YouTube, die noch gar nicht so lange existiert, sind die Social Media Kanäle wie zum Beispiel Twitter oder Facebook – hier kann man ebenfalls kurze oder auch längere Videos aus dem Handy direkt als Beitrag hochladen und andere User können das Video im Rahmen der Plattform sofort sehen. So kann man also innerhalb der sozialen Netzwerke schnell und kostenlos ein privat gedrehtes Video der Öffentlichkeit zeigen, ohne dass man selber Webspace hat. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein entsprechender Account bei einem der Social Media Kanäle, aber auch das ist relativ schnell gelöst sowohl bei twitter als auch bei Facebook.

„tape.tv ist in Ihrem Land nicht verfügbar“

Wer sich von den Hinweisen auf YouTube „dieses Video ist in Ihrem Land nicht verfügbar“ auf Dauer nicht nur gestört, sondern auch genervt sieht, für den gab es auch schon seit einigen Jahren die Alternative mit Tape.tv – diese Plattform war in erster Linie für Musikvideos und Konzertmitschnitte, diese Richtung bei den Videos dürfte auch generell ein Großteil bei YouTube ausmachen. Da aber YouTube noch keine vernünftige Einigung mit der GEMA erzielt hatte, musste man oder besser gesagt: konnte man damals auf die besagte Möglichkeit von Tape.tv zurückgreifen. Die Mitarbeiter dort sind auch sehr nett, wie sich der Autor im Rahmen einer Messe selbst von überzeugen konnte. Leider hat der tape.tv seinen Dienst Ende 2016 eingestellt aufgrund des großen Konkurrenzdruckes und so stehte diese Alternative zu YouTube nicht mehr zur Verfügung. Zitat Gruenderszene.de

Update vom 23.11.2016: Wenige Tage nach der Insolvenzmeldung stellt Tape.tv seine Services komplett ein. Das Aus begründet das Startup mit einem neuen Investor, der die „Transaktionsverhandlung kurzfristig und überraschend ohne Angabe von Gründen“ abgebrochen habe. Zuvor habe man sich gemeinsam mit dem Geldgeber auf die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells konzentriert, eine Plattform zum Streaming von exklusiven Live-Events.

Mit CMS einfach eigenen Webspace für Videos nutzen

Es gibt mittlerweile zahlreiche Content Management Systeme (CMS), die ein Einbinden bzw. hochladen von Videos erlauben. Dazu muss man aber die entsprechende Software und eine eigene Seite haben, um auf dem eigenen Server die Videos hoch zu laden und zu präsentieren. Vorteil ist hier natürlich, dass keine dritte Instanz über den Inhalt entscheidet – so kann man damit rechnen, dass nicht nach dem hochladen sofort eine Zensur erfolgt. Daraus ergibt sich natürlich der Nachteil, dass man rechtlich dennoch dafür belangt werden kann, wenn man hier entsprechend schwierige Video-Inhalte meint, hochladen zu müssen. Aber hier geht es in dem Artikel ja um alternative Möglichkeiten, welche man außer YouTube noch nutzen kann und dies bleibt eine weitere. Technischer Nachteil ist hier, dass die Ladezeit der eigenen Internetseite hiermit deutlich erhöht wird und die Kompatibilität zu Browser und Dateiformat gegeben sein muss. Besser ist also, das Video woanders hochzuladen und im eigenen CMS einzubinden. Wie das geht, wird eigentlich ganz gut erklärt in dem Artikel von Philipp Flues auf der Seite fietz-medien.de – dort stehen noch andere interessante Dinge zum Thema

Die Kanäle bei Vimeo sind für beide Seiten hilfreich

Eine vielleicht noch bekanntere Alternative zu YouTube ist vermutlich Vimeo, hier findet man im Grunde genommen die gleichen Voraussetzungen vor, um Videos entsprechend hochzuladen und danach zu teilen. Die einzelnen Unterschiede zwischen Vimeo und YouTube findet man im Blog von techsmith sehr gut erklärt. Die Communities bei Vimeo können dann auch das Video entsprechend favorisieren oder Kommentare dazu schreiben. Die ganze Seite von Vimeo ist auch in diverse Kanäle unterteilt – so finden sich auf der Hauptseite unter Channels die Kategorien Animation, Comedy, Dokumentation, Mode, Essen, Anleitungen, Musik oder auch Reportagen, Sport und Vorträge.

Auf diese Art und Weise kann man sowohl selber auf sein eigenes Video schneller zu Besuchern kommen als auch als Suchender etwas interessantes finden. Der Bekanntheitsgrad von Vimeo ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und wird immer mehr genutzt. Vimeo gibt es immerhin schon seit dem Jahr 2004 und seitdem ging die Erfolgskurve steil nach oben. In diesem Artikel soll es nur erstmal um mögliche Alternativen gehen zu YouTube, darum sei hier ein Lesebefehl ausgesprochen für den Artikel „Kunst statt Kommerz: Die Videoplattform vimeo nutzen“ von Sandra mit dem Untertitel -Alternative zu YouTube-

Guerilla-Strategie mit Hochladen von Videos

Natürlich gibt es auch noch Möglichkeiten, kurze Videos hochzuladen, auf die man im Normalfall gar nicht kommen würde. So kann man sich ja auf diversen Seiten als User anmelden und auch nicht themenkonforme Videos hochladen. Ob das allerdings dann sehr viel Sinn macht und der Sache dient, steht auf einem anderen Blatt. Am bekanntesten war wohl mal in den Medien vertreten, dass ein WM-Video der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien auf einer Erotik-Plattform hochgeladen wurde, so dass von dem Unternehmen die Bitte an die User herangetragen wurde, diese Art von Videos bitte nicht mehr hochzuladen. Dieses Beispiel zeigt also auf, dass es rein theoretisch auch andere Wege gibt, ein Video ins Internet zu bringen.

tinypic.de ist eine gute Alternative für Videos UND Fotos

Da ist es wohl schon besser, auf hierfür vorgesehene Seiten zurückzugreifen und mittlerweile nutzen auch viele zum Bilder und Videos hochladen die Seite tinypic.de – dort hat man die Möglichkeit, sowohl eigene Fotos als auch Videos aufzuladen und die URL zu teilen, weiterzuleiten oder einzubetten. Der Service versteht sich zur gemeinsamen Nutzung von Fotos und Videos, die man dann auf anderen Plattformen wie Facebook und Twitter oder Google+ ebenfalls verwenden kann. Einen wichtigen Hinweis gibt es noch auf der Website grundlagen-computer.de zu lesen – nämlich dass die maximale Größe der Videos bei tinypic.de nur 100MB sein darf! Mehr erfährt man also über tinypic und noch einige andere Empfehlungen zum Thema dort.

Was man auf YouTube nicht findet, findet man auf dailymotion.com

Wenn man nur intensiv genug sucht, so wird man auch fündig. Das gilt nicht nur bei der Suche nach guten Alternativen zu YouTube, sondern es gilt eben auch für die Videos selbst. Denn vieles, was man auf YouTube nicht findet, findet man auf dailymotion.com (deutsche Version) und das ist eine ganze Menge. Hier merkt man erst, wie YouTube sich mittlerweile eine eigene Welt gebastelt hat, in der einige Dinge erlaubt zu sein scheinen und andere eben nicht. So kann man auf diesem Wege sein Spektrum an Wissen oder Inhalten tagtäglich erweitern, ohne immer auf der ewig gleichen Video-Plattform den Aufenthalt zu vertiefen. Der Frage, ob dailymotion legal ist oder nicht, geht das Online-Magazin giga.de nach.

Fazit und ein kurzer Tipp zum Abschluss

Ich hoffe nun, für für die Leser hier eine gute Zusammenstellung gefunden zu haben, welche für genügend Alternativen zu YouTube sorgen kann und wünsche mir insgesamt, dass der Markt sich etwas verbreitert und so die ganzen Möglichkeiten des Internets genutzt werden. Macht man sich zu sehr zum Sklaven eines Unternehmens, wird dieser immer mächtiger und das potenziert sich immer weiter hoch. Daher muss man aufpassen, dass man rechtzeitig seine eigenen Produkte breiter streut und auf verschiedenen Plattformen anbietet.

Denn was auf der einen Video-Plattform vielleicht ein Straßenfeger ist, verläuft woanders im Sande und darum kann man mit den Alternativen zu YouTube auch mal spielen und den Erfolg testen. Es wird natürlich unabhängig von den aufgeführten Alternativen zu YouTube auch in der Zukunft weitere kleinere oder dann auch bald größere Dienste geben, die ähnliches anbieten – das kann man dann per Kommentar hier hinzufügen oder der Artikel wird in einem bestimmten Zyklus aktualisiert. Am Ende noch ein kleiner Tipp: wer’s ganz kurz mag und vielleicht extrem kurze Handyfilme hochladen möchte, der kann auch auf vine.co gehen und sein maximal sechs Sekunden langes Video hochladen. Es kommt auch hier in Bezug auf Qualität und Interesse nicht immer auf die Länge an.

Wie erfolgt die Messung der Einschaltquoten

Die Quotenmessung erfolgt über eine Art Decoder, die auserwählte Personen repräsentativ zwischen Kabel-Anschluss und TV geschaltet haben und der die Anzahl der Zuschauer nach Eingabe erfasst und somit auch die Sehgewohnheiten.Im folgenden Artikel soll aber auch gerade auf die Risiken eingegangen werden, die dieses System birgt und welche Dinge hierbei unter die Räder kommen könnten, weil sie schlichtweg gar nicht erfasst werden.

Die Summe der circa 5.000 Haushalte wird genommen, um bei der Gesellschaft für Konsumforschung GfK die Einschaltquote zu ermitteln. Dass dies nicht mehr zeitgemäß ist, stört aber offenbar so wenig, dass schon viele Jahre so gehandelt wird und auch die nächsten Jahre kaum Besserung versprechen. Sky- oder SAT-Kunden fielen auch ganz raus bis vor kurzem, mittlerweile werden aber auch die Zuschauer zum Beispiel der Sky Bundesliga Konferenz vom Unternehmen Sky selbst gemessen. In regelmäßigen Abständen werden die Personen gewechselt und dabei werden Zuschauer, die meinen, wegen ihres großen Fernsehkonsums auf jeden Fall hierfür geeignet zu sein, konsequent nicht ausgewählt. Gesucht wird ein gewisser Durchschnitt an Leuten in Deutschland.

Nicht beachtet wurden Kunden mit SAT, Sky oder Online-Zuschauer

Dabei schlug die Kritik gar nicht so sehr Richtung der geringen Anzahl mit so einem Messgerät, sondern dass Kunden mit Sky- oder Satelliten-Empfang solche Geräte nicht zwischenschalten können und daher keine Relevanz darstellen. Inzwischen existieren aber auch hier und da Quoten von den Sky-Zuschauern und man überlegt langfristig, auch online zur Verfügung stehende Daten aus Twitter-Hashtags oder „Likes“ auf Facebook hinzuzuziehen. Außerdem werden alle Zuschauer, die zum Beispiel Oliver Welkes “heute Show” anschauen, nachdem es auf der Online-Plattform des ZDF hochgeladen wurde, schlichtweg nicht beachtet und daher ist es geplant, die Mediatheken mit ihren Klicks und Views ebenfalls auszuwerten, damit die Quote nicht so verfälscht wird.

Wobei natürlich für die TV-Sender am nächsten Morgen bei Vorlage der Einschaltquoten in erster Linie die tatsächlich am Fernseher gemessenen Zuschauer am interessantesten sind. Es wird ja auch gar nicht erfasst, wenn beispielsweise eine Sendung aufgezeichnet wird mit einem digitalen Recorder und man dies zu einem anderen Zeitpunkt schaut. Das ist deshalb für die Privatsender wichtig, weil sich daran die Werbepreise pro Sendeminute errechnen – denn je höher die Reichweite, umso mehr können RTL, SAT.1 & Co die Werbung füs DSDS, Dschungelcamp oder alles andere dargebotene verlangen.

Zahlen werden als Messlatte für Erfolg oder Misserfolg angeführt

Manchmal mutet es auch fast naiv an zu glauben, dass xy Millionen die eine oder andere Sendung gesehen haben sollen. Die Zahlen sind definitiv absolut ungenau, werden aber trotzdem von Zeitungen und Magazinen als Messlatte für Erfolg oder Misserfolg angeführt. In extremen Fällen entscheiden über diese „lächerliche“ Methodik über Menschen mit ihrem Beruf. Da wird dann schon mal jemand “abgesägt”, obwohl die Person vielleicht einen guten Job macht. Daran sieht man auch, dass manche Verantwortliche in den Medien sich ein wenig von ihren Kunden entfernt haben. Es zeugt von wenig Selbstvertrauen, wenn gerade ARD oder ZDF nach der Einschaltquote gehen und danach ihr Programm ausrichten.

Auch ist es zu kritisieren, wenn gerade SAT.1 oder Prosieben eine Serie schon mit mehreren Staffeln planen und nur bei ausbleibenden Quoten der Schwanz eingezogen wird, alles neu überdacht wird und in der Konsequenz die Serie abgesetzt wird. Vielleicht sollte man sich mit einem schlüssigen Konzept alles vorher überlegen und mit Qualität dafür sorgen, dass das Interesse der Zuschauer angereizt wird und selbst bei nicht so hohen Quoten bleibt man standhaft und steht zu dem Konzept.

Was passiert, wenn wegen eines technischen Defekts keine Quoten gemessen werden können?

Dazu gab es in der Schweiz einen interessanten Vorfall, Zitat aus der Neuen Zürcher Zeitung: Messung der Einschaltquoten – Ein wüster TV-Streit mit Folgen „(…….) hatten die Forscher – in Abstimmung mit der Fernsehbranche – ursprünglich beschlossen, auch jene «moderneren» Haushalte zu erfassen, welche Fernsehsendungen nur über Computergeräte schauen. Jedoch: Der Fernsehkonsum über Tablets und Smartphones ist aus technischen Gründen nicht erfassbar. Nach Ansicht der Kritiker blieb damit ein wesentlicher Teil der neuen Medienrealität ausgeschlossen. So verzichtete man in der Einigung auf eine Berücksichtigung der Haushalte ohne klassische Fernsehgeräte.

Hat hier Mediapulse die Lage falsch eingeschätzt? «Wir haben ein Gutachten über die Entwicklung des Medienkonsums erstellen lassen», sagt Dähler. «Dannzumal war indessen nicht absehbar, dass sich die Tablets so schnell durchsetzen würden.» Dähler schätzt, dass es in ein bis zwei Jahren möglich sein werde, auch Tablets und Smartphones einzubeziehen.(….)“ – in der Schweiz ist es ähnlich wie in Deutschland, dass die kleinen Sender aufgrund der geringen Teilnehmerzahl kaum eine Chance haben, erfasst zu werden und daher nehmen sie irgendwann nicht mehr an dem Kosten verursachenden Verfahren teil und sie haben keine Argumente zur Reichweite gegenüber ihren Werbekunden.Siehe dazu auch einen sehr interessanten Artikel zum Thema mit der Überschrift: Eine Währung veraltet – warum nur ein gesunder Mix aus realen Einschaltquoten, Trends in den sozialen Medien und hochgerechneten Zahlen einen wirklich Mehrwert darstellt, liegt daher auf der Hand!

Das führt zu einer Stärkung der Großen und Schwächung der Kleinen, darum muss dem Einhalt geboten werden! Spannend in der Schweiz wie in Deutschland ist die Entwicklung also auch bei dem Unternehmen Net-Metrix, was sich auf Messung der Klickraten spezialisiert hat. Darauf hat nun aber laut einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung auch die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) reagiert und hatte im Jahr 2016 erklärt, dass man künftig die Informationen zur Nutzung von Online-Videos am PC und Laptop in die Einschaltquote einbeziehen möchte. Gemessen werden diese Zahlen, die ja quasi auf der Hand liegen, schon länger und sollen nun auch besser genutzt werden.

-> Abschließend bleibt zu sagen, dass das Thema Einschaltquoten und deren Entstehung auch mit der Verlagerung ins Internet aktuell bleibt. Nicht nur die Sender müssen sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen, sondern auch die entsprechenden Stellen und Medien, die sich eben mit genau diesen Einschaltquoten beschäftigen und im Zweifel ihre Lehren daraus ziehen. Daher sollte auch sehr genau darauf geschaut werden, dass Sendungen nicht abgesetzt werden, weil mutmaßlich eine bestimmte Einschaltquote nicht erreicht wurde – die Anzahl der real vor dem Fernseher existierenden Menschen könnte weitaus höher sein, als man mutmaßlich denkt. Letztendlich kann die Einschaltquote nur ein Werkzeug sein, mit dem man richtig umzugehen hat ohne derer hörig zu sein. Wer das verstanden hat, schaut auch nicht bangen Blickes morgens auf die TV-Quoten, sondern freut sich einfach über das selbst produzierte gute Programm.

Große Facebook Gruppen mit Potenzial

Schon länger verfolge ich ja die Entwicklung der sozialen Netzwerke und so richtig einen Schub hat zum Beispiel Facebook bekommen, nachdem die Möglichkeit einer Aktivität innerhalb einer Gruppe bestand. So war man nicht nur mit seinen sogenannten Facebook-Freunden alleine, sondern hatte die Möglichkeit, themenspezifisch mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Mittlerweile gibt es zu jedem erdenklichen Thema bei Facebook Gruppen, in die man eintreten kann die Inhalte kann man sich dann entweder gezielt durch Auswahl der Gruppe oder in der Timeline anzeigen lassen.

Wenn man mit der Zeit ein paar große Facebook Gruppen gefunden hat, nehmen diese einiges an Volumen innerhalb der eigenen Verwendung mit Facebook auf. Daher lohnt sich die Überlegung, nicht alle komplett zu abonnieren, sondern sich gezielt die wichtigsten dafür herauszusuchen. Eine Facebook Gruppe abonnieren bedeutet, dass sämtliche geschriebenen Inhalte auch dann gleich auf dem eigenen Facebook Bildschirm erscheinen. Außerdem wird man in der Regel benachrichtigt bei neuen Nachrichten von Mitgliedern, die eine Frage, ein Bild oder einfach nur einen Text innerhalb der Gruppe teilen. Bei großen Facebook Gruppen sollte man die Einstellung so vornehmen, dass die Benachrichtigung entweder nur bei Höhepunkten oder gar nicht mehr stattfindet.

Die großen Facebook Gruppen erzeugen eine dynamische magische Anziehungskraft, denn je mehr Leute dort drin sind, umso mehr wollen wiederum andere Freunde auch dort hinein. Denn die entsprechende Person lädt vielleicht auch noch andere dazu ein und auch diese werden dann wieder freigeschaltet und erzeugen Interesse bei anderen. Dieser Effekt der Multiplikation macht es den großen Facebook Gruppen möglich, ein ungemein großes Potenzial zu bieten für Werbung, Links oder eben auch je nach Thematik der Gruppe Antworten zu erhalten zu Fragen, die in diese Gruppe passen. Je mehr Antworten auf Fragen erfolgreich ein Problem gelöst haben, umso besser ist das auch wieder für die große Facebook Gruppe und daher sollte die Größe weiter wachsen.

Nicht unerheblich ist es zudem, ob die Gruppe öffentlich, geschlossen oder geheim als Einstellung nutzt. Öffentliche Gruppen bieten für das Gruppenwachstum die besten Möglichkeiten, da die Gruppe für jedermann einsehbar ist und bei interessanten Themen wächst so schneller das Interesse, der Gruppe beizutreten, als wenn man als Nicht-Mitglied nur den Gruppennamen und die Mitgliederliste sieht, wie bei geschlossenen Gruppen. Öffentliche Gruppen haben zudem den Vorteil, dass Beiträge geteilt werden können und die Gruppe mit ihren Postings so generell eine viel höhere Reichweite erlangen kann.

Sofern die Gruppe stark wächst, sollte man als Administrator dieser Gruppe sein Team verstärken, um der höheren Aufmerksamkeit Rechnung zu tragen um eine gewisse Ordnung zu halten. Nicht unwichtig ist hierbei der Fakt, dass derjenige, der die Gruppe ursprünglich gegründet hat, als Gründer/in von keinem anderen Administrator entfernt werden kann. Versucht man dies, erhält man im letzten Schritt eine Fehlermeldung. Natürlich sollte man dennoch sehr sorgsam neue Administratoren auswählen und im Idealfall auf Leute zurückgreifen, zu denen ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht. Größere Gruppen haben daher oftmals separate, geheime Admingruppen oder Adminchats um ihr Handeln abzusprechen.

Neben der üblichen Einhaltung der Netiquette ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass keine pornographischen Inhalte in der Gruppe landen oder anderes anstößiges Material den Weg dort hinein findet. Im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens auch in einer großen Facebook Gruppe ist es durchaus empfehlenswert, politische Diskussionen komplett außen vor zu lassen oder sie nur auf einem gewissen Niveau zuzulassen. Dazu benötigt man natürlich auch die entsprechenden Mitglieder und wenn es hier zu wenig Disziplin gibt, kann das die ganze Facebook Gruppe nachhaltig stören. Folge sind dann zwischenmenschliche Disharmonie in, die sich wie ein Virus auf andere übertragen und dadurch zieht es wieder einige Trolle an, die nur auf Streit aus sind und sich an diesem erfreuen. Darum sind für große Facebook Gruppen immer mehrere Menschen verantwortlich, die in zeitlich unterschiedlichen Abschnitten über die richtige Wortwahl wachen und entsprechend negative Beiträge löschen.

Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die Gruppe so einzustellen, dass Postings zunächst von den Administratoren geprüft werden, bevor sie freigeschaltet werden. Dies bietet sich jedoch nur an, sofern sichergestellt werden kann, dass Postings tagsüber innerhalb von maximal 60 Minuten freigeschaltet werden können, da sonst die Frustration der Mitglieder steigt und die Gruppe uninteressant wird.

Jede Gruppe ist anders und in erster Linie soll das verweilen und aktive Mitwirken innerhalb einer großen Facebook Gruppe ja auch Spaß machen und komplett auszuschließen sind Diskussionen, die entweder endlos werden oder gewisse Grenzen überschreiten nie. In der Konsequenz sollte man sich dann eventuell von einigen Mitgliedern trennen und dann mit den Inhalten weitermachen, für die die Gruppe vorgesehen ist. In der Gruppenbeschreibung jedenfalls kann man fast immer vorher lesen, um was es in der Facebook Gruppe geht, um dann auch besser für sich selbst zu entscheiden, ob das die richtige ist oder nicht. Hier sind jedenfalls mal ein paar große Facebook Gruppen, die Potenzial haben für noch mehr Mitglieder und vielleicht entsteht aus einer großen Gruppe irgendwann eine Abspaltung, die ein etwas intimeres Zusammenleben in einer kleinen Gruppe zur Folge hat. Es kann aber auch durchaus Spaß machen, bei der großen Gruppe zu bleiben und sich immer wieder neu inspirieren zu lassen von den Beiträgen der vielen User. Werfen wir also mal ein Blick auf einige große Facebook Gruppen, ob und für wen das dann etwas ist, möge natürlich jeder selber entscheiden.

Die größte Facebook Gruppe Deutschland´s hat immerhin schon über 10.000 Mitglieder und vielleicht findet man dort schon den einen oder anderen Bekannten.Hier erwartet uns vermutlich ein bunter Themenmix und dadurch, dass sich die Facebook Gruppe auf ganz Deutschland bezieht hat sie noch unheimlich großes Potenzial für alle möglichen Tipps und Hinweise, sowie mögliche regionale Verbindungen, die sich heraus ergeben. Wem es noch mehr um Freundschaft und Kontakte geht, der ist eventuell auch ganz gut bei der über 18K fassenden Community von Freundschaften auf Facebook aufgehoben.

Die NETTIES BERLIN sind eine sehr neue und stark wachsende Berliner Gruppe. Sie bezeichnen sich als „Schwarmintelligenz der Hauptstadt“, was bedeutet, dass die Gruppe für Fragen des Alltags (Wo gibt es das und das? Wann macht der Bäcker auf? Was ist das für ein Tier?) wie für den Verkauf von allem möglichen genutzt werden kann. Ergänzt wird die Gruppe durch die bisher zwei Untergruppen, den NETTIES BERLIN – Singles (Berlins größte Singlegruppe auf Facebook) und den NETTIES BERLIN Jobs. In diesen Gruppen werden, im Gegensatz zur Hauptgruppe, die Postings vorab von den Administratorenteams geprüft.

Muskelaufbau Gruppe: Tipps und Tricks – Hier wurden Scheinbar nicht nur Muskeln aufgebaut, sondern das ist schon ein echtes Schwergewicht unter den großen Facebook Gruppen mit knapp 60.000 Mitgliedern wird man hier alles erfahren rund um Fitness, Ernährung, sportliche Aktivitäten jeglicher Art und mit den ganzen zusätzlichen Möglichkeiten an und mit seinem Körper etwas zu unternehmen.

Zocker Gruppe Germany DE (xbox 360 xbox one ps3 und ps4 PC) In den Gruppenregeln findet man klar und deutlich, dass in dieser Facebook Gruppe kein Konsolenkrieg stattfinden soll, hier geht es also scheinbar nur in die Xbox 360 oder andere. Immerhin auf über 13.000 Mitglieder schafft ist diese Zocker Gruppe und die Tendenz ist durchaus steigend.

Tipico Sportwetten – Auf über 30.000 Mitglieder kommt die Tipico Sportwetten Facebook Gruppe mittlerweile, hier werden tagesaktuell Tipps und Wetten ausgetauscht und es wird sich darüber unterhalten, welche Wetten sich lohnen und welche unter Umständen nicht. Durch die ständig wechselnden Sportereignisse von Januar bis Dezember und teilweise rund um die Uhr wird es dort nie langweilig und auch das Spielgeschehen wird umfangreich kommentiert. Internationale Mitglieder sorgen für unterschiedliche Betrachtungen und so gibt es auch durchaus Schwerpunkte, aber auch für einfache Anfänger-Fragen ist immer noch Platz. Eine mögliche Alternative ohne Bezug zu Tipico ist die Sportwetten Gruppe

Private Ferienwohnungen werden auch in Zukunft weiteren Zulauf haben, damit sind nicht nur die privaten Ferienwohnungen an sich gemeint, sondern eben auch die Facebook Gruppe mit jetzt schon über 10.000 Mitgliedern. Alles was mit Immobilien suchen und finden zu tun hat, wird langfristig noch weiteres Potenzial für Mitglieder haben. Viele möchten weg von dem Pauschalurlaub und lieber individuell in einer Ferienwohnung ein paar Wochen leben, andere suchen noch Einkünfte und daher Mieter.

Zu Verschenken In Berlin & Brandenburg – Diese Facebook Gruppe hat alleine schon über 25.000 Mitglieder und steht auch nur exemplarisch für die regionalen Dinge ma die genauso wie jetzt hier für Berlin und Brandenburg stehen könnten für Hamburg, Köln, München oder die vielen schönen Städte im Ruhrgebiet. Das soll auch als Inspiration dienen, um selbst fündig zu werden indem man seinen eigenen Wohnort in der Suche ein gibt und hier Möglichkeiten in der Nähe findet. Die Gruppe an sich beschäftigt sich wieder Name schon sagt mit Dingen, die zu verschenken sind und über die Jahre einer Mitgliedschaft kann sich auch der eine oder andere festere Kontakt ergeben. Oft es so etwas zwangloser, als die ganzen Kontaktbörsen und Dating-Gruppen. Eine weitere Möglichkeit zu suchen ist sicherlich der Facebook-Flohmarkt in der betreffenden Stadt.

WhatsApp Gruppe  Hier soll es wohl erleichtert werden, über die große Facebook Gruppe ausgerechnet andere Gruppen für WhatsApp zu finden. Es gibt auch noch einige ähnliche Gruppen dem Thema WhatsApp und Gruppen, eventuell werden diese nach Bestätigung der Mitgliedschaft vorgeschlagen. Auch hier besteht durch das explosionsartige Verbreiten der App hohes Potenzial für weitere Gruppen oder für ein weiteren Zuwachs dieser beschriebenen WhatsApp Gruppe. Über 14.000 Leute da.

Unsere Kindheit die 70´er und 80´er Jahre Diese Gruppe spezifiziert sich 1970-1990 spricht damit gezielt Mitglieder bestimmter Altersgruppen an, die jetzt schon mit ihren 40-50 Jahren einem großen Teil der Gesamtbevölkerung ausmachen. Ist dir auch das Potenzial aus oben genannten Gründen, weil die Babyboomer aus dieser Zeit stammen und durch die scheinbar immer schlechter werdende Zukunft geht der Blick automatisch etwas wehmütig zurück zu dieser Zeit, „wo alles noch in Ordnung war“. Das finden immerhin schon knapp 17.000 Mitglieder gut.

Wer eine eigene Website hat bzw. eine Facebook-Seite oder eine Gruppe oder ein Geschäft betreibt, der kommt nicht umhin, dafür auch zu werben. Dafür eignen sich hierfür extra gegründete Facebook-Gruppen zum Zwecke der Reklame für das eigene Unternehmen oder den eigenen Blog oder was auch immer. Über 12.000 Mitglieder hat die Gruppe „Werben bis der Arzt kommt“ und das sind auch über 12.000 potenzielle Kunden. Etwa gleich groß ist die öffentliche Gruppe „Wie verdiene ich seriös Geld im Internet !!!„, in der es um Multi Level Marketing, MAPS, erotische Dienstleistungen oder auch Singles mit dem Wunsch nach Partnerschaft geht. In erster Linie aber geht es immer um das Geld und da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, man bekommt auch viel Anregungen – wenn auch manchmal etwas ZU viel. Bei der „Werbetrommel“ ist die Anzahl der Mitglieder tendenziell steigend mit jetzt über 4300 Mitgliedern ist es nicht überfüllt, aber es ist eben auch nicht zu wenig los. Es geht hier querbeet um alle Themenkomplexe rund um Geld, Klicks, Internet, Erotik und den ganzen Kram.

Das sind erst mal so ein paar große Facebook Gruppen, die mir durch eigene Recherche oder Mitgliedschaft in den Sinn gekommen sind, die es weiter zu empfehlen geht. Natürlich gibt es noch viele weitere große und kleine Facebook Gruppen, die mit entsprechend Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten schnell weiter wachsen können. Meistens ergeben sich auch innerhalb dieser Gruppen durch bestimmte Hinweise neue Ideen für Gruppen und wer weiß, ob man nicht einfach selbst mal eine Gruppe bei Facebook aufmachen möchte. Das geht ja bekanntlich sowohl schnell als auch einfach und ermöglicht einem, innerhalb dieser Gruppe einen regen Austausch von Meinungen und Informationen zu erhalten. Die hier angesprochenen großen Gruppen sind in der Regel geschlossen, man muss sich eine Mitgliedschaft nach einer Anfrage bestätigen lassen – aber genauso gibt es natürlich auch viele offene Gruppen, allerdings kann darunter auch die Qualität unter Umständen leiden. Im Laufe der Zeit ist es durchaus möglich, dass noch weitere größere Gruppen kommen oder man geht einfach in die Kommentare unten und fügt einen weiteren Vorschlag hinzu.

Buchempfehlung: Michael Jürgs Seichtgebiete – Warum wir hemmungslos verblöden

Nachdem ich schon das interessante Buch Der große Selbstbetrug gelesen hatte, kam nun der logische nächste Schritt mit dem kurioserweise im Bertelsmann Verlag erschienenen Werk von Michael Jürgs “Seichtgebiete – Warum wir hemmungslos verblöden”. Es handelt von den immer dümmer werdenden Sendungen und Formaten auf den dafür auch bekannten Sendern wie RTL und anderen. Über Leute, die sich für prominent halten, warum sie das tun, warum sie –falls sie es noch nicht waren- prominent gemacht wurden. Und dass immer mehr Personen, die eigentlich eher uninteressant sind, trotzdem gut platziert im Fernsehen zu sehen sind.

Desweiteren wird etwas tiefer eingegangen auf Dieter Bohlen mit “Deutschland sucht den Superstar” und warum die Methodik, mit der er hier vorgeht (z.B. das lächerlich machen von Schwächen) eher primitive Instinkte bedient wie Schadenfreude. In einem anderen Teil lässt er die “Lieblinge der Unterschicht” gegeneinander in einer fiktiven Sendung antreten – der Gedanke, diese Helden aus RTL, SAT1, Pro7, VOX und Kabel1 alle auf den Sendern Arte und 3sat :D zieht sich durch die gesamten 251 Seiten. In einigen Passagen muss man laut loslachen oder in der Bahn leise in sich hinein kichern.

Böse, bissig, sarkastisch, ironisch und nie langweilig zählt Michael Jürgs die Zusammenhänge auf zwischen der steigenden Gewaltbereitschaft, einer vernachlässigten Erziehung, den ideenarmen Parteien, kulturlosen Veranstaltungen und Printmedien wie BILD, den Versäumnissen der öffentlich-rechtlichen Sender (samt deren Intendanten), bärtigen Barbieren, Feuchtgebieten, Büchern ohne Inhalt und Volksverdummung. Viel Spaß bei diesem herrlichen Werk.

10 Tipps Kostenlose Trackbacks und Backlinks für Websiten

Das Wichtigste für einen Blog oder eine Website ist, dass sie gerüstet ist für eine Multiplikation. Also achte ich auf Adressen und fremde Blogs, Foren oder Internet-Seiten, zu denen ich einen Link setzen kann und dieser dann auch sichtbar dort zu Lesen und Anzuklicken sind. Wenn man dadurch Linkaufbau betreibt, ist man etwas unabhängiger von der Suchmaschine Google und man stellt sich insgesamt breiter auf. Im Artikel, warum der Blog bei Google nicht gefunden wird sind schon einige Tipps und Tricks enthalten, die es zu beachten gilt – aber hier möchte ich noch einmal ein paar Websites auflisten, die sofort den gesetzten Link unter dem Objekt anzeigen.

CabanovaXL

  • Schnell und unkompliziert: Dort, wo es erlaubt ist einfach selbst einen Kommentar schreiben mit einem Link zur eigenen Homepage. Als Beispiel hier der Artikel auf Seitenreport.de – dort sieht man unten über 300 Comments und jeder bringt einen Link mit. So sucht man sich gezielt Blogs mit dieser Funktion und schreibt ohne Spam etwas Sinnvolles. Auch mein Blog hier hat eine Kommentar-Funktion, die es gilt, effektiv einzusetzen
  • In Foren und Communities registrieren und bei Anmeldung im eigenen Profil als Website die URL eingeben. Das kann man hier bei meinem Profil im Fussball-Pur-Forum gut oben rechts im Eintrag “Website”
  • Bei YouTube sollte man einen Account haben, auch wenn man keine Filme zur Verfügung hat. Ohne mich groß auszukennen, habe ich einige Fotos in eine Dia-Show gepackt mit Aqua Soft Dia Show und diese dann hochgeladen. Darunter habe ich einen Link zu meinem Blog gesetzt. Zu sehen hier: YouTube Video mit Backlink
  • Wenn man über aktuelle Themen berichtet, können auch die Zeitungen online genutzt werden, um sich da an diese Artikel “ranzuhängen” – das ist auch Werbung für die Presse und nutzt einem selbst. Weil Hunderte Leser am Ende der Zeilen auf einmal einen Link klicken können zu meiner Seite. Beispiel Rheinpfalz Online mit Bericht über die Toten Hosen aus Düsseldorf, den ich im Artikel verlinkt habe und als “Dankeschön” gibt es das zurück: RP-Online Trackback
  • Auf dem Screenshot sehen wir auch unten die Symbole für Facebook, Twitter & Co – meine Meinung hat sich da etwas geändert und früher hatte ich alle möglichen Social Buttons und Bookmarks. Jetzt habe ich alle entfernt und nur noch einigen permanent erfolgreichen Artikeln den “Gefällt mir”-Klick erlaubt. Aber auch dieses sind kostenlose Marketing-Instrumente, um seinen Blog zu multiplizieren.
  • Auf der von mir neu entdeckten Seite soccerball365.com habe ich sofort geschaut, welche Trackback-Möglichkeiten sich hier eröffnen und im Artikel Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt habe ich das genutzt. So bekommt jeder, der auf oben genannter Seite ist und das Video auswählt, unten den Blog präsentiert.
  • Bei einer Suchmaschine das Wort “Trackback” hinter den gesuchten Begriff zu setzen, ist auch eine gute Empfehlung, weil viele Betreiber die multiple Verteilung und somit gratis Werbung nicht abgeneigt sind. Wir übernehmen quasi das Marketing und stärken somit auch unsere eigene Seite, weil ein Link zurück kommt.
  • Ob es wirklich Sinn macht, kann ich nicht genau sagen. Aber mein Gefühl sagt mir, dass simples Anmelden und schnelles Einrichten von fertigen Homepages oder Blogs zum Zwecke der eigenen Verlinkung eine gute Idee sein könnte. Dazu gehört auch, im eigenen Blog und auf Unterseiten eine Struktur zu haben, die genügend intern vernetzt ist.
  • Ich habe ja WordPress und JetPack installiert, so dass ich bei der Statistik sehen kann, von wo die Links kommen und wo ich überall meine Markierungen hinterlassen habe. Dabei fielen mir auch einige grundlegende Dinge auf, die ich hier nur kurz erwähnen möchte, ohne sie jetzt groß zu erläutern: Link-Listen, Gästebücher, Beiträge in Foren, in sozialen Netzwerken wie Jappy, Site Talk, Frage-Portalen, Google+ oder in E-Mails. Überall dort kann man das eher subtil und beiläufig unterbringen und die Kunst ist es, damit nicht negativ aufzufallen. Anbieter, denen ich “folge” mit 20-30 Artikeln pro Tag und fünf Mails in der Woche haben bei mir verloren und beachte ich nicht mehr.
  • Es geht auch im großen World Wide Web nicht ohne persönliche Kontakte, die gehegt und gepflegt werden wollen durch Austausch von Neuigkeiten mit anderen Betreibern von Internetseiten. Einfach jemand kurz anschreiben kostet auch kein Geld, so wie alle hier aufgeführten Tipps praktisch ohne Mehraufwand (außer vielleicht einer extra Mail-Adresse zur Anmeldung in den ganzen Foren etc.) zu ermöglichen sind. Oder man bietet direkt an, einen Text zu schreiben für eine Website mit enthaltenem Link zur eigenen Homepage = Mehrwert Text gegen Link

Wie bei allem heißt es, eine ToDo-Liste zu erstellen, die Punkt für Punkt abzuarbeiten und neue Ideen hinzuzufügen. Hier kann jeder User auch gerne einen Kommentar hinterlassen, um diesen Artikel mit weiteren Tipps zu versorgen. Ich hoffe aber, dass diese Top Ten schon einige Inspiration bringt und einigen geholfen werden konnte.

Suchmaschinen als Alternative zu Google

Für viele User ist Google mittlerweile zu so einer Selbstverständlichkeit geworden, wenn es um die Suche im Internet geht, dass man gar nicht mehr nach Alternativen zu Google nachdenkt oder diese nutzt. Für Seitenbetreiber ist es aber durchaus interessant, über welchen Suchanbieter die Besucher kommen und da ist nicht immer Google dabei. Denn auch bei Google als Suchmaschine können sich Koordinaten verschieben und plötzlich ist man nicht mehr unter den Top-10 – wohl aber bei einer von vielen Alternativen und dort kann die eigene Seite auch gefunden werden. Zwar hat sich „googeln“ als geflügeltes Wort schon durchgesetzt, aber man muss sich als User auch breiter aufstellen, falls es mal einen Ausfall gibt oder man schlicht nicht das Gewünschte in dieser Form findet. Jede Suchmaschine hat Vor- und Nachteile, über die Unterschiedlichkeiten und allem, was es außer Google noch an Suchmaschinen gibt, soll folgender Artikel etwas Licht ins Dunkel bringen.

Ja ich weiß, google ist auch gut und eine der beliebtesten Suchmaschinen, aber vielleicht gibt es auch noch Alternativen? Man wird ja wohl noch schauen dürfen ohne schlechtes Gewissen zu haben und diese auch auflisten. Somit ist das auch ein Mehrwert, den ich weitergebe. Allesklar ? Apropos, diese Seite gibt es auch, trotzdem ist sie nicht in meiner TOP-10. Dazu zählen auch keine Portalseiten wie freenet, abacho oder web.de – die Suchfunktion sollte da schon im Vordergrund stehen. Bei diesen zehn besten Suchmaschinen außer Google bestehen dann Chancen.

  • Unbubble.eu ist eine Metasuchmaschine aus Deutschland, die europäischen Datenschutzansprüchen genügt und sich der Suchneutralität verschrieben hat. Um neutrale Suchergebnisse zu erzeugen, werden dort sehr viele (aktuell über 20) Quellen ausgewertet und auf einer Seite mit bis zu 100 Treffern zusammengefasst. Dank der Unterteilung in Web, Info, News und Shopping sind die Ergebnisse sehr alltagstauglich. Unbubble kann direkt in den Browser integriert werden (>>>hier<<<) und unterstützt neben Deutsch und Englisch noch sechs weitere Sprachen.
  • Bigfinder.de Zur Zeit 15.606.249 Domains. Die Philosophie erklärt am besten die Seite selber, wie im folgenden Text: Bei BigFinder.de gibt es kein Ranking mehr. Hier hat jeder Eintrag die gleiche Chance, gefunden zu werden. Die Einträge werden gemäß der eingegebenen Suchworte per Zufall ermittelt. Das heißt, dass keine Einträge mehr für „ewig“ auf den vordersten Plätzen stehen. Jeder Eintrag wird statistisch gesehen genau so oft angezeigt, wie die anderen, egal, wie „groß“ oder wie „bekannt“ eine Seite ist.
  • Bing.com Die Suchmaschine ist von Microsoft, die Vor- und Nachteile werden bei seo2feel in Deutsch sehr gut beschrieben, auch was die Bildersuche und andere Dinge betrifft.
  • Yahoo hat ebenso wie Bing (und google) ein sehr schlichtes Design, man kann aber auch sagen, dass sie sich auf das Wesentliche konzentriert. Im August 2010 hat Chip.de auf der Seite testberichte.de folgendes über Yahoo geschrieben: „befriedigend“ (71 von 100 Punkten); Mittelklasse – Suchqualität (50%): Mittelklasse (61 von 100 Punkten); Datenschutz (40%): Oberklasse (81 von 100 Punkten); Usability (10%): Oberklasse (82 von 100 Punkten).
  • Ask mit dem schon gewohnten Bild, aber wohl nicht mehr lange! Ask.com hatte nach Zahlen der Nielsen-Marktforscher zuletzt nur noch einen US-Marktanteil von weniger als zwei Prozent bei der Internet-Suche. Das Suchfenster auf der Ask.com-Website solle zwar bleiben – künftig aber mit der Technologie eines Wettbewerbers betrieben werden, hieß es. Quelle
  • Blindsearch ist auf Englisch, vergleicht parallel anzeigend die Suchmaschinen Bing, Google und Yahoo, wie hier zu lesen ist – ohne anzuzeigen, welche Ergebnisse von wo kommen. Geil
  • Fireball Sehr schnell, bietet auf der Startseite Browser-Einbindung an oder Oberbegriffe wie zum Beispiel “Sehenswürdigkeiten” und es werden vom Aachener Dom bis zur Zeche Zollverein entsprechende Ergebnisse in Wort und Bild angezeigt. Irgendwie sehr nett.
  • Lycos Ja Wahnsinn, die gibt es tatsächlich noch. Text unten “Alle rechten voorbehouden” klingt holländisch, das Design ist ansprechend. Web, Bilder, Video, News, Shopping, Jobs.
  • Acoon Suchen in 230.506.469 WWW-Seiten. Testbericht von Suchfibel.de: “Bei Acoon ist man sparsam. Nicht mal ein grafisches Logo gibt es, man begnügt sich mit einem Times Standard-Schriftzug auf orangefarbenem Grund.” und “Die Ergebnisse werden recht stark nach dem Domainnamen gerankt”. Für den einen mag das gut sein – für den anderen – nicht.
  • Schnellsuche Ein Traum zum Abschluss. Gleich mehrere Such-Seiten werden angezeigt, easy anklickbar und daher auch schön für Programmierer zum Vergleichen. Unterteilt in deutsch-sprachige Suchmaschinen (Volltext, Meta, Katalog) und Internationale (gleiche Attribute). Links die Auswahl auch noch, nach Themen sortiert. Eine der besten Such-Tools, die ich jetzt in meinen Favoriten habe und die ich in jedem Falle empfehlen kann.

Viele weitere alternative Suchmöglichkeiten und Links findet man auf einewocheohne.wordpress.com

War Rechte-Vergabe der Qualifikations-Spiele für EM 2016 + WM 2018 an RTL ein Fehler?

Die Rechte-Vergabe der Qualifikations-Spiele für die Europameisterschaften 2016 und Weltmeisterschaften 2018 an RTL ist eine Katastrophe – auch für die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD und ZDF

Natürlich freut sich ein Klitschko über die Vergabe der Übertragungsrechte für die Qualifikationsspiele an seinen Haussender RTL, wie er in einem Interview auch artikuliert. Wahrscheinlich wird sich auch Vettel freuen und eben all jene, die bei „Sport“ an Formel-1 und Boxen unterbrochen von Werbung, Trailern und kuriosen Gewinnspiel-Fragen denken. Ebenso wird es vielen Event-Fans herzlich egal sein, wer dann dort als „Experte“ in Erscheinung treten wird. Als Beleg nur mal ganz aktuell die Pressekonferenz zwei Tage vor dem WM Finale 2014 in Brasilien, wo man natürlich erwarten kann, dass hier innerhalb eines so erlesenen Kreises reine Fachfragen gestellt werden. Da kommt diese facepalm Frage:

Video gefunden bei fundstueckedesinternets.de

Ich kann mich noch an die wenigen von RTL übertragenen WM-Spiele 2006 erinnern, die mich von der Art und Weise her nicht überzeugt haben. Darum werde ich wohl eher skeptisch die Versuche, die Spiele der Nationalmannschaft in der Quali auf niveauvolle und passende Weise zu übertragen, eher skeptisch beäugen. Zu groß ist die Angst, dass C-Promis aus dem RTL-Stall zu ihrer Meinung befragt werden, wie denn Deutschland nun gegen ein eher nicht favorisiertes Team abschneiden wird und danach schwarz-rot-goldene Fähnchen schwenkende Stars von DSDS, Dschungelcamp, Wild Girls oder

Dass sich die Öffentlich-Rechtlichen Sender auch hier mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert haben und Millionen von Gebührenzahlern enttäuscht haben dürften, liegt auf der Hand. Ein Spiel der Deutschen Nationalelf wird also zukünftig zwar noch im sogenannten Free-TV zu sehen sein – aber “frei”, nämlich von nervigen Werbe-Blöcken und der Vermischung von RTL-eigener Unterhaltungsindustrie mit dem Fußball-Sport, ist der Zuschauer auf keinen Fall. Hier zum Beispiel aus einer Mittagssendung, die im Jahr 2014 den RTL-Zuschauern gestellt wird. Wohlgemerkt, es geht nicht um Fragen an Kinder im Rahmen eines Baby-Programms – sondern die Sendung „Punkt12“ versteht sich als ein Mix aus Nachrichten und Magazin. Trotzdem, Fremdschämen pur für Frage, Antwort und RTL

Dass sich der Sender einfach mal neue Konzepte, die weniger zum Drücken der Fernbedienung animiert und auf das Interesse für Produkte oder Dienstleistungen abzielt, überlegt – daran vermag ich nicht zu glauben. Denn mit der Masche scheint man ja Erfolg zu haben. Ob damit aber auch Sympathien und Synergien entstehen abseits eines klatschwütigen Publikums, darf bezweifelt werden. Bestimmt wird auch schon an einem Quali-Song, einer Facebook-Seite und einem supertollen Gewinnspiel gearbeitet. Olivia Jones kommentiert mit Joey Heindle und Georgina live von der siegestrunkenen Fanbase und lässt die RTL-Klientel inhaltsleere Floskeln ins Mikro absondern. Matze Knop und Paul Panzer sorgen für die Lacher.

Die Zeit, bei der man sich noch auf Spiele von Neuer, Lahm, Podolski & Co in Ruhe freuen konnte inklusive einer insgesamt abgerundeten Berichterstattung, ist nun also vorbei. Waldemar Hartmann wird leise in sich hineinkichern. Gute Nacht…….

Warum sich manche Leute für Castings-Shows bewerben

Da darf man sich keine Illusionen machen: Viele Bewerber tun dies aus reinem Selbstzweck und nicht wirklich mit dem Ziel, in den Recall zu kommen. DSDS, Voice Of Germany, X-Factor, Popstars oder My Name Is sind nur einige davon. Viele Zuschauer fragen sich dann immer, warum sich die Kandidaten trotz hörbarer Defizite dies antun. Mögliche Gründe:

Einfach mal ins Fernsehen kommen – denn einigen sieht man schon an bei der Songauswahl oder am Outfit, dass mal in erster Linie diese vielleicht einmalige Gelegenheit ergriffen wird. Talentfrei vor ein paar Juroren aus dem Bauch heraus singen zu dürfen, wo es sonst nur unter der Dusche möglich ist, warum denn auch nicht. Die Juroren um Dieter Bohlen und Co müssen das nur erkennen und nicht die Kandidaten bloßstellen, dort gibt es auch Unterschiede zwischen den Konzepten!

Party haben bei den Shows – das sind oft die lockersten, haben keinen Druck weil sie eh wissen, wie es laufen wird. Sie haben ihre große Minute, ihren Moment und das war´s dann für die nächsten Jahre. Wenn sie es nicht auf die dumme Tour machen, ist das für beide Seiten eine Win-Win-Situation, sorgen für Aufmerksamkeit für die Person und die Sendung.

Die Hoffnungsvollen – perfekt gestylt und aufgebrezelt kommen sie daher, lassen in alle Richtungen tief blicken, aber es folgt nur ein laues Lüftchen. Da wundert es immer, dass die Freunde, Bekannten und vor allem die Familie nicht ein paar warnende Zeichen von sich geben oder man könnte auch sagen: Eine ehrliche Meinung! Das würde ihnen mehr helfen, als sie der Jury dem Fraß vorzuwerfen.

Persönliche Situation – sei es eine Krankheit, ein Schicksal aus dem privaten Umfeld oder eine gewisse Unzufriedenheit mit sich selbst: Eine Bewerbung zu zum Beispiel “Deutschland sucht den Superstar” wird auch oft als Ventil genutzt, um auf sich oder andere aufmerksam zu machen. Da ist dann das Ergebnis oft zweitrangig, ein paar tröstende Worte der Bestätigung wie “Du bist noch nicht soweit”, “Deine Idee macht wirklich Mut” oder “Toll gemacht, aber für den Recall reicht´s nicht” sind dann Bestätigung genug.

Echte Talente – diese werden unterschiedlich präsentiert: Mal stimmt das Gesamtpaket eigentlich gar nicht – aber nur, um den Zuschauer positiv zu überraschen mit einer genialen Stimme oder es wird gezielt in zahlreichen Einspielfilmen und Trailern gebrandet. Das geschieht auch, um die Fanbase schon im Vorfeld zu stärken in den sozialen Netzwerken wie Twitter, Google+ oder Facebook. Auf diesem Wege und allgemein in den Chats, Foren und Communities läuft mittlerweile die wahre Arbeit ab, um Stimmen zu sammeln und die Fans zu Anrufen zu bewegen.

Manchmal stößt man auf Menschen, die wenn sie nicht eine CD oder ein Buch in die Kamera halten würden, gewiss unglücklich zu werden scheinen. Das freut einerseits diejenigen, die erwähnt werden, aber manchmal auch die, die eben NICHT erwähnt werden. Jedoch ist diese Art der Selbstvermarktung ein lukratives Geschäft, kommt erst mal der Kreislauf ins Rollen. Der Automatismus bringt es ja mit sich, dass nun die eine oder andere CD auf den Markt geworfen wird und die Beteiligten immer präsenter im Fernsehen werden. Am Ende weiß man gar nicht mehr, warum und es interessiert auch keinen mehr, weil sie einfach “da” sind – untertitelt mit “It-Girl”, “Pop-Sternchen” oder einfach “Model”. Das gilt vor allen Dingen für die kommenden Generationen, die immer jünger werden. Der Weg für diese Menschen muss also sein, möglichst einfach ins Fernsehen zu kommen (Berufswunsch: “irgendwas mit Medien”) und das geht wohl am besten mit Casting-Shows, weswegen sich diese auch wachsender Beliebtheit erfreuen.

Wenn man erstmal ein paar Mal erwähnt wird und einige Interviews gegeben hat, gilt es dran zu bleiben und am besten schon einen Manager vorzuschalten. Der kann dann auch das mit den Fan-T-Shirts koordinieren und anderen Merchandising-Artikeln die bald folgen werden und über die eigene Internetseite. Dann schnell einen Ghostwriter engagieren der jeden Tag zehn bis zwanzig Facebook- und Twitter-Nachrichten verfasst und die neuen “Fans” gleich mal jede Stunde auf dem Laufenden hält. Also erst Likes einsammeln, dann sich über jede Zahlenhürde freuen und posten “wir schaffen noch xxxxx” Fans und so weiter geht die Mühle…..

Vom Quatsch mit der werberelevanten Zielgruppe

Je mehr man sich der sogenannten werberelevanten Zielgruppe nähern möchte, umso entfernter scheint sie zu sein. Gleich einem scheuen Reh oder einem Aal, der einem immer wieder entweicht, glaubt man ihn erst mal in den Händen zu halten. Vielleicht, weil es sich um eine Art Mythos handelt, der in den Medien herum-wabert und um die sich alles drehen soll, in Wirklichkeit aber nicht dreht. In meinem Bekanntenkreis gibt es einige 50+ und meine Eltern sind bei einem eigenen Alter von jetzt 41 Jahren auch schon raus aus der Gruppe.

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Aber wo sind sie, wo erscheinen sie, wenn sie “raus” sind und warum sind sie raus? Sie verreisen, haben beide Handy, schreiben Mails, sind wie so viele die ich kenne multimedial ausgestattet und haben auch noch Interesse an Kultur und geben mit Sicherheit mehr Geld aus, als so mancher, der “drin” ist. Lassen wir uns den Begriff einfach von Wikipedia erklären: “oder Kernzielgruppe bezeichnet die Marktanteile der Fernsehsender bei einer vom Alter her eingegrenzten Zuschauerschaft, die vor allem für die werbefinanzierten Privatfernsehsender von Bedeutung ist.” – damit wird schon impliziert, dass ein 15-jähriges Kind mehr Potenzial haben soll als eine 50-60-jährige Person! Ganz interessant auch, dass der Generation 50+ nicht mehr zugetraut wird, aus einem angeblich festgefahrenen Kaufverhalten nicht mehr auszubrechen. Man geht hier meiner Meinung nach von falschen Grundvoraussetzungen aus und somit ergeben sich am Ende auch komplett verschobene Werte und vielleicht sogar Werbestrategien?!

Mich nervt immer eine gewisse Willkürlichkeit, wenn irgendwann irgendwer mal etwas festgelegt hat und gar nicht gemerkt wird, dass heute 70jährige “anders” sind (Link zu: “Die neuen Alten”) als noch vor 30 Jahren 70jährige. Das hat Gründe die im Freizeitangebot liegen, in der verbesserten Mobilität und auch schlichtweg an einer verbesserten Medizin und deren Möglichkeiten. Hat aber wohl noch keiner bemerkt und darum ist die Begrenzung eine Lüge, die mal erfunden wurde, um die eigene Einschaltquote zu beschönigen. Ab sofort sollten wir immer, wenn wir dies lesen oder hören, die Augen schließen, Ohrenstöpsel rein und “Lüge, Lüge, Lüge” vor uns hinsagen. Einfach abschaffen, nicht mehr verwenden und allen ist geholfen, denn wer will sich schon selbst entlarven und auf Taschenspieler-Statistiken basierend diese Begrifflichkeit verwenden (außer ich, hier)?

Die Firma IP Deutschland (vermarktet für RTL die Werbeblöcke) hat jetzt auch reagiert und will die Referenzgröße immerhin auf die 20-59jähren erweitern und somit laut Zahlen 80% erreichen. Die Unternehmen sollten aus alten Denkstrukturen ausbrechen und auch akzeptieren, dass auch Menschen in der zweiten Lebenshälfte –sogenannte “Best Agers”- Duschgel benutzen, Sport treiben oder viele Dinge online am PC erledigen. Man sieht also, viele Dinge sind einfach Quatsch mit Soße, künstliche Begriffe ohne wirklichen Inhalt – auch die Einschaltquoten sind ja alles nur Hochrechnungen und wenn da zu lesen ist, dass 12,9 Millionen “Deutschland sucht den Superstar” geschaut haben, heißt das nicht, dass 12,9 Millionen “Deutschland sucht den Superstar” geschaut haben! Das ist dem Helmut Thoma inzwischen wohl selber peinlich –nicht DSDS, sondern seine Aussage, die er hier noch einmal erläutert.

Auf einigen Websites ist sogar erklärt, dass die “werberelevante Zielgruppe” der Alterseingrenzung 14-49 zugeordnet ist, was aber, wie wir jetzt gelernt haben, nicht stimmt (“Als werberelevante Zielgruppe wird die Gruppe von Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren bezeichnet”<- unwahr). So setzen sich aber Begriffe im Kopf und in seiner ständigen Wiederkehr fest und irgendwann übernehmen es alle, ohne zu hinterfragen. Überhaupt gibt es doch in der heutigen Zeit immer mehr ein verändertes TV-Verhalten durch Online-Angebote, so dass viele sich ihre Sendungen anschauen, wann sie es wollen und nicht, wann der Sender es vorgibt (Stichwort: HbbTV ). Und das gilt für alle Altersgruppen querbeet ob Männlein oder Weiblein, hoffentlich begreifen das mal die Institute und Datenauswerter, wenn sie in ihrem Kopf das Verhalten durchdenken aufgrund einer Jahreszahl.

<p align="justify">Der Link zu diesem Beitrag darf gesetzt werden unter Beiträge, die willkürliche Zahlen in Verbindung mit Einschaltquoten oder ähnlichem benutzen, Danke. Beispiel? <a href="http://www.dwdl.de/story/29581/verzeih_mirneuauflage_kann_nicht_berzeugen/" target="_blank">Hier</a>: “So sahen am Sonntag nur 1,81 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer zu, das reichte in der werberelevanten Zielgruppe nur für” ….bla bla bla blub</p>

Das Märchen von der Einschaltquote und x Millionen Zuschauern

Es war einmal….. die irrige Annahme, dass eine Meldung –z.B. zum DSDS-Finale 2010: “schauten sich gestern Abend 7,58 Millionen Menschen am TV an” auf Promis-Inside.de– tatsächlich die Zahl derer angibt, die zum Zeitpunkt der Ausstrahlung den Fernseher angeschaltet haben. Das ist aber kein Problem derer, die das so verbreiten, als vielmehr der generelle Irrtum, dass ein beliebiger Haushalt bzw. Privatperson die Einschaltquote beeinflussen kann. Digitalfernsehen.de berichtet (im Oktober 2011) jetzt über die Anmeldung eines Patents von Google, das es dem Unternehmen ermöglichen soll, Sehgewohnheiten mittels einer Set-Top-Box zu ermitteln! Dies würde neue Maßstäbe setzen im Ermitteln einer realen Einschaltquote

Die Märchen lesen sich immer gleich, wenn wir von Prozenten, Marktanteilen und Quoten lesen. Dabei wird oft übersehen, dass es nur eine fast schon verschwindend kleine Gruppe von Auserwählten gibt, die über ein spezielles Gerät verfügen, über dass das Fernsehverhalten gemessen wird und somit als repräsentativ angesehen wird. Beauftragt zur Messung der Daten wird in erster Linie die Gesellschaft für Konsumforschung, kurz GfK (siehe Wiki). Seit 1963, als das Tammeter zur minutengenauen Erfassung erfunden wurde, gab es bei den Geräten eine ständige Weiterentwicklung. Auf der eigenen Website bestätigt die GfK, dass “in 16 europäischen Ländern. Mehr als 18.000 Panelhaushalte sind mit Messtechnik” ihres Schweizer Partner-Unternehmens ausgestattet sind, also werden es bezogen auf ganz Deutschland nur einige wenige Tausend sein. Jeder Panelhaushalt hat eine Art Decoder, der zwischengeschaltet wird und dazu dient, die Einschaltquoten zu liefern. Freiwillig kann sich keiner hierfür bewerben, der sich aufgrund von maximal möglichem TV-Konsum dazu berufen fühlt, gemessen zu werden. So wissen wir eigentlich bis heute nicht verlässlich, wie viele tatsächlich RTL, SAT1, Pro-Sieben oder die öffentlich-rechtlichen ARD/ZDF geschaut haben. Nur hochgerechnet. Wie der Onlinedienst heise.de berichtet, wird es bald (Stand: September 2011) sogenannte “Smart Meter” geben. Diese intelligenten Stromzähler können aufgrund des Stromverbrauchs auf das Fernsehprogramm schließen, wie es in dem Projekt DaPriM herausgefunden wurde – das könnte noch eine sehr interessante Angelegenheit werden.

Eigentlich Wahnsinn, wenn man sich überlegt, dass durch so wenig Anschlüsse doch so viel über Wohl und Wehe einer Sendung oder einer Show entschieden wird. Aber heutzutage klammert man sich immer mehr an Zahlen, auch wenn sie nur fiktiv sind – um teils einen Vorwand zu haben bzw. argumentativen Antworten aus dem Wege zu gehen, warum man sich manchmal gegen die Qualität eines TV-Formats entscheidet. Mittlerweile wurden aber auch die Methoden optimiert für eine sekundengenaue Ermittlung, auch das Zappen wird entsprechend erfasst und die Daten werden schnell verarbeitet, damit fast alle Sender im deutschen Verbund diese am nächsten Morgen auf dem Tisch haben. Für mich als Außenstehender weiß ich nicht, ob ich das eher lustig oder traurig finden muss – etwas Skurriles hat es jedenfalls. Das gilt ja auch für Wahlen, wo immer gesagt wird, wie viele Millionen das oder das gewählt haben vorher und nachher gibt es doch oft eine Differenz zwischen der Prognose und der Realität. Dazu bitte auch lesen:  Seitdem es Wahlprognosen gibt, sind Wahlprognosen falsch

Ein Film, der sich kritisch mit diesem Thema auseinandersetzt, ist “Free Rainer – Dein Fernseher lügt” mit Moritz Bleibtreu und dieser ist, wie viele Filme mit ihm, natürlich zu empfehlen. Ein weiterer Film ist die US-Filmsatire “Network” von 1976, über die man hier auf allesfilm.com eine wunderbare Kritik lesen kann. Dreizehn Jahre später folgt “Nachrichtenfieber – Broadcast News” mit Holly Hunter, Albert Brooks und William Hurt. Das sind so drei große Filme, die ich auch als Diskussionsgrundlage vorschlagen würde. Aber eher mit einem Augenzwinkern, wie man auch das ganze Thema nicht ganz so hoch hängen sollte, wie es gerne die Sender tun……